Sonntag, 16. August 2015

[Rezension] Sturz ins Glück




Adelaide Proctor träumt von der großen Liebe. Doch als sie bei der Jagd nach einem Ehemann jämmerlich auf die Nase fällt, beschließt sie ihre romantischen Jungmädchenträume hinter sich zu lassen. 

Kurzerhand bewirbt sie sich um eine Stelle als Gouvernante auf einer Schaffarm in Texas.

Gideon Westcott hat sein privilegiertes Leben in England aufgegeben, weil er davon träumte, sich einen namen in der amerikanischen Wollindustrie zu machen. Niemals hätte er gedacht, dass er eines Tages allein mit einem Kind dastehen könnte. och dazu mit einem, das seit dem Tod seiner Mutter kein Wort spricht. Die unkonventionelle Art seiner neuen Gouvernante sieht er zugleich mit Besorgnis und mit Faszination. Aber wenn er sich eines nicht leisten kann, dann ist das Ablenkung. Egal, wie reizvoll sie auch sein mag...



Auch dieses Buch von Karen Witemeyer, mit dem sie einen in das ferne Texas entführt, konnte mich wieder vollkommen überzeugen. 
Wie typisch für die Autorin spielt auch in dieser Geschichte der Glauben keine unwichtige Rolle. Doch obwohl er die ganze Zeit eine wichtige Rolle einnimmt, kann man das Buch auch gut lesen, wenn man nicht gläubig ist oder mit dem Thema an sich nichts am Hut hat. 
Mit Adelaine hat Karen Witemeyer eine lebhafte, gefühlvolle Protagonistin geschaffen, die man einfach mögen muss. Sehr schnell gelingt ihr, was bislang keinem gelingen wollte. Sie dringt zu dem kleinen Mädchen durch und zaubert ihr mehr als nur einmal ein Lächeln auf die Lippen. Besonders diese Momente haben mich immer wieder sehr berührt. 
Aber auch Gideon ist eine sehr sympathische Figur. Für ihn ist Adelaine ein wahrer Glücksfall und man spürt recht schnell das unsichtbare Band zwischen den beiden, das stärker und stärker zu werden scheint. 
Man erlebt die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Gideon und Adelaine, wobei hier auf einen Ich-Erzähler verzichtet wurde. Das empfand ich als sehr passend und schön, da es sehr selten so umgesetzt wird und dann auch noch so gut. Die Kapitel selbst sind eher kurz gehalten und knüpfen meist direkt aneinander an. 
Die Geschichte entwickelt sich an manchen Stellen recht klischeehaft und dadurch vorhersehbar, das hat hier meine Lesefreude aber nicht getrübt. Wer Lust auf leichte Lektüre hat bei der nicht immer alles spannend bis in die letzte Seite sein muss, für den ist diese Geschichte auf jeden Fall das Richtige.

Der christlich angehauchte Liebesroman überzeugt durch eine leidenschaftliche und gefühlvolle Liebesgeschichte, mit bezaubernden Charakteren vor einer wunderschönen Kulisse. Die Geschichte ist ein wahres Schmuckstück und beschert einige schöne Lesestunden.



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