Freitag, 11. September 2015

[Rezension] Mädchenfänger





Die dreizehnjährige Lainey kann es kaum fassen: Der gut aussehende Zach, den sie beim Chatten kennengelernt hat, steht auf sie. Und er wil sie treffen! Sie verabreden ein Date. 
Als Lainey von der Schule nicht heimkehrt, zieht man einen Spezialisten zurate: FBI-Agent Bobby Dees. Alle Spuren führen ins Nichts. Bis ein Gemälde auftaucht. Es zeigt eine gefesselte junge Frau - und das, was ihr bevorsteht. 
Die Zeit wird knapp. Und Bobby kommt ein furchtbarer Verdacht: Was, wenn der Mörder mehrere Opfer in seiner Gewalt hat? Mädchen, die keiner mehr vermisst?



In diesem Buch geht es um ein heutzutage sehr trauriges, erschütterndes aber zugleich auch sehr aktuelles Thema: Die Gefahren im Internet, sowie Kindesentführung. Man erlebt hautnah wie stark Kinder dem Internet schutzlos ausgeliefert sind und welche große Gefahren es birgt. Oft fühlte ich mich auch daran erinnert, was ich selbst alles im Internet mache und worüber man sich oft zu wenig Gedanken macht. 
Der Schreibstil ist einfach und verständlich und daher gut zu lesen. 
Die Charaktere haben mir insgesamt sehr gut gefallen und sie waren entsprechend ihrer Rolle sehr gut gezeichnet. Jedoch hat mich die tragische Familiengeschichte von Bobby zeitweise etwas genervt, da sie einfach to much war. 
Durch die Mischung aus der privaten Lebensgeschichte von Bobby und den Ermittlungen ist es der Autorin gelungen, die Spannung konstant aufrecht zu erhalten. 
Leider gibt es auch einen Kritikpunkt, denn leider geht Jilliane Hoffmann nicht näher auf die Motive des Täters ein. Ein Motiv wird nicht näher erläutert, sondern das Thema nur oberflächlich angekratzt. Hier hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, um einige Handlungen des Täters besser nachvollziehen zu können. 



Ein etwas zu kitschiger Schluss trübte meine Lesefreude, aber im Großen und Ganzen konnte mich "Mädchenfänger" dennoch gut unterhalten. 



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