Montag, 29. Juni 2015

[Rezension] Schattentraum - Mitten im Zwielicht




Er beugte sich zu mir herunter, bis sein Atem meine Schläfen kitzelte. Eine Tiefe trat in seinen Blick, die ich noch nie zuvor an ihm gesehen hatte. "Ich habe dich schon einmal verloren, a ghrá. Das lasse ich auf keinen Fall ein zweites Mal zu."
Zwei Monate sind vergangen, seit Emma von den Schatten gezeichnet wurde. Zwei Monate, in denen sie ihr Leben in vollen Zügen genossen hat - wären da nicht verblasste Erinnerungen, die sich immer wieder an die Oberfläche kämpfen. Als ein Abgesandter des Lichthofs es auf Emma abgesehen hat, muss sie sich erinnern. Doch die Wiedersehensfreude mit Gabriel währt nur kurz, denn er scheint verändert. Und auch Emma spürt, dass ihr Inneres von der Begegnung mit der Finsternis geprägt wurde. Können die beiden einander retten, bevor es zu spät ist?



Nachdem ich Band 1 gelesen hatte, musste dann auch gleich Band 2 herhalten, da ich sehr neugierig auf den Fortgang der Geschichte war. 
Auch in diesem Band hat mir der Schreibstil von Mona Kasten wieder ausgesprochen gut gefallen. Mona beschreibt ihre Protagonisten aber auch die Örtlichkeiten sehr anschaulich und detailliert, wodurch alles sehr lebendig wirkt. 
Emma hat sich in diesem Band toll weiterentwickelt. Sie ist mutiger geworden und braucht nicht immer Gabriel als ihren Helden, sondern packt die Dinge eben auch mal selber an. Diese Entwicklung mag ich sehr, da sie so nicht die typische Klischeeheldin wurde.
Mit Gabriel konnte ich dieses Mal leider nicht warm werden. Man erfährt nun zwar mehr über ihn, aber er ist mir immer noch zu platt. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Emma wirkte sehr unglaubwürdig auf mich und ich kann sie noch immer nicht nachvollziehen. Warum liebt Emma Gabriel so sehr, wo sie doch nie miteinander reden?
Nebencharaktere wie den Vater oder die Oma habe ich beinahe schon vermisst, da sie immer nebensächlicher wurden und auch in diesem Band recht flach gehalten sind. Emma ist immer wieder nicht zu Hause und da frage ich mich schon ob der Vater oder eben die Oma sich nicht wundern wo sie eigentlich steckt. 
In diesem Band fand ich zwar weit weniger Klischees als im Ersten, allerdings waren die Dialoge teilweise wieder genauso lang. Zu lang, für meinen Geschmack. 
Die Geschichte ist spannend erzählt und es wird nie richtig langweilig. Dennoch konnte sie mich nicht komplett packen und mitreißen. 
Das Ende hat dann nochmal einiges rausgeholt und so warte ich nun gespannt auf den dritten Band, und wie es mit Emma und Gabriel weiter gehen wird.




"Schattentraum - Mitten im Zwielicht" kann mit dem ersten Band nicht ganz mithalten, ist aber dennoch lesenswert.




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