Mittwoch, 23. September 2015

[Rezension] Das Hexenmädchen






Der Berliner Kommissar Nils Trojan und sein Team geraten in einen wahren Alptraum, als sie fieberhaft im Fall eines neuen Serientäters ermitteln. Drei Opfer wurden kurz nacheinander tot in ihren Wohnungen aufgefunden, auf ebenso groteske wie grausame Weise ermordet - und mit jeder Stunde, die vergeht, muss Trojan fürchten, an einen weiteren Schauplatz gerufen zu werden. Dann sind plötzlich zwei kleine Mädchen unauffindbar, und Trojan wird das Gefühl nicht los, dass ein Zusammenhang zwischen den Fällen besteht. Denn beide sprachen kurz vor ihrem Verschwinden von einer >>Hexe<<, die sin in Angst und Schrecken versetzte. Und warum musste Trojan beim Anblick der Toten unwillkürlich an ein bekanntes Kindermärchen denken?



Zunächst begann das Buch recht vielversprechend und ich war richtig gefesselt von den verschiedenen Handlungssträngen in die man hineingeworfen wird. Leider nahm die Spannung immer mehr ab und die verschiedenen Stränge wurden zusehends verwirrender und unübersichtlicher. Es waren irgendwann einfach zu viele und es ist auch zu viel in den einzelnen passiert, wodurch mir persönlich ein roter Faden gefehlt hat. 
Genauso ging es mir mit den Charakteren. Es waren viel zu viele Figuren und ziemlich allen hat ein Charakter gefehlt. Sie wirkten lieblos gestaltet, als hätte Max Bentow, sie sich mal eben in zwei Minuten ausgedacht, einfach weil noch irgendwas gefehlt hat. Dadurch konnte ich mich zu niemandem verbunden fühlen und mir meist nicht mal merken, wer nun eigentlich wer ist. 
Der Geschichte selbst fehlt es auch an Tiefe. Alles ist schwammig und oberflächlich behandelt, sei es nun die Beziehung von Trojan zu seiner Tochter oder aber zu seiner Freundin. Auch die sich wiederholende Werbung zu den beiden Vorbänden hat mich sehr gestört und irgendwann nur noch genervt. 
Zum Ende hin, habe ich dann auch einige Seiten übersprungen weil es mir einfach immer weniger gefallen hat und ich das Buch nur noch beendet haben wollte.



Eine tolle Grundidee, die leider sehr schlecht umgesetzt wurde und dadurch nicht überzeugen konnte. Es fehlte an Spannung und Tiefe und die Charaktere waren mir einfach zu lieblos gestaltet. Ich hatte deutlich mehr erwartet. 



Kommentare:

  1. Hey Bettina, oh je nur zwei Herzen? Ich möchte das Buch auch noch lesen! Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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    1. Hi,

      ja leider nur 2 Herzen. Mir tut es selber weh so wenig Punkte zu verteilen, aber mehr ging wirklich nicht. Die Geschichte war nicht gut umgesetzt, die Charaktere flach und Spannung Fehlanzeige. Alles was einen guten Thriller ausmacht war ungenügend oder hat komplett gefehlt.

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