Dienstag, 30. Juni 2015

Gemeinsam Lesen



"Gemeinsam Lesen" ist eine  Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher und Weltenwanderer weitergeführt wird.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?  

Ich lese derzeit "Die Wellenläufer" von Kai Meyer und bin auf Seite 229/378.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Der Gestank war kaum zu ertragen. 

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Nach einem ganz guten Einstieg hab ich mir eine Zeit lang wirklich schwer getan mit der Geschichte und kam überhaupt nicht vorwärts. Ich weiß selber nicht warum, denn die Protagonisten sind wirklich tolle Charaktere mit Tiefgang und Ecken und Kanten. Aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht richtig packen. Jetzt gerade wird es ein bisschen besser, aber viel Hoffnung habe ich leider nicht mehr. Ich hoffe ich irre mich und das Buch wird doch noch spannend und fesselnd. 

4. Was macht für euch eine gute Rezension aus? Was darf in keiner Rezi fehlen und was sollte auf keinen Fall rein?

Also eine gute Rezension macht für mich aus, dass derjenige, der sie geschrieben hat nicht einfach nur 5 Sterne gibt weil er das Buch geschenkt bekommen hat. Es sollte auf alle Fälle eine ehrliche Meinung sein, die wenn nötig auf Mängel hinweist, aber in einem sachlichen Ton ohne Beleidigungen. 
Was auf gar keinen Fall in eine Rezension gehört sind für mich Spoiler. Ich finde es gibt nichts schrecklicheres, als wenn man eine Rezension liest und plötzlich erfährt man das komplette Ende der Geschichte. Das nimmt mir dann die Lust zu lesen. Meist sind diese Spoiler noch nicht einmal gekennzeichnet und das finde ich echt schade. Ich kämpfe manchmal selber beim Schreiben einer Rezension damit. Aber wenn ein Inhalt unbedingt rein muss, schreibe ich immer groß Spoiler drüber, damit jeder selbst entscheiden kann ob er es lesen möchte oder eben nicht. 
Unbedingt in eine Rezension gehören für mich eine kurze Inhaltsangabe, damit man überhaupt weiß wovon das Buch handelt. Dann ist es mir persönlich wichtig zu erfahren, wie der Schreibstil ist, die Charaktere und ein abschließendes Fazit mit Punktewertung.


Montag, 29. Juni 2015

[Rezension] Schattentraum - Mitten im Zwielicht




Er beugte sich zu mir herunter, bis sein Atem meine Schläfen kitzelte. Eine Tiefe trat in seinen Blick, die ich noch nie zuvor an ihm gesehen hatte. "Ich habe dich schon einmal verloren, a ghrá. Das lasse ich auf keinen Fall ein zweites Mal zu."
Zwei Monate sind vergangen, seit Emma von den Schatten gezeichnet wurde. Zwei Monate, in denen sie ihr Leben in vollen Zügen genossen hat - wären da nicht verblasste Erinnerungen, die sich immer wieder an die Oberfläche kämpfen. Als ein Abgesandter des Lichthofs es auf Emma abgesehen hat, muss sie sich erinnern. Doch die Wiedersehensfreude mit Gabriel währt nur kurz, denn er scheint verändert. Und auch Emma spürt, dass ihr Inneres von der Begegnung mit der Finsternis geprägt wurde. Können die beiden einander retten, bevor es zu spät ist?



