Montag, 13. Juli 2015

[Rezension] Die Novizin





Sonea wird als Novizin in die Gilde der Magier aufgenommen - ein Privileg, das sonst nur Adligen zuteil wird. Aber bald schon findet sie sich im Zentrum einer gefährlichen Verschwörung wieder: Akkarin, der Oberste Lord der Gilde, hütet ein düsteres Geheimnis, das Sonea vor eine schicksalhafte Wahl stellt...




Nachdem ich Band 1 regelrecht inhaliert habe, konnte ich es nicht abwarten endlich zu erfahren wie es mit Sonea in der Gilde weitergehen wird. 
Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen begleitet man Sonea und ihren neuen Alltag in der Gilde. Dieser Strang war für mich unglaublich fesselnd, denn ich fand es sehr interessant ihren Unterricht zu verfolgen und ihre Fortschritte mitzuerleben. 
Der zweite Handlungsstrang verfolgt Dannyl auf seinen Reisen. Diesen Abschnitt habe ich ab und an richtig gehasst. Er war ständig auf der Suche (nach was möchte ich hier nicht verraten) und diese wurde derart langatmig beschrieben, dass es irgendwann einfach nur noch langweilig war. Da hätte ich die Abschnitte manchmal am liebsten überblättert und gar nicht gelesen. 
Hoher Lord Akkarin lernt man nun etwas näher kennen, wobei seine Ziele zunächst im Verborgenen bleiben und man ihn nicht wirklich durchschauen kann. Seine Figur gefällt mir sehr gut und war ein klarer Pluspunkt für mich in diesem Band, da er neuen Schwung reinbringt. 
Sonea hat sich meiner Meinung nach in dieser Fortsetzung eher zurück- anstatt weiterentwickelt. Während sie im ersten Band selbst den höchsten Magiern trotzt und die Stirn bietet, lässt sie sich nun von ihren Klassenkameraden schikanieren und sich den Alltag in der Schule zur Hölle machen. Diese Entwicklung finde ich sehr schade und ich hoffe, dass sie im dritten Band wieder mehr Selbstvertrauen hat. 
Ebenfalls schade fand ich es, dass die Diebe, Soneas Freunde praktisch kaum noch vorkommen. Hier hätte ich gerne erfahren, wie es ihnen weiter ergeht und ob sie weiterhin mit Sonea befreundet sind oder nicht. 
Der Schreibstil von Trudi Canavan war erneut sehr bildhaft und detailliert, was ich an ihr so sehr liebe. Man versinkt komplett in einer anderen Welt und nimmt um sich herum nichts mehr wahr. Und genau das liebe ich am Lesen. 
Am Anfang des Buches findet man eine Karte der Stadt und der Gilde und am Ende gibt es noch einen Glossar, der die wichtigsten Personen und Begriffe noch einmal in Kürze erklärt. 



Dieser zweite Teil enthält zwar einige langatmige Passagen rum um Dannyl's Reisen, die allerdings durch den spannenden Alltag Sonea's und die mehr als interessanten Kämpfe in der Arena, wieder wett gemacht werden. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, der auch schon in den Startlöchern liegt.




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