Donnerstag, 30. April 2015

[Rezension] Der kleine Hobbit





Eines Abends bekommt der Hobbit Bilbo Beutlin unerwarteten Besuch. Danach ist nicht nur seine Speisekammer leer, sondern sein ganzes Leben nimmt eine dramatische Wendung: Gemeinsam mit dem Zauberer Gandalf und dreizehn Zwergen begibt er sich auf eine gefährliche Reise quer durch Mittelerde, um einen vor langer Zeit geraubten Schatz zurück zu gewinnen...




Die Geschichte aus "Der kleine Hobbit" hatte ich zunächst als Film gesehen, aber das Buch noch nicht gekannt. Normalerweise mag ich es lieber erst das Buch zu kennen, aber dieses Mal hat das leider nicht geklappt. Obwohl ich die Geschichte also schon kannte war ich doch recht neugierig auf das Buch, da ich wissen wollte wie sehr sich die Filme an das Original halten.
Den Autor J.R.R. Tolkien kenne ich bereits aus seinen "Herr der Ringe"-Büchern und war damals leider sehr enttäuscht. Umso überraschter war ich, dass mir bei diesem Buch der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Er ist sehr bildlich, lebhaft und leicht und daher angenehm zu lesen. 
Hauptfigur der Geschichte ist der Hobbit Bilbo Beutlin. Bereits auf den ersten Seiten hat er mich zum Schmunzeln gebracht und ich habe ihn sofort lieb gewonnen. Typisch für Hobbits, muss auch für ihn alles seine Ordnung haben und er möchte nicht aus der Reihe tanzen. Dennoch wird man das ein ums andere Mal in der Geschichte durch seinen Mut und seine Taten überrascht, denn in dem kleinen Kerl steckt mehr als man zunächst glaubt. Grund für die abenteuerliche Reise unseres kleinen Hobbits ist Gandalf. 
Gandalf kennt man bereits aus "Herr der Ringe" und so war ich umso begeisterter ihm hier wieder zu begegnen. Der alte Zauberer ist immer wie für einen Scherz gut, aber in ernsten Situation auch sofort mit Rat und Tat zur Stelle und hilft seinen Freunden wo er nur kann. Für mich ist er einer der besten Charaktere aus ganz Mittelerde. 
Neben Bilbo und Gandalf nehmen auch noch dreizehn Zwerge an der abenteuerlichen Reise quer durch Mittelerde teil. Jeder einzelne Zwerg ist etwas ganz besonderes und sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Alle Charaktere sind authentisch beschrieben und man erfährt viele Details, die besonders für die Fans von "Herr der Ringe" interessant sein können. 
Die Spannung innerhalb der Geschichte wird die ganze Zeit über aufrecht erhalten und so ist es nie langweilig. Ich kannte den Inhalt ja bereits durch die Filme und dennoch habe ich das Buch kaum aus der Hand legen können und fühlte mich das ganze Buch über gut unterhalten. 
Auch gut gefallen haben mir die Landkarten von Mittelerde am Anfang und Ende des Buches. So kann man den Weg von Bilbo, Gandalf und den Zwergen mitverfolgen und sich auch ein genaueres Bild von einzelnen Stationen ihrer Reise, wie z.b. dem Düsterwald, machen.
Desweiteren werden sämtliche Lieder der Zwerge, aber auch der Elben komplett und ausführlich geschrieben. Das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, da diese einfach dazu gehören und ohne sie etwas gefehlt hätte. 



"Der kleine Hobbit" ist nicht nur ein Buch für Fans von "Herr der Ringe". Auch alle anderen Liebhaber dieses Genre werden bei dieser Geschichte einen wahren Lesehochgenuss erleben und für mich stellt dieses Buch ein klares must have!! dar. 





Montag, 27. April 2015

Gemeinsam Lesen



"Gemeinsam Lesen" ist eine  Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher und Weltenwanderer weitergeführt wird.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?  