Nachdem ich Band 1 gelesen hatte, musste dann auch gleich Band 2 herhalten, da ich sehr neugierig auf den Fortgang der Geschichte war. 
Auch in diesem Band hat mir der Schreibstil von Mona Kasten wieder ausgesprochen gut gefallen. Mona beschreibt ihre Protagonisten aber auch die Örtlichkeiten sehr anschaulich und detailliert, wodurch alles sehr lebendig wirkt. 
Emma hat sich in diesem Band toll weiterentwickelt. Sie ist mutiger geworden und braucht nicht immer Gabriel als ihren Helden, sondern packt die Dinge eben auch mal selber an. Diese Entwicklung mag ich sehr, da sie so nicht die typische Klischeeheldin wurde.
Mit Gabriel konnte ich dieses Mal leider nicht warm werden. Man erfährt nun zwar mehr über ihn, aber er ist mir immer noch zu platt. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Emma wirkte sehr unglaubwürdig auf mich und ich kann sie noch immer nicht nachvollziehen. Warum liebt Emma Gabriel so sehr, wo sie doch nie miteinander reden?
Nebencharaktere wie den Vater oder die Oma habe ich beinahe schon vermisst, da sie immer nebensächlicher wurden und auch in diesem Band recht flach gehalten sind. Emma ist immer wieder nicht zu Hause und da frage ich mich schon ob der Vater oder eben die Oma sich nicht wundern wo sie eigentlich steckt. 
In diesem Band fand ich zwar weit weniger Klischees als im Ersten, allerdings waren die Dialoge teilweise wieder genauso lang. Zu lang, für meinen Geschmack. 
Die Geschichte ist spannend erzählt und es wird nie richtig langweilig. Dennoch konnte sie mich nicht komplett packen und mitreißen. 
Das Ende hat dann nochmal einiges rausgeholt und so warte ich nun gespannt auf den dritten Band, und wie es mit Emma und Gabriel weiter gehen wird.




"Schattentraum - Mitten im Zwielicht" kann mit dem ersten Band nicht ganz mithalten, ist aber dennoch lesenswert.




Sonntag, 28. Juni 2015

Montagsfrage





Schreibst du dir während des Lesens Zitate auf?

Die Frage kann ich ganz klar mit Nein beantworten. In der Regel bin ich so vertieft in mein Buch, dass ich um mich herum so gut wie nichts mehr wahrnehme und dann auch überhaupt nicht daran denke ein Zitat aufzuschreiben. Und wenn ich dann fertig bin, erinnere ich mich wieder daran, dass doch irgendwo eine so tolle Passage war. Allerdings bin ich dann immer zu faul diese wieder rauszusuchen :D



Und wie geht es euch mit Zitaten? Schreibt ihr fleißig mit während dem Lesen?


Liebe Grüße
eure

[Rezension] Schattentraum - Hinter der Finsternis





"Als ich zum ersten Mal in deine Augen sah, wusste ich es", murmelte er und zog mich dichter an sich heran, sodass sein Mund oberhalb meines Ohrs verharrte. "Du warst meine Hoffnung."
Nach dem Tod ihrer Mutter wünscht sich Emma nichts sehnlicher, als der Finsternis zu entfliehen, die sie seitdem heimsucht. Womit sie dabei nicht rechnet, ist Gabriel, der plötzlich in ihr Leben tritt. Mit seinem arroganten Charme nimmt er ihre Gedanken völlig für sich ein. Doch die Dunkelheit lässt Emma nicht los. Alpträume, in denen ihr Schattenwesen erscheinen machen ihr das Leben schwer. Und auch Gabriel ist nicht der, der er vorgibt zu sein - jeder seiner Berührungen könnte sie in den Abgrund ziehen. Bald weiß Emma nicht mehr: Was ist Traum und was Wirklichkeit?



Ich verfolge schon länger regelmäßig die Videos von Mona Kasten aka peachgalore auf ihrem Youtube-Kanal. So wurde ich auch auf ihr ersten Buch aufmerksam und konnte dessen Entstehung bis hin zur Veröffentlichung durch ihre Videos mitverfolgen. Und ihre Mühen haben sich gelohnt, denn ihr Debütroman ist wirklich durchaus lesenswert. 
Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen und man merkt, dass sich die zahlreichen Schreibkurse, an denen Mona teilgenommen hat, bezahlt machen. Die Geschichte ist flüssig und jugendlich geschrieben und man spürt, dass sie ihre Worte mit bedacht gewählt hat. 
Hauptfigur ist Emma und sie hat mir sehr gut gefallen, da ich mich sofort mit ihr identifizieren konnte. Trotz dem Verlust ihrer geliebten Mutter, versucht sie nicht aufzugeben, sondern ihr Leben zu meistern. Sie trägt das Herz am rechten Fleck und hat eine sehr humorvolle Seite an sich, die mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht hat. 
Neben Emma stellt Gabriel die zweite Hauptfigur dar. Leider konnte ich mit ihm so gar nicht warm werden, er war mir einfach viel zu flach. Das Einzige, was man als Leser über ihn erfährt ist, dass er grüne Augen hat und wunderschön aussieht. Und dabei werden seine grünen Augen x-mal in dem Buch erwähnt, so oft, dass ich irgendwann aufgehört habe zu zählen. Aus Gabriel hätte man meiner Meinung nach etwas mehr rausholen können, da fehlt es mir eindeutig an Tiefe des Charakters.
Die Liebesgeschichte zwischen Emma und Gabriel hat mir leider nicht so ganz gefallen, denn es ist ein einziges Hin und Her und ich war dann doch ziemlich genervt davon. Ja, er ist kein Mensch und sie eben schon und das ist nun mal nicht gut. Erst küssen sie sich und sie sind zusammen, dann wieder getrennt. Sie will mit ihm reden, er aber nicht mit ihr und dann ist es wieder umgekehrt. Ich hätte die zwei am liebsten geschüttelt und gefragt, ob sie sich jetzt langsam mal entscheiden können.
Ebenfalls nicht so sehr gefallen, haben mir die vielen Klischees, mit denen das Buch förmlich überschüttet wurde. Dadurch ist viel Spannung verloren gegangen und man konnte meist schon erahnen, was nun als nächstes passieren wird. Auch die teilweise seitenlangen Dialoge, haben nicht unbedingt Spannung aufgebaut. Hier hätte ich mir, weniger Reden und mehr Taten gewünscht, zumal die Dialoge auch wieder nur so vor Klischee-Sprüchen sprühten. 



