Montag, 23. Februar 2015

[Rezension] Refugium


Im 23. Jahrhundert ist die Erde durch Kriege größtenteils zerstört und verstrahlt. Die übrigen Menschen leben zusammen in einer einzigen Millionenstadt in Afrika.

Doch eine genetische Veränderung, mit der einst Soldaten stärker und widerstandsfähiger gemacht worden waren, taucht langsam im Genom einiger Menschen wieder auf und bedroht den mühsam errichteten Frieden. Dieser muss unbedingt erhalten bleiben und dazu ist der Regierung bald jedes Mittel recht...





Scan ist eine von sieben Reinerbigen und mit ihr beginnt die ganze Geschichte. Alle die das Gen tragen werden gebrandmarkt und müssen mit ansehen wie sie mehr und mehr aus ihrem "normalen" Leben vertrieben und ausgegrenzt werden. Die Regierung sieht in ihnen eine Gefahr und so befinden sie sich auf der Flucht in einem Kampf um Leben und Tod...
Das Cover gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Die Farbwahl ist gut getroffen und das prägnante Tattoo am Nacken der Frau sticht einem sofort ins Auge. 
Der Schreibstil ist sehr flüssig, wodurch der Roman leicht zu lesen ist. Das Erzähltempo beginnt zunächst etwas langsam, legt aber zum Ende hin deutlich an Tempo zu.
Scan aber auch die anderen Protagonisten waren mir von Beginn an sehr sympatisch. Während man bei Scan ein bisschen über ihre Familie und Hintergründe erfährt, erscheinen die anderen Charaktere etwas oberflächlich und blass. Es gibt mehrere gute Ansätze seitens der Autorin, die dann aber leider nicht weiter ausgeführt werden. So konnte ich zu keinem Charakter eine Bindung aufbauen. 
Die Geschichte selbst war sehr unterhaltend und spannend aber oft auch vorhersehbar. Manche Geschehnisse wirkten zu glatt und ihnen fehlte es an Tiefe. Das Buch hatte meiner Meinung nach keinen wirklichen Höhepunkt, da das Spannungslevel stets gleich war. 
Lediglich überraschend waren für mich am Ende die entstandenen Pärchen, da diese innerhalb der Geschichte nicht zum tragen kamen. 




Ich würde dieses Buch für Genre Liebhaber empfehlen, da ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Jedoch muss man Abstriche beim Tiefgang der Ereignisse und Charaktere machen.






1 Kommentar:

  1. Also an sich mag ich solche Zukunftsfilme ja sehr gerne (die sind aber auch aus dem Boden geschossen in letzter Zeit). Bei Büchern bin ich immer etwas skeptisch. Da ich momentan aber auf der Suche nach etwas Unterhaltung habe und ich durch das Studium erstmal genug Tiefgang habe, werde ich mir das Buch mal auf die Wunschliste setzen. Denn dafür scheint es doch gut geeignet zu sein, ;)

    Grüße von der Beere

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