Mittwoch, 19. August 2015

[Rezension] Der Himmel über Darjeeling



Cornwall, 1876: Nach dem Tod ihres Vaters Vollwaise, sieht sich die junge Helena Lawrence vor dem finanziellen Ruin stehen. Der geheimnisvoll Ian Neville, der wie aus dem Nichts in ihr Leben tritt, macht ihr ein Angebot: Er wird für ihr Auskommen sorgen - wenn sie ihn heiratet und auf seine Teeplantage im indischen Darjeeling begleitet. Zuerst widerwillig, sieht Helena schließlich keinen anderen Ausweg mehr, als mit ihm zu gehen. 



Nach dem Klappentext war ich voller Vorfreude auf das Buch und wollte es sofort haben. Die anfängliche Euphorie verflog leider ab der zweiten Hälfte des Buches und ab da konnte mich das Buch nur noch bedingt begeistern. 
Während der Plot selbst wirklich gut ist und auch die landschaftlichen Details einen bleibenden Eindruck hinterlassen, so hat mir bei der Liebesgeschichte zwischen Helena und Ian etwas gefehlt. 
Helena, hat zunächst gar keine andere Wahl als Ian zu heiraten, denn nur so entgeht sie ihrem finanziellen Ruin. Welche Gründe Ian hingegen für die Heirat hat, wurde mir das ganze Buch über nicht wirklich klar. Zudem ist die Beziehung der beiden sehr oberflächlich und es herrscht ein ständiges hin und her, was mich nach einiger Zeit dann stark genervt hat. Der Liebesgeschichte mangelt es deutlich an Tiefe und sie konnte mich daher nicht überzeugen.
Normalerweise finde ich historische Hintergründe immer spannend und interessant, aber hier haben sie mich mehrfach gestört, da sie an den falschen Stellen eingesetzt wurden. Man erfährt im Laufe der Geschichte u.a. einiges über indische Götter, was an sich recht interessant und spannend für mich ist. Jedoch hat es mich tierisch gestört, dass ich die Infos dazu mitten in einer Flucht bekommen habe. Dadurch wurde die gerade spannende Handlung unterbrochen und man wurde komplett aus dem Geschehen heraus gerissen und bekam erst mal Geschichtsunterricht, auf einer Flucht! Das hat so gar nicht zusammen gepasst. Da hätte ich manchmal gerne ein paar Seiten übersprungen. 
Auch das Ende kam mir zu kurz, wenngleich es in sich schlüssig und stimmig ist. 



"Der Himmel über Darjeeling" ist eine angenehme und leichte Lektüre, die jedoch durch zu viele Götter- und Sagengeschichten unterbrochen wird und somit für mich stellenweise an Spannung verloren hat. Dennoch hat mir das Buch ganz gut gefallen, aber noch einmal lesen werde ich es wohl nicht.




Kommentare:

  1. Von dem Buch habe ich noch nie etwas gehört, aber ich finde, es klingt ziemlich interessant. :)

    Übrigens habe ich dich zum "10 Fragen Buch-TAG" getaggt! Ich würde mich freuen, wenn du mitmachst.
    Hier geht es zu meinem Beitrag: http://potpourrioftulips.blogspot.de/2015/08/10-Fragen-Buch-TAG.html

    Liebste Grüße!
    Tulip x

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    1. Hey,

      danke fürs taggen. Da mache ich sehr gerne mit!!

      LG
      Bettina

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