Trotz kleinerer Schwächen stellt "Schattentraum" von Mona Kasten, einen gelungenen Debütroman dar, den ich allen Genre-Fans empfehle. 




Freitag, 26. Juni 2015

[Rezension] Isola





Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt. 




Ich war zunächst sehr gespannt auf das Buch, da ich viele positive Rückmeldungen dazu erhalten habe. Die Autorin war mir bislang unbekannt und somit war es mein erstes Buch von ihr, wohl aber auch zugleich mein Letztes. 
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Man kommt gut voran und fliegt regelrecht durch die Seiten. Leider jedoch ist der Spannungsaufbau nur sehr langsam gewesen und vieles konnte man auch vorhersehen wodurch die Geschichte mich nicht packen konnte. 
Erzählt wird meistens aus Sicht von Vera. Dabei erzählt sie alles im Nachhinein, wodurch man hier schon weiß, dass sie auf alle Fälle alles überstehen wird. Hier also wieder Spannung weg. Weiter lässt Vera immer wieder Kommentare einfließen, durch die man recht schnell merkt, dass wohl auch weitere Personen alles unbeschadet überstehen, wodurch auch hier wieder einiges an Spannung verloren geht. 
Auch die Figuren selbst haben mich eher enttäuscht. Sämtliche Nebencharaktere verkörpern typische Klischees, weshalb es ihnen an Tiefe fehlt und sie auf mich sehr unglaubwürdig wirkten. So gibt es den harten Muskelprotz mit weichem Kern, oder den verschlossenen Einzelgänger oder eben eine blonde Schönheit. 
Das Ende war dann auch nochmal eine richtig herbe Enttäuschung. Noch konstruierter und unrealistischer hätte man es nun wirklich nicht schreiben können. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, doch leider wurde dieses nicht mal annähernd genutzt.



"Isola" war für mich eine Geschichte ohne Spannung, mit uninteressanten Charakteren und ich bin wirklich sehr enttäuscht. Definitiv nicht lesenswert. 





Mittwoch, 24. Juni 2015

Top Ten Thursday



10 Bücher, die du zuletzt gelesen hast










[Rezension] Jane Eyre





Das Waisenmädchen Jane Eyre verlebt eine trostlose Kindheit. Als Gouvernante auf Thornfield Hall scheinen endlich glücklichere Tage für sie gekommen zu sein. Sie verliebt sich in den Gutsherren Rochester, und das große Glück ist zum Greifen nah - doch die Mauern des einsamen Landsitzes bergen ein furchtbares Geheimnis.