Ich lese derzeit "Die Säulen der Erde" von Ken Follet und bin auf Seite 208/1296.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

In diesem Augenblick schob die Frau ihren Umhang hoch und legte ihr Hand an den Griff eines Dolches von beachtlicher Länge, der in ihrem Gürtel steckte.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Ich habe die Säulen der Erde schon mal gelesen, aber liebe dieses Buch so sehr, dass ich es nochmal lesen wollte. 
Die Geschichte ist durchweg spannend und das Buch wird trotz seiner Länge nie langatmig oder langweilig. 

4. Wie steht ihr zu Seiten in denen Blogger Rezensionsexemplare anfragen können. Seid ihr selber auf solchen Seiten angemeldet? (bloggdeinbuch, Das Bloggerportal von Randomhouse etc)

Ich bin erst seit kurzem beim Bloggerportal angemeldet und kann daher noch nicht so viel speziell dazu sagen. Aber bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Es gibt ja auch viele andere Portale oder Seiten, bei denen man Bücher anfragen kann oder durch gemeinsame Leserunden Bücher erhält. 
Ich finde diese Seiten super, denn es nützt beiden Seiten dem Autor bzw. Verlag aber auch den Bloggern. Jedem ist damit geholfen. Denn nicht jeder Blogger kann es sich beispielsweise leisten jeden Monat 4-6 neue Bücher zu kaufen. 
Den Autoren/Verlägen ist wiederum natürlich die Meinung der Leser wichtig und wäre könnte ihnen nicht besser helfen als wir Blogger?
Leider gibt es auch manche die, die Ansicht vertreten, dass man sich auf solchen Portalen Bücher erbettelt. Das sehe ich überhaupt nicht so. Natürlich sollte man es nicht übertreiben mit dem Anfordern von Büchern. 
Ebenso ist es wichtig eine ehrliche, aber auch sachliche Rezension zu verfassen. Keinem ist geholfen, wenn man immer 5 Sterne vergibt, nur um weitere Bücher erhalten zu können.


Montagsfrage




Habt ihr schon einmal Bücher aus dem Ausland bestellt?


Nein noch gar nicht. Ich lese Bücher eigentlich nur ungern auf Englisch, da ich dann oft viele Wörter nachschlagen muss und mir das zu mühselig ist. 
Kann durchaus sein, dass ich irgendwann mal auch aus dem Ausland bestelle, aber im Moment ist nichts in der Hinsicht geplant.


Wie sieht es mit euch aus? Bestellt ihr ab und an im Ausland eure Bücher?


Liebe Grüße
eure

Freitag, 24. April 2015

[Rezension] MÉTO - Das Haus




64 Jungen leben im Haus hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, woher sie kommen, und sie wissen nicht, wohin sie verschleppt werden, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist. Fragen dürfen sie keine stellen tun sie es doch, werden sie von Männern, die sie rund um die Uhr bewachen, brutal bestraft. Als sich einer der Jungen nicht länger seinem Schicksal beugen will und Widerstand leistet, bekommt er die ganze Härte des Systems zu spüren, in dem er gefangen ist. Doch andere eifern ihm nach und erheben sich wie er gegen Gewalt und Willkür, um die Macht des Hauses zu stürzen. Es ist der Beginn eines gefährlichen Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist der Kampf des jungen MÉTO.




