Sonntag, 29. November 2015

[Rezension] Ugly - Verlier nicht dein Gesicht






Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die Schönheitsoperation an, die für alle in diesem Alter vorgesehen ist. Endlich wird sie sich von einer abstoßenden Ugly in eine attraktive Pretty verwandeln und in New Pretty Town leben, wo sie sich um nichts mehr kümmern muss - außer darum, möglichst viel Spaß zu haben. 
Doch Tallys Freundin Shay sträubt sich gegen die Opertation. Sie will nicht, dass andere bestimmen, wie sie aussieht - oder wie sie ihr Leben führt. Als Shay deswegen aus der Stadt flüchtet, lernt Tally eine neue Seite der heilen Pretty-Welt kennen, und die ist nicht besonders schön! Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl...



Ugly stellt den Auftakt dieser dystopischen Reihe dar, der aus vier Bänden besteht. Hier möchte ich allerdings noch erwähnen, dass der vierte Band eher einen Ableger darstellt und nicht zur eigentlichen Reihe dazu zählt. In "Ugly" lernen wir nach und nach eine Welt kennen, bei der ich mich immer wieder gefragt habe, ob sich unsere Gesellschaft womöglich auch einmal in eine ähnliche Richtung entwickeln wird. 
Begeistert haben mich in diesem Band aber nicht nur die dystopische Welt, sondern vor allem die Charaktere. Sie alle sind sehr facettenreich und auch abwechslungsreich gestaltet und es hat mir viel Freude gemacht mehr über die einzelnen Figuren und ihr Leben zu erfahren. 
Besonders interessant war für mich Tally, die unbedingt eine Pretty werden möchte und sich nichts mehr wünscht als endlich hübsch zu sein. Während der Geschichte entwickelt sich Tally sehr spannend weiter und stellt ihre heile Welt mehr und mehr in Frage und versucht mehr über die verschiedensten Hintergründe heraus zu finden. Nach und nach blickt sie so hinter die perfekte Fassade ihrer "heilen" Welt. 
Shay hat mir ebenfalls von Anfang an sehr gut gefallen und ich empfand es sehr faszinierend, dass sie so ganz anders ist als Tally und sich nicht in bestimmte Gesellschaftsvorstellungen hinein zwängen lässt, sondern eben ihren eigenen Kopf und ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche hat. Sie ist wirklich mutig und kämpft für ihre Ziele und gibt einfach alles. Leider habe ich aber im Verlauf der Geschichte mehr und mehr den Bezug zu ihr verloren. Woran das genau liegt kann ich aber ganz ehrlich gar nicht sagen. 
Der Schluss des ersten Bandes lässt einige Fragen offen und endet zudem an einer sehr spannenden Stelle, weshalb ich nun sehr neugierig auf den zweiten Band "Pretty" bin. 



"Ugly" ist ein wirklich lesenswerter Auftakt dieser dystopischen Reihe und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände. Als Dystopie-Fan muss ich hier unbedingt die volle Punktzahl geben und kann diese Geschichte allen Fans dieses Genre nur wärmstens empfehlen!! 




1 Kommentar:

  1. Hallo Bettina,

    also, ich glaube, das ist mal wieder eine Reihe für mich. Klingt gut!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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