Donnerstag, 13. August 2015

[Rezension] Die Mechanik des Herzens




Edinburgh, 1874. Die Alten fragen sich, ob dies die kälteste Nacht sei, die die Welt je erlebt hat. In dieser eisigen Finsternis wird Jack geboren - mit einem Herz das einfach nicht schlagen will. Die alte Hebamme Dr. Madeleine setzt ihm ein mechanisches Herz in Form einer Kuckucksuhr ein. Um zu überleben, muss Jack fortan jeden Tag aufgezogen werden und heftige Emotionen vermeiden. Vor allem darf er sich niemals, absolut niemals verlieben. Doch dann trifft Jack die bezaubernde Tänzerin Acaia...




Ich muss sagen, ein Buch wie dieses habe ich noch nie zuvor gelesen. Es ist melancholisch, romantisch, magisch, aber auch tragisch zu gleich. Die Hauptfigur Jack hat mich ein wenig an den kleinen Prinzen erinnert, wobei die beiden Bücher sich inhaltlich überhaupt nicht ähneln. Aber irgendwie haben beide ein sehr ruhiges, naives und zugleich herzerwärmendes Wesen, wie ich es sonst noch bei keiner Figur erlebt habe.
Jack ist anders als andere, denn er hat kein normales Herz, sondern ein Kuckucksuhrenherz. Deswegen wird er sehr oft von anderen Jungen gehänselt und auch adoptieren wollte ihn niemand. Er ist sehr unsicher und alleine und versucht dennoch seinen Platz im Leben zu finden. Jack ist ein ganz besonderer Charakter und es war einzigartig ihn auf seinem Weg  zu begleiten. 
Aber auch die anderen Charaktere sind alles sehr liebevoll und zauberhaft gezeichnet und nicht ein einziger wird vernachlässigt. 
Der Schreibstil ist hier etwas ganz besonderes und hat mich richtig gepackt. Die Welt gleicht der unseren und doch wird sie durch die poetischen Beschreibungen des Autors zu einer fantastischen Welt, die sich doch sehr von unserer unterscheidet. Sätze wie "Die Springbrunnen gefrieren zu Blumensträussen aus Eis.", lassen einen die Welt des kleinen Jack mit ganz anderen Augen sehen und man ist fasziniert, wie er sie erlebt und begreift.
Welchen Lauf die Geschichte nimmt, kann man nur erahnen und immer wieder wird man durch plötzliche Wendungen überrascht. Teilweise wusste ich nicht recht genau worauf der Autor hinaus wollte, aber mit dem Verlauf und auch dem Ende der Geschichte konnte mich er mich schlussendlich doch überzeugen. 



"Die Mechanik des Herzens" ist ein etwas anderer Roman als mein erwarten mag, allerdings hat er mich von der ersten Seite an gepackt und bis zur letzten nicht mehr losgelassen. Mathias Malzieus hat mit seinem außergewöhnlichem und berührendem Schreibstil die Wohl schönste Metapher der Welt erschaffen und die Tragik der Liebe auf wundervolle Weise in Worte gekleidet. Diese Geschichte hat mich sehr berührt und ich wünsche allen, die diese Geschichte noch lesen, dass auch sie den Zauber dieser Geschichte spüren werden.







Kommentare:

  1. Hey

    Mir hat das Buch genauso gut gefallen!

    Liebe Grüße
    Skylar von skylars-books.blogspot.de

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  2. Hallo Bettina,

    ich kann dir nur zustimmen, denn auch mich hat die Geschichte verzaubert. Ich freue mich schon auf den nächsten Band vom mathias Malzieu ;)

    LG,
    Alex

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