"Das Haus" stellt den Auftakt der MÉTO-Trilogie von Yves Grevet dar. Dem Autor gelingt es von Beginn an die düstere und auch bedrückende Stimmung des Hauses, dem Leser überzeugend darzustellen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kann das Buch gut in einem Rutsch lesen. Die Spannung wird die ganze Zeit über aufrecht gehalten und auch das offene Ende macht neugierig auf mehr. 
Mit dem Haus hat der Autor sich ein ausgeklügeltes System ausgedacht und ich bin sehr begeistert. Der Tagesablauf der 64 Jungen, aber auch die Regeln und das Haus und seine Örtlichkeiten selbst, werden sehr detailliert beschrieben. Zudem sind die Jungen in vier Gruppen unterteilt, die jeweils mit einer Farbe betitelt sind. 
Méto gehört zu den Roten und damit ältesten Jungen des Hauses. Wie alle anderen auch ist sein Tagesablauf bestimmt von vielen Regeln und Vorschriften. Wer diese nicht einhält wird bestraft und das ohne Gnade. Überwacht werden die Kinder von den sogenannten Cäsaren. Leider bleiben die Motive der Cäsaren im Dunkeln und auch sonst erfährt man nur sehr wenig über sie. Ebenso erging es mir mit den anderen Figuren, wie z.b. Métos Freunden. Auch sie werden eher oberflächlich dargestellt und blass beschrieben.
Da Méto mehr und mehr an dem ganzen System zweifelt begibt er sich auf die Suche Antworten für seine Fragen zu finden. Je mehr er heraus findet, desto mehr versteht auch der Leser und bekommt einen immer größeren Einblick in das System. Dies hat Yves Grevet sehr gut umgesetzt, denn es war immer spannend und ich habe pausenlos mit Méto mitgefiebert. 
Zum Schluss möchte ich noch kurz auf das Cover eingehen. Ich muss gestehen, hätte ich das Buch nicht im Rahmen des NOX-Buchstapler-Wettbewerbs gewonnen, so hätte ich es wohl nicht gelesen. Ich finde das Cover nicht wirklich ansprechend, da die Comicfiguren meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Inhalt passen und schlecht gewählt sind. Mich schreckt das Cover alleine eher ab, als das es mich anspricht.
Zum Glück habe ich also, das Buch gewonnen, denn sonst wäre mir wirklich eine wundervolle Geschichte entgangen.



"MÈTO - Das Haus" ist auf jeden Fall empfehlenswert, denn wenn man das Buch einmal angefangen hat hört man es nicht mehr so schnell auf. 




Donnerstag, 23. April 2015

Top Ten Thursday


Heute hat die liebe Steffi folgende Aufgabe für uns:


Die 10 besten Self-Publisher



Bei mir ist es diese Woche nur eine Top 7 geworden, da ich leider nicht mehr Bücher in meinem Regal gefunden habe. 

Schon gelesen:



Möchte ich noch lesen:



Und wie sieht es bei euch aus? Kennt ihr bereits Bücher aus meiner Auswahl? Und was sind eure Favoriten?

Mittwoch, 22. April 2015

Aktion Lovely Selfie



Bestimmt habt ihr schon von der Lovely Selfie Aktion gehört, die derzeit bei "Blog dein Buch" stattfindet. Hier könnt ihr euch für euren liebsten Selfpublisher 2015 bewerben. 

Mit dieser Aktion könnt ihr zum einen dem Autor/der Autorin helfen, da er/sie eine kostenlose Promotion bekommt falls sein/ihr Buch gewinnt. Aber nicht nur das. Falls ihr euch für den Siegertitel beworben habt, könnt ihr zu dem noch ein wundervolles Buchpaket gewinnen. Ihr habt noch nicht teilgenommen? Dann aber schnell :)

Ich habe nun selbst auch teilgenommen und mich für das Buch "Zähmung - Das Vermächtnis der Wölfe" entschieden. Das Cover des Buches hat es mir sofort angetan und auch die Geschichte klingt sehr interessant und genau nach meinem Geschmack. Der hölzerne Hintergrund mit dem eingravierten Wolf und den blauen farblichen Akzenten. Einfach wundervoll und ich liebe es!!


