Sonntag, 10. Mai 2015

[Rezension] Die Säulen der Erde





England 1123-1173
Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, der junge Prior von Kingsbridge, träumt davon, eine Kathedrale zu errichten. Er und der Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die kluge Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe der Traum Gestalt annimmt und die Säulen der Erde buchstäblich in den Himmel zu wachsen beginnen...



Bei "Die Säulen der Erde2 handelt es sich um einen historischen Roman, der im 12. Jahrhundert spielt und mit seinen 1296 Seiten wahrlich ein Wälzer. Ich war zunächst etwas unsicher ob mir dieses Buch gefallen kann und hatte Angst es könnte an vielen Stellen langatmig werden. 
Ken Follett beschreibt unglaublich anschaulich das Leben im Mittelalter. Die gesamte Geschichte spielt über einen Zeitraum mehrere Jahrzehnte und die unterschiedlichen Figuren werden durch einen Großteil ihres Lebens begleitet. Vorrangig geht es in dem Roman um den Bau der Kathedrale, dennoch erfährt man aber auch viel über das Leben der Protagonisten, deren Schicksal mit dem der Kathedrale verknüpft ist. 
Die Geschichte wird aus der Perspektive von fünf verschiedenen Hauptfiguren erzählt. Das wären zum einen Tom Builder ein Baumeister, sein Stiefsohn Jack, Grafentochter Aliena, Prior Philip und William Hamleigh, Sohn einer Adelsfamilie. Durch diese vielen Perspektiven ist man immer auf dem Laufenden und kann das Handeln und die Denkweise aller Protagonisten sehr gut mitverfolgen. 
Die Lebensumstände aller Charaktere werden sehr detailliert dargestellt und auch Gefühle kommen nicht zu kurz. Die Verschmelzung vieler Haupt- und Nebenfiguren, sorgt für eine sehr rasante Handlung und es wird nie langweilig, da man als Leser immer wieder von unerwarteten Ereignissen und Wendungen überrascht wird. Intrigen, Machtspiele, Verrat, Hingabe, Liebe und vieles vieles mehr bietet uns dieses wunderbare Werk von Ken Follett. 
Aber nicht nur die Charaktere, auch die Landschaften, der Bau der Kathedrale selbst, aber auch der Krieg werden sehr anschaulich und umfassend beschrieben. Man bekommt tolle Einblicke in das Mittelalter und besonders interessant waren für mich die Arbeiten am Bau der Kathedrale. So erfährt man beispielsweise wie man Entfernungen bemessen hat oder aber auch wie ein Bauplan erstellt wurde. 
Für mich bietet das Buch alles, was mein Leserherz höher schlagen lässt. Spannung, Liebe, Emotionen, tolle Charaktere und all das bei einer wunderbaren Kulisse. 


"Die Säulen der Erde" ist ein absolutes Meisterwerk von Ken Follett und der beste historische Roman, den ich je gelesen habe. Ein absolutes must read! 





Kommentare:

  1. Hallo,

    stimme dir aus vollem Herzen zu. Ein wahres Meisterwerk - die Fortsetzung "Die Tore der Welt" war auch gut, aber hat nicht an dieses herangereicht.

    lg
    Marie

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    1. Ich konnte die Fortsetzung leider noch nicht lesen bisher, aber ich habe auch schon öfter gehört, dass "Die Säulen der Erde" besser sein soll.

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