Freitag, 3. Juli 2015

[Rezension] Die Wellenläufer




Ein magisches Beben erschüttert die Küsten der Karibik. In den Piratenhäfen werden Kinder mit einem besonderen Talent geboren: Sie können über Wasser gehen.

Vierzehn Jahre später glaubt Jolly, dass außer ihr keine Wellenläufer mehr leben. Bis sie Munk begegnet. Auch er geht auf dem Meer - und kann aus Muscheln einen uralten Zauber wirken. Beide erwartet ein finsteres Schicksal: Mitten im Atlantik dreht sich ein gewaltiger Mahlstrom, dessen Boten Verderben über die Inseln bringen - und Jagd auf die Wellenläufer machen. Nur Jolly und Munk können den Strudel zwischen den Wellen schließen. Aber der Weg dorthin ist lang, gefahrenvoll und wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen. 




"Die Wellenläufer" war mein erstes Buch von Kai Meyer und da er im Allgemeinen sehr beliebt ist, war ich daher auch sehr neugierig auf die Geschichte. Ich hatte mich wirklich darauf gefreut und konnte auch gut in die Geschichte einfinden. 
Kai Meyer hat einen sehr detailreichen, lebendigen Schreibstil, wodurch sich das Buch gut und leicht lesen lässt. Besonders gefällt mir wie er reale Orte und Gegebenheiten in eine Fantasy-Welt voller Magie einwebt. 
Doch trotz der interessanten Grundidee und dem wirklich wunderbaren Schreibstil konnte mich die Geschichte einfach nicht fesseln. Ich war nie sonderlich neugierig wie es weiter geht und das Buch konnte mich einfach nicht in seinen Bann ziehen. Warum weiß ich selber nicht so genau, denn auch die Charaktere sind toll ausgebaut und haben mir gut gefallen. 
Hauptfiguren sind Jolly und Munk, die nicht gegensätzlicher sein könnten, obwohl sie beide Quappen sind. Quappen, so werden die Menschen bezeichnet, die auf Wasser gehen könnten. Beide sind sehr jung, müssen jedoch lernen schnell erwachsen zu werden. Jolly ist bei Piraten aufgewachsen, mutig, schlagfertig und dazu auch noch ziemlich clever. Munk hingegen ist eher ruhiger, verschlossen und manchmal ein wenig ängstlich. Dennoch ergänzen die beiden sich wunderbar und geben zwei tolle Hauptfiguren für die Geschichte ab, die man gerne auf ihren Abenteuern begleitet. 
Aber auch die weiteren Charaktere, wie die Prinzessin oder der Geisterhändler sind toll ausgearbeitet und runden die Geschichte ab. 
Leider war mir die Geschichte stellenweise zu langatmig und ich musste mich regelrecht durch die Seiten quälen. Das Geschehen plätschert nur so vor sich hin und wirkliche Spannung kommt kaum auf, da man meist vorhersehen kann wie die Figuren als nächstes Handeln. Am Ende nahm die Geschichte dann allerdings nochmal an Fahrt auf und wurde tatsächlich spannend und fesselnd. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und es bleiben viele Fragen offen, die dann hoffentlich im zweiten Band beantwortet werden.


"Die Wellenläufer" eignet sich gut als leichte Lektüre für zwischendurch, wer aber auf Spannung und eine fesselnde Geschichte hofft die einen nicht mehr los lässt, sollte dieses Buch nicht lesen. 




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