Klappentext:

verschleppt - gefoltert - verloren
...findet Sina sich in einer fremden, von erbitterten Kriegen und Leid gezeichneten Welt. Nach ihrer Befreiung aus dem Gefängnis der Unterdrücker entdeckt sie Kräfte in sich, die nicht nur ihr eigenes Leben verändern sollen. Doch die Tyrannin Zayda macht erbarmungslos Jagd auf sie. 
Als Sina endlich die Gründe für ihre Lage erfährt, ist sie bereits in Geschehnisse verwickelt, die ihr Schicksal und das der magischen Dimension Tyarul bald durch ausweglos scheinende Prüfungen zerren werden.
Zähmung. Der Debütroman von Farina de Waard und Auftakt zur Buchreihe "Das Vermächtnis der Wölfe".



Für mich klingt der Klappentext unheimlich spannend und ich liebe Buchreihen. 
Ihr könnt selbst auch für eines der Bücher abstimmen, geht einfach auf Blogg dein Buch und wählt euren Favoriten aus. 

Oder habt ihr euch vielleicht schon beworben? Wenn ja welcher Titel ist euer Favorit und warum? Ich bin gespannt auf eure Antworten :)


Liebe Grüße
eure

[Rezension] Kurz bevor das Glück beginnt






Schon lange glaubt Julie nicht mehr an Märchen. Durch einen Zufall lernt die allein erziehende Mutter eines Tages jedoch Paul kennen, der sie und ihren 3-jährigen Sohn großzügig in sein Haus am Meer einlädt. Julie erlebt ein paar intensive Tage, die ihr neue Zuversicht schenken. Doch dann wir ihr unverhofftes Glück erneut auf eine harte Probe gestellt. 



"Kurz bevor das Glück beginnt" ist ein wunderbar geschriebenes Buch, dass mir wirklich unter die Haut ging und mich sehr berührt hat. 
Die Geschichte handelt von Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Schmerz und Zuversicht. Dabei ist es Autorin Agnès Ledig gelungen dem Buch die Schwere zu nehmen, in dem sie immer wieder humorvolle Alltagssituationen mit einfließen lässt. 
Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt und trotz seiner Leichtigkeit zum Nachdenken anregt. 
Hauptfigur der Geschichte ist Julie. Sie ist Anfang 20, allein erziehende Mutter ihres 3-jährigen Sohnes und hat zudem noch einen Job als Kassiererin in einem Supermarkt. Als wäre ihr Alltag und ihre Geldsorgen nicht schon schwer genug, hat sie auch noch einen Chef, der keine Gelegenheit auslässt ihr das Leben zur Hölle machen. Ihr Sohn Lulu ist ihr ganzes Glück und für ihn hat sie nicht nur auf ein Studium verzichtet, sondern dreht auch jeden Cent zweimal um und verzichtet wirklich auf vieles für ihn. Hier wird wirklich toll beschrieben, wie groß Mutterliebe ist und wie viel sie bedeutet.
Da kommt auch schon Paul ins Spiel. Paul ist 51 Jahre alt und wurde vor kurzem nach 30 Jahren Ehe von seiner Frau verlassen. So muss er nun selbst einkaufen gehen und trifft dabei auf die Julie, die ihm irgendwie leid tut, so traurig wie sie ist. Kurz entschlossen lädt er sie in ihrer Mittagspause zum Essen ein. Dort überredet er sie, ihn und seinen Sohn zum Urlaub am Meer zu begleiten. Ich fand es toll wie sehr er sich um Julie und ihren Sohn kümmert und ihnen zu ein paar schönen Tagen verhilft.
Pauls Sohn Jerome stellt die dritte Hauptfigur dar und er ist zunächst alles andere von Julie und ihrem Sohn begeistert. Seine Frau beging vor kurzem Selbstmord und so leidet er stark an Depressionen. Jerome war mir zunächst nicht so wirklich sympatisch, was wohl an seiner mürrischen Art lag. Im Laufe des Buches zeigt sich aber, dass hinter der harten Schale auch ein weicher Kern steckt und so wurde er mir dann doch noch sympatischer.
Das Buch liest sich sehr gut und die Handlung hat mich wirklich sehr berührt. Besonders gefallen haben mir auch die Weisheiten, welche die Autorin mehrfach erwähnt und die zum Nachdenken anregen sollen. So z.b. auf Seite 197/198 "Wunder kommen zu denen, die an sie glauben". Ein Großteil des Buches beschäftigt sich mit dem Thema Glück und der Leser wird dazu angeregt, darüber nachzudenken was Glück bedeutet und was im Leben wirklich zählt. 
"Kurz bevor das Glück beginnt" ist ein herzzerreißender, emotionaler und rührender Roman, bei dem kein Auge trocken bleibt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass bei mir bei einem Buch jemals so viele Tränen geflossen sind wie bei diesem. 
Auch der Titel des Buches ist hervorragend gewählt, da er perfekt zum Inhalt passt. Einen runden Abschluss bildet für mich das Cover, welches ausschließlich positive Gefühle assoziiert und an die schönen Tage in der Bretagne erinnert. 



