Freitag, 2. Oktober 2015

[Rezension] Stadt der verschwundenen Köche






Carl Juniper ist Koch auf einem Luxusdampfer und trinkt sich durch die Hafenkneipen aller Kontinente. Bis er Schiffbruch erleidet und in einer seltsam fremden, düsteren Welt erwacht, in der die Lebensfreude wie ausgelöscht ist. Man ernährt sich von Pillen, denn anderes Essen, und damit das Kochen, ist streng verboten. 
Nur in geheimen Küchen gehen Köche ihrem gefährlichen Handwerk nach. Carl wird einer von ihnen. Im Untergrund findet er Freundschaft und seine große Liebe - und droht bald alles zu verlieren. 



Wow, also der Klappentext hat mich sooo begeistert damals als ich ihn gelesen habe. Das ist wirklich mal eine Thematik, die ich noch nirgends sonst gesehen habe und ich war umso gespannter auf das Buch. Ich fand es unglaublich spannend, dass Kochen verboten sein soll, denn das ist wirklich etwas ganz neues und hat meiner Meinung nach viel Potenzial. Eigentlich. 
Anfangs bin ich wirklich gut in die Geschichte hinein gekommen, die man aus der Sicht von Carl erlebt. Er landet nun in dieser seltsamen und kalten Welt und nach und nach erkundet man diese mit ihm und lernt sie immer ein Stück mehr kennen. Bis dahin konnte mich das Buch wirklich begeistern und ich hab es nicht aus der Hand legen können. 
Dann allerdings wird das Buch immer schwächer und schwächer und ich konnte mich nicht mehr daran freuen, sondern musste mich teilweise sehr durch die Seiten quälen. 
Die Geschichte wirkt zunehmend konstruierter und unrealistisch, wodurch sämtliche Spannung für mich verloren war. 
Auch die Figuren wirkten recht platt und simpel auf mich und ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Alles lief viel zu perfekt und glatt und die Geschichte lebt quasi von diversen Zufällen, die ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nur noch nerven. 
Ich finde es wirklich schade, dass die Geschichte so platt verläuft denn ich habe mich wirklich auf etwas neues und spannendes gefreut, aber das war dann ja leider doch nicht der Fall. Zum Schluss blieben auch noch sehr viele Fragen ungeklärt und offen und ich wäre schwer enttäuscht wenn es keinen zweiten Band gebe, in dem diese Aufklärung finden. 



Eine tolle Grundidee bei der es leider an der Umsetzung etwas hapert. Dennoch kann man das Buch recht gut lesen und wer an der Thematik interessiert ist und nicht zu viel erwartet könnte seine Freude an dem Buch haben. 



1 Kommentar:

  1. Der Plot ist ja genial! :-D Schade, dass dich das Buch nicht gänzlich überzeugen konnte.

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