Montag, 12. Oktober 2015

[Rezension] Das falsche Herz des Meeres






Wangerooge 1854: Die 14-jährige Leevke wird auf einem arabischen Handelsschiff von Piraten entführ. Doch der junge Kapitän Hanrib el Aniil erobert sein Schiff und bringt Leevke in einem Palast in Marokko unter. Umgeben von unermesslichem Luxus hat sie nur ein Ziel: ihrem goldenen Käfig zu entkommen! Als Hanrib sein Versprechen, für ihre Heimkerh zu sorgen, nicht hält, flieht Leevke - und eine abenteuerliche Reise quer durch Afrika und Europa beginnt. Doch Hanrib folgt ihr wie ein Schatten...




Das Cover ist mir beim Stöbern sofort ins Auge gefallen und gefällt mir ausgesprochen gut. Auch der Klappentext hat mich direkt angesprochen und so musste das Buch kurzerhand bei mir einziehen ;)
Der Schreibstil von Hilke Rosenboom ist leicht verständlich und das Buch lässt sich sehr gut lesen, wodurch ich schnell in die Geschichte hinein gefunden habe. Besonders die Beschreibungen zu Marroko's Landschaft aber auch die Paläste sind sehr eindrucksvoll und farbig aber auch detailreich, weshalb ich sofort in diese fremde Welt eingetaucht bin. 
Leevke stellt die Hauptfigur des Romans dar und nimmt somit den größten Platz ein. Leider jedoch wurde ich mit ihr überhaupt nicht warm, im Gegenteil sie hat mich irgendwann nur noch genervt. Egal ob es um Schneiderei oder das Segeln geht, immer weiß sie alles besser oder kann alles besser als Männer die bald mehr wie doppelt so alt wie sie sind und daher viel mehr Erfahrung haben sollten. Immerhin ist Leevke gerade mal 14 Jahre alt. Zudem konnte sie nichts erschüttern und kein Schicksalsschlag hat sie mitgenommen oder belastet. Das konnte ich Leevke nicht abnehmen, denn kein 14-jähriges Mädchen würde sich so Verhalten. So wurde sie für mich zu einer recht unrealistischen Person, die ich nicht gut leiden kann. 
Auch ihre beste Freundin Johanna war nicht besser. Ihr Verhalten ist ebenfalls sehr unlogisch und unwirklich. Sehr oft hätte ich sie gerne einfach gepackt und mal durchgeschüttelt, wie Leevke das mit ihr aushalten konnte ist mir ein Rätsel. 
Die Liebesgeschichte selbst kam mir etwas zu kurz, allerdings kann man darüber hinweg sehen, da Leevke zu Beginn der Geschichte noch 14 Jahre jung ist. Dennoch hätte ich mir hier gerne mehr Tiefe gewünscht. 




"Das falsche Herz des Meeres" ist eine bezaubernde Geschichte, die in das ferne Marokko einlädt und eine eindrucksvolle Kulisse bietet. Die Story lässt sich gut lesen, allerdings hätte ich mir mehr Spannung gewünscht. Dennoch ein sehr gelungenes Werk, dass ich durchaus weiter empfehlen kann!



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