Bei diesem gefühlvollen Roman stimmt wirklich alles und für mich ist es eine klare Leseempfehlung. Selten wurde ich bei einem Buch so stark berührt. Meine Hochachtung an die Autorin für dieses Meisterwerk!!!






Montag, 20. April 2015

Gemeinsam Lesen



"Gemeinsam Lesen" ist eine  Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher und Weltenwanderer weitergeführt wird.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese gerade "Der kleine Hobbit" von J. R. R. Tolkien und bin auf Seite 129/334.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?  

So endeten die Abenteuer in den Nebelbergen.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Ich bin nun fast bei der Hälfte angelangt und durch die wundervollen Filme zum Buch kenne ich die Geschichte natürlich schon. Ich muss sagen ich war sehr erstaunt, als ich gesehen habe wie dünn das Buch ist. Bei den Herr der Ringe Büchern wurde ja aus jedem Buch ein Film gemacht und hier ist es genau umgekehrt. Drei Filme aus einem Buch. Das Buch liest sich wirklich gut und ich war erstaunt, wie genau die Gespräche aus dem Buch in die Filme übernommen wurde. 
Ich habe damals auch die Herr der Ringe Bücher gelesen und muss sagen, besonders der zweite Band war mir viel zu langatmig. Hier gefällt mir der Schreibstil von J. R. R. Tolkien viel besser. 

4. Dass wir alle begeisterte Bücherwürmer sind und lesen, was wir so in die Finger bekommen, wissen wir ja...;) Aber gibt es auch (bestimmte, gewisse) Bücher, die wir niemals lesen würden? Wenn ja welche sind das und warum?

Ich bin eigtl. immer wieder offen für neues, aber Bücher die sich in der Zeit des ersten oder zweiten Weltkriegs spielen mag ich gar nicht. Besonders der zweite Weltkrieg wurde so oft durchgekaut, dass ich das Thema einfach nicht mehr sehen/hören kann. 
Desweiteren bin ich auch kein Fan von Biografien. Ich war außer als Kind noch nie ein Megafan von irgendeinem Star. Das sind für mich auch alles nur normale (gut manchmal auch verrückte) Menschen und ich bin nicht wirklich daran interessiert jede noch so kleine Kleinigkeit aus deren Leben zu erfahren.


Und wie geht es euch damit? Welche Bücher würdet ihr niemals lesen und warum? 

[Rezension] Promise - Die Bärentöterin







Weit mehr als die Hälfte der Menschheit starb an einer unbekannten Seuche. Jegliche Strom-, Wasser- und Nahrungsversorgung ist zerstört. Es gibt weder eine Regierung noch Gesetze oder Regeln. Die Städte liegen in Trümmern und Gangs beherrschen die Straßen. Das ist die Welt, in der Nea lebt. Nach dem Tod ihres besten Freundes und großer Liebe Miro begibt sie sich auf die Reise nach Promise, wo ein normales Leben möglich sein soll. Vor ihr liegt ein weiter Weg voller Gefahren und Zweifel. Zudem lastet auf ihrem Herzen eine schwere Schuld.