Nachdem ich zunächst Fan aller Geschichten von Jane Austen geworden bin und auch die Verfilmungen regelrecht verschlungen habe, bin ich irgendwann auch über Filme von Jane Eyre gestolpert. Und ich liebe sie. Daher war es nur eine Frage der Zeit bis ich auch endlich einmal das Buch lese.
Jane Eyre ist eine meiner liebsten Romanheldinnen geworden. Egal wie viel Unglück oder Schmerz ihr widerfährt, sie gibt nie auf, sondern kämpft für ihre Ziele und lässt sich durch einfach nichts unterkriegen. Besonders an Jane gefällt mir, dass sie nicht das typische Bild einer Heldin verkörpert. Sie besticht weder durch Grazie oder Schönheit, sondern durch ihren scharfen Verstand und ihre Intelligenz. 
Im Vergleich zu anderen Büchern dieses Genre wirkt diese fiktive Biografie zeitweise ein bisschen spannungsarm. Dennoch ist das Buch auf gar keinen Fall langweilig. Im Gegenteil, die lebendigen Dialoge und der Blick auf die damalige englische Gesellschaft fesseln genauso, wie es spannungsreiche Handlungen tun würden. Besonders zwischen Jane Eyre und Mr. Rochester kommt es immer wieder zu Gesprächsduellen, bei denen Mr. Rochester mit Sarkasmus nur so um sich wirft, allerdings jedes Mal Jane's Scharfsinn unterliegt.
Besonders gut hat es mir auch gefallen, dass man tolle Einblicke in den Alltag einer Gouvernante bekommt und wie deren Leben wohl ausgesehen hat. Ebenfalls sehr interessant war es auch mitzuerleben wie trostlos und still ein großes herrschaftliches Anwesen sein kann, wenn dessen Besitzer immer unterwegs und seine Bediensteten alleine zurück bleiben. Das verregnete und neblige England, mit seinen prächtigen Herrenhäuser wird sehr detailreich und bildhaft beschrieben, dass ich mich sofort in die damalige Zeit zurück gesetzt gefühlt habe.




"Jane Eyre" ist ein zeitloser Klassiker, der zu Recht seit Jahrhunderten junge und alte Leser aus der ganzen Welt immer wieder aufs Neue begeistert. Es ist eine packende und lesenswerte Geschichte, die man nicht so schnell wieder vergisst.





Dienstag, 23. Juni 2015

Gemeinsam Lesen



"Gemeinsam Lesen" ist eine  Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher und Weltenwanderer weitergeführt wird.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 



Ich lese derzeit "Di Auswahl" von Ally Condie und bin auf Seite 150/464.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Frühstücksgeräusche aus der Küche dringen über die Diele bis in mein Zimmer hinein.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Ich muss sagen ich finde es hier besonders interessant, wie die Welt in diesem Buch aufgebaut ist. Die verschiedenen Strukturen und Regeln, besonders aber auch das Sterbesystem sind echt mega interessant ausgearbeitet. 
Aber auch sonst gefällt mir das Buch bis jetzt sehr gut und Cassia ist ein sehr interessanter Charakter, den ich auch sehr mag. Ich bin gespannt wie die Geschichte sich weiter entwickeln wird. 

4. Schaust du dir generell Buchverfilmungen im Kino oder auf DVD an? Wenn ja, welche fandest du besonders gut oder besonders schlecht?


Ich sehe mir schon immer wieder mal Buchverfilmungen an, sei es im Kino oder auf DVD. Tribute von Panem gefällt mir hier z.b. besonders gut oder auch Harry Potter. Bei Harry kannte ich zuerst alle Bücher und habe dann die Filme gesehen und bei Panem habe ich bisher nur das erste Buch gelesen, kenne aber alle Filme. 
Bei "Die Bestimmung" kenne ich aktuell auch nur die Filme, aber noch nicht die Bücher. Die möchte ich aber unbedingt noch lesen, denn ich habe schon mehrfach gehört, dass der Film inhaltlich teilweise sehr stark vom Buch abweicht. Sowas finde ich dann immer sehr schade.
Schlechte Buchverfilmungen an sich kenne ich kaum, allerdings fand ich Twilight wirklich unterirdisch, was die Filme betrifft. Die Hauptdarsteller besonders Kirsten Stewart, gehen mal gar nicht und ich war wirklich enttäuscht, denn die Bücher sind um einiges besser.

Montag, 22. Juni 2015

Montagsfrage





Welche/s Buch/Bücher würdest du gerne einmal in der Originalsprache lesen, wenn du könntest?


