Montag, 20. April 2015

[Rezension] Promise - Die Bärentöterin







Weit mehr als die Hälfte der Menschheit starb an einer unbekannten Seuche. Jegliche Strom-, Wasser- und Nahrungsversorgung ist zerstört. Es gibt weder eine Regierung noch Gesetze oder Regeln. Die Städte liegen in Trümmern und Gangs beherrschen die Straßen. Das ist die Welt, in der Nea lebt. Nach dem Tod ihres besten Freundes und großer Liebe Miro begibt sie sich auf die Reise nach Promise, wo ein normales Leben möglich sein soll. Vor ihr liegt ein weiter Weg voller Gefahren und Zweifel. Zudem lastet auf ihrem Herzen eine schwere Schuld.




"Promise - Die Bärentöterin" von Maya Sheperd stellt den Auftakt einer dystopischen Reihe dar. 
Maya Sheperd hat einen sehr angenehmen, authentischen und auch bildhaften Schreibstil, welcher sehr gut zu lesen ist und aus jeder Geschichte einen Lesegenuss macht. Das Thema Seuche/Krankheit, die die Menschheit dahinrafft ist gewiss nicht neu, aber dennoch gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln und neugierig auf mehr zu machen. So ging es zumindest mir. 
Hauptcharakter der Geschichte ist Nea. Sie wächst in einer Welt auf, die geprägt von Zerstörung, Trauer, Einsamkeit und Leid ist. Jeder einzelne Tag ist ein Kampf ums nackte Überleben und so ist auch kein Wunder, dass Nea trotz ihres jungen Alters bereits ein wenig abgestumpft und hart wirkt. Dennoch reagiert sie in manchen Situationen sehr naiv, was mich immer wieder sehr überrascht hat. In diesen Momenten hätte ich sie am liebsten an den Schultern gepackt und geschüttelt, da ich ihr Handeln überhaupt nicht nachvollziehen konnte. 
Miro war Neas bester Freund und durch die Rückblenden innerhalb der Geschichte erfährt man nach und nach immer mehr über die Beziehung und Freundschaft der beiden. Leider muss ich sagen, dass mir Miro ganz und gar nicht sympatisch ist. Er beschützte Nea zwar immer wo er konnte, aber er war auch sehr oft gemein zu ihr, ist egoistisch, verletzend und arrogant. 
Durch das ganze Buch hinweg wird die Spannung sehr hoch gehalten und ich bin komplett in den Seiten versunken. Ich wollte unbedingt wissen ob Nea es bis nach Promise schafft und alles gut gehen wird. Immer wieder passieren Dinge mit denen man nicht rechnet und man wird ständig aufs Neue überrascht oder in Atem gehalten. 
Am Ende passiert dann alles Schlag auf Schlag und die Spannung wurde derart auf die Spitze getrieben, dass ich nur so über die Seiten geflogen bin. Leider, leider gibt es ganz zum Schluss auch einen sehr fiesen Cliffhanger. Daher kann ich es auch gar nicht abwarten den zweiten Band zu lesen und hoffe er gefällt mir genauso gut wie der Erste.




"Promise - Die Bärentöterin" ist ein Muss für alle Dystopie-Fans und wirklich sehr empfehlenswert. 





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