"Promise - Die Bärentöterin" von Maya Sheperd stellt den Auftakt einer dystopischen Reihe dar. 
Maya Sheperd hat einen sehr angenehmen, authentischen und auch bildhaften Schreibstil, welcher sehr gut zu lesen ist und aus jeder Geschichte einen Lesegenuss macht. Das Thema Seuche/Krankheit, die die Menschheit dahinrafft ist gewiss nicht neu, aber dennoch gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln und neugierig auf mehr zu machen. So ging es zumindest mir. 
Hauptcharakter der Geschichte ist Nea. Sie wächst in einer Welt auf, die geprägt von Zerstörung, Trauer, Einsamkeit und Leid ist. Jeder einzelne Tag ist ein Kampf ums nackte Überleben und so ist auch kein Wunder, dass Nea trotz ihres jungen Alters bereits ein wenig abgestumpft und hart wirkt. Dennoch reagiert sie in manchen Situationen sehr naiv, was mich immer wieder sehr überrascht hat. In diesen Momenten hätte ich sie am liebsten an den Schultern gepackt und geschüttelt, da ich ihr Handeln überhaupt nicht nachvollziehen konnte. 
Miro war Neas bester Freund und durch die Rückblenden innerhalb der Geschichte erfährt man nach und nach immer mehr über die Beziehung und Freundschaft der beiden. Leider muss ich sagen, dass mir Miro ganz und gar nicht sympatisch ist. Er beschützte Nea zwar immer wo er konnte, aber er war auch sehr oft gemein zu ihr, ist egoistisch, verletzend und arrogant. 
Durch das ganze Buch hinweg wird die Spannung sehr hoch gehalten und ich bin komplett in den Seiten versunken. Ich wollte unbedingt wissen ob Nea es bis nach Promise schafft und alles gut gehen wird. Immer wieder passieren Dinge mit denen man nicht rechnet und man wird ständig aufs Neue überrascht oder in Atem gehalten. 
Am Ende passiert dann alles Schlag auf Schlag und die Spannung wurde derart auf die Spitze getrieben, dass ich nur so über die Seiten geflogen bin. Leider, leider gibt es ganz zum Schluss auch einen sehr fiesen Cliffhanger. Daher kann ich es auch gar nicht abwarten den zweiten Band zu lesen und hoffe er gefällt mir genauso gut wie der Erste.




"Promise - Die Bärentöterin" ist ein Muss für alle Dystopie-Fans und wirklich sehr empfehlenswert. 





Montagsfrage




Verleihst du deine Bücher?


Die Frage ist leicht zu beantworten: JA. Ich habe nicht viele Leute in meinem Bekanntenkreis die sich für das Lesen interessieren, aber diejenigen, die ab und an mal Interesse zeigen, bringen mir meine Bücher immer in gutem Zustand wieder zurück. 
Ich muss sagen, ich hab in der Hinsicht noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings könnte es durchaus sein, dass ich jemandem der Eselsohren in meine Bücher zaubert, in Zukunft nur noch ein Nein zu hören bekommt. ;)


Und wie geht es euch? Habt ihr schon negative Erfahrungen damit gemacht, oder überwiegend positive?


Liebe Grüße
eure


Samstag, 18. April 2015

[Rezension] Throne of Glass - Die Erwählte





Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses - und es ist da, um zu töten.




