Samstag, 11. Juli 2015

[Rezension] Die Auswahl





Das System sagt wen du lieben sollt - aber was sagt dein Herz?

Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird - wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Oria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben. 
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen - das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?




Da ich sowohl positive als auch negative Kritik zu dem Buch gelesen hatte, bin ich mit nicht sehr hohen Erwartungen an die Geschichte heran gegangen. Dennoch war ich nach dem Buch irgendwie enttäuscht. 
Ally Condie hat eine unglaublich tolle dystopische Welt erschaffen, in der nichts dem Zufall überlassen wird. Nicht einmal der Tod. Auch das Wissen jedes Einzelnen ist beschränkt und man lernt nur, was man später aus beruflichen Gründen einmal benötigt. Diese Aspekte fand ich schockiert und faszinierend zu gleich und beim Lesen sehr interessant. 
Die Sprache des Romans hat mir dagegen leider nicht sonderlich gefallen. So wundervoll die Autorin ihre dystopische Welt beschreibt, so emotionslos sind ihre Charaktere. Egal ob Cassia nervös, aufgeregt oder traurig ist, sie wirkt immer teilnahmslos und bei mir kamen keine Emotionen rüber, was ich wirklich sehr schade finde. 
Auch die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky konnte mich leider nicht überzeugen. Da fand ich den Aufbau ihrer Welt sehr häufig interessanter, als das emotionslose Gelflirte der beiden. Die Liebe zwischen ihnen wirkte auf mich sehr erzwungen und unecht. Auch die versuchte Dreiecksbeziehung zwischen Cassia, Ky und Xander kam mir sehr aufgesetzt vor. Cassia's Liebe zu Ky ist streng verboten, Cassia hätte um ihn kämpfen müssen, die Beziehung hätte etwas Unerreichbares haben sollen, aber da fehlt leider komplett der Schwung. 


Der Auftakt konnte mich durch die schwache Lovestory und fehlende Emotionen leider nicht überzeugen und ich hoffe stark, dass die Folgebände mehr Spannung versprechen. Diese erste Band konnte mich leider nicht überzeugen und ist für mich nur durchschnittlich, obwohl großes Potenzial vorhanden gewesen wäre.





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