"Die Erwählte" ist der Auftakt der Throne of Glass - Reihe und das Buch lag schon lange auf meiner Wunschliste. Ich habe bisher nur gutes über diese Reihe und vor allem auch Celaena gehört und war daher sehr gespannt auf ihre Geschichte. Nun kam das Buch endlich an die Reihe und ich bin maßlos begeistert. 
Geschrieben wird das Buch, bis auf einige Ausnahmen, aus Sicht von Celaena. Die gelegentlichen Perspektivwechsel sorgen für neue Denkanstöße und lockern die Geschichte etwas auf. Zudem ist der Schreibstil sehr flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man sehr flott voran kommt und das Buch viel zu schnell zu Ende ist. 
Celaena ist die beste und zugleich auch jüngste Assasinin der Welt. Während jeder im ganzen Land ihren Namen kennt, so ist ihr Alter den meisten unbekannt. Bei einem Auftrag läuft jedoch etwas schief und sie wird gefasst und in die Salzminen von Endovier zum Strafvollzug gebracht. Trotz der unmenschlichen Umstände dort ist sie nicht bereit aufzugeben. Während man bei Assassinen meist an kaltblütige Mörder ohne Seele, Gewissen und Emotionen denkt, so hat auch Celaena eine distanzierte und unnahbare Art. Allerdings steckt in ihr nicht nur eine Assasinin sondern viel mehr, nämlich eine liebenswürdige, nette und vor allem auch mutige junge Frau, die willensstärker ist als so mancher Mann.
Typisch für diese Bücher, gibt es natürlich auch wieder eine Dreiecksbeziehung und die ist leider auch ein Kritikpunkt von mir. 
Zum einen gibt es Prinz Dorian, welcher den typische Klischee-Traumprinzen verkörpert. Dorian und Celaena verstehen sich sehr gut und haben einige schöne gemeinsame Treffen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass die beiden einfach nicht zusammenpassen, auch wenn ich Prinz Dorian mehr als nur sympatisch finde. Aber irgendwas fehlt einfach bei den beiden. 
Dritter im Bunde ist Chaol Westfall, Captain der Leibgarde. Zwischen ihm und Celaene gibt es immer wieder Gegensätze und kleine Sticheleien, die mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht haben. 
Durch die zwei neuen Männer in Celaena's Leben entsteht eine Dreiecksbeziehung, die auch wenn ich sie nicht so sehr mag, dennoch für mehr Spannung und Aufregung sorgt. Ich bin gespannt wie sie sich im 2. Band entwickeln wird und ob Celaena und Chaol sich nicht doch noch näher kommen.
Der Hauptfokus der Geschichte liegt ganz klar in den Wettkämpfen und die sind alles andere als langweilig. Die Champions müssen sich in vielen verschiedenen Disziplinen beweisen und so bleibt es immer sehr spannend. 
Neben den Wettkämpfen nimmt sich die Autorin auch viel Zeit, das Leben im Palast und Hintergründe des Landes Erilea zu beschreiben. So bekommt man als Leser einen guten Eindruck in welcher Welt Celaena lebt und auch für die Nebenfiguren wird genug Raum geschaffen. 
"Die Erwählte" hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich kann es nicht abwarten den 2. Band zu lesen. Die Charaktere sind alle großartig ausgearbeitet und nicht nur Celaena ist sehr tiefgründig dargestellt sondern auch sämtliche Nebenfiguren. Dies tut der Spannung allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil. Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es die ein oder andere Wendung parat hält. 




Dieses Buch ist ein wundervoller Auftakt zu einer neuen High-Fantasy-Reihe und hat wirklich für jeden etwas zu bieten. Vor einer tollen Kulisse bekommt man neben einer charakterstarken Heldin, eine Liebesgeschichte, aber auch viel Action und Spannung geboten. 





Donnerstag, 16. April 2015

[Rezension] Butcher's Crossing





Es war um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer >>ursprünglichen Beziehung zur Natur<<. In Butcher's Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, am Rande von Nirgendwo, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Docht statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen - und entfesseln eine Tragödie. Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dabei gewinnt.



Ich muss sagen, dass das Cover nicht so ganz mein Fall ist, da es mir etwas zu schlicht und eintönig ist. Leider war die Geschichte am Ende genauso eintönig.
Der Schreibstil von John Williams ist sehr angenehm, da er mit unglaublich detaillierten und bildlichen Landschaftsbeschreibungen aufwartet, die mich wirklich in Staunen versetzt haben. Man hatte das Gefühl, die wundervollen Landschaften, das Tal der Büffelherde, deren Kadaver, direkt vor Augen zu haben als wäre man selbst dabei gewesen. 
Die Charaktere selbst sind mir eher fremd geblieben und ich habe zu keinem einen besonderen Draht bekommen.
Andrews kehrt Harvard den Rücken und will sein Glück im Westen versuchen. Dort landet er in Butcher's Crossing und schließt sich mit drei anderen Männern zusammen um auf eine ganz besondere Büffeljagd zu gehen. Er wird als anderer Mensch zurückkehren als der er war, als er zu seiner Reise aufgebrochen ist. 
Mit von der Partie sind Miller, ein erfahrener Jäger, der das Land wie seine Westentasche kennt, sowie Charley Hodge und Fred Schneider, welcher der beste Häuter weit und breit ist.  
Butcher's Crossing ist ein Werk, welches aufzeigt wie schön aber auch brutal die Natur sein kann. Es spielt um 1870, einer Zeit in der es immer weniger Büffelherden gab und das Geschäft mit deren Fellen immer schwerer wurde. John Williams versucht mit seinem Roman nicht die Natur und die Geschehnisse zu idealisieren, sondern zeigt die harte Wirklichkeit, wie grausam sie auch sein mag.
Dennoch hat mir bei der Geschichte eindeutig Spannung gefehlt. Viele bedeutende Entscheidungen oder Erlebnisse wurden auf wenigen Seiten abgetan, während lange Wanderungen fast kein Ende nahmen. Daher war das Buch für mich sehr zäh und ich bin nur langsam mit dem Lesen voran gekommen, obwohl ich die Hintergründe der Büffeljagd durchaus interessant finde. Ich würde das Buch aber wohl kein zweites Mal lesen.




Butcher's Crossing ist ein eigenwilliger Western, den ich nur all denen empfehlen würde, die den Autor und dessen Schreibstil bereits kennen und mögen oder aber sehr an den Hintergründen und der Zeit der Büffeljagd interessiert sind.






Top Ten Thursday



Heute hat die liebe Steffi folgende Aufgabe für uns:


10 Bücher, in denen mir eine Nebenfigur besonders aufgefallen ist


Diese Woche fällt mir das Thema nicht ganz so leicht, aber hier ist meine Auswahl die leider nur aus 7 Büchern besteht. Mir sind leider wirklich nicht mehr Nebenfiguren eingefallen, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind.


Tribute von Panem: 

Hier mochte ich Rue aus Distrikt 11 sehr und total leid getan, dass sie an den Spielen teilnehmen musste. Sie war so ein liebes, ruhiges und dennoch auch mutiges Mädchen.

Harry Potter:

Aus allen 7 Büchern würden mir wohl so viele Nebenfiguren einfallen, dass ich hier allein mit denen eine Top 20 Liste aufstellen könnte. Aber ich entscheide mich für die Zwillinge Fred und George sowie Minerva McGonagall. 

Herr der Ringe:

Hier haben mir immer Legolas und Gimli super zusammen gefallen. 

Selection:

Hier fällt meine Wahl auf Marlee, da sie America trotz ihrer Konkurrenz eine gute Freundin und immer für sie da ist. 

Das Kurtisanenhaus:

Bei diesem Buch ist mir besonders Zauberkürbis, die Freundin von Violet in Erinnerung geblieben, denn ohne sie wäre Violet so manches Mal hoffnungslos verloren gewesen.

Eine Handvoll Sommerglück:

In dieser Geschichte ist mir Christine's Mutter besonders aufgefallen. Nicht unbedingt durch eine sehr sympatische Art, es war eher das Gegenteil. Sie ist ein sehr lauter und sturer Charakter, der nicht nur die anderen Protagonisten sondern auch den Leser manchmal in den Wahnsinn treibt. ;)

Gold des Südens:

Benigna, ist eine schwarze Sklavin auf einer der Plantagen in der Neuen Welt. Durch ihren Mut hat sie mehr als nur einem Mann das Leben gerettet.