Ehrlich gesagt kann ich da gar kein bestimmtes Buch nennen. Ich fände es schön wenn mein Englisch so gut wäre, dass ich auch solche Bücher gut lesen könnte ohne einen Übersetzer neben mir liegen haben zu müssen. Allerdings fällt mir jetzt spontan auch kein englisches Buch ein, dass ich unbedingt lesen muss. 
Ich lese eigentlich immer auf deutsch, da mir das am meisten Spaß macht, weil ich eben nicht bei jeder zweiten Seite wieder ein paar Sätze nicht verstehe^^


Und wie sieht es bei euch aus? Welches Buch würdet ihr unglaublich gerne einmal in der Originalsprache lesen, wenn ihr könntet?


Liebe Grüße
eure

Samstag, 20. Juni 2015

[Rezension] Ein Leben als Malbot






Wir schreiben das Jahr 2550. Die Welt ist ein anderer Ort, als sie es vor 100 Jahren noch war. Jedoch ist die Menschheit noch immer vom Aussterben bedroht und es liegt in der Verantwortung von menschenähnlichen Robotern sie davor zu bewahren einsam zu werden. Aber nicht alle Roboter sind auf der Seite der Menschen...

Dass sie sich jemals dem Bösen anschließen würde, hätte sie nie gedacht. Doch jetzt, da sie keine andere Wahl hatte, fällt ihr auf, wie viel von dem, was ihr Jaruc erzählt, Sinn hat. Kann es wirklich sein, dass die Welt ohne Menschen ein besserer Ort wäre?



Der Einstieg in den zweiten Teil dieser Trilogie, fiel mir sehr leicht, da er genau dort beginnt, wo Band 1 geendet hat. So ist man sofort wieder mitten im Geschehen. 
Der Schreibstil ist an sich sehr leicht und angenehm zu lesen, allerdings hatte ich mit den Dialogen so meine Probleme. Oft sprechen Roboter Dinge aus, die sie so normalerweise niemals sagen würden und auch ihr Verhalten wirkte auf mich manchmal sehr unglaubwürdig. So flirten zwei der Roboter immer wieder und das obwohl sie keine Gefühle empfinden können, sondern diese nur imitieren, um unter den Menschen normaler zu wirken. Warum also flirten sie, wenn sie doch sowieso keine Liebe empfinden können? Das wirkte auf mich nicht wirklich gut durchdacht und hat mich manchmal richtig gestört.
Sonst hat mir auch dieser Teil sehr gut gefallen, rein inhaltlich. Allerdings finde ich es sehr schade, dass aus dieser Geschichte mehrere Bände gemacht wurden, denn jeder Teil hat nur rund 70 Seiten und kaum hat man angefangen zu lesen, ist man schon wieder fertig. Da hätte man auch gut aus allen drei Teilen einen Einzelband machen können. 
Das Ende war wie bereits im ersten Band ein ziemlich fieser Cliffhanger und so bin ich nun sehr gespannt auf den dritten und letzten Teil der Reihe.



Eine gelungene Fortsetzung, die ruhig etwas länger hätte sein können.




Freitag, 19. Juni 2015

[Rezension] Die widerspenstige Braut




Virginia, 1643: Der Tabakfarmer Drew O'Connor sucht eine Frau, die sich um den Haushalt und um seine kleine Schwester kümmern soll. Als ein Schiff aus England mit sogenannten "Tabakbräuten" einläuft - Frauen, die auf ein besseres Leben in Amerika hoffen - wird er fündig. Doch die kratzbürstige Rothaarige stellt Drews Geduld auf eine harte Probe.



Deeanne Gist ist schon länger eine meiner liebsten Autoren in diesem Gerne, weshalb ich mich besonders gefreut habe, dieses Buch zu lesen. 
Zunächst ist mir leider aufgefallen, dass Klappentext und Inhalt nicht ganz übereinstimmen und das hat mich doch etwas gestört, obwohl das Buch selbst wirklich super war. Im Klappentext ist die Rede von Frauen, die auf ein besseres Leben hoffen. Das bewirkt auf mich den Eindruck sie würden freiwillig nach Amerika auswandern. Das ist aber nicht richtig. Bei diesen Frauen handelt es sich um verurteilte Verbrecherinnen, die nach Amerika verbannt/verkauft wurden. Somit gehen sie mit anderen Lebensumständen dort hin, als reiche Damen, die für eine solche Überfahrt bezahlen.
Hauptfiguren der Geschichte sind zum einen Drew O'Conner und Constance. Drew's Lebensgeschichte hat mich sehr berührt. Er ist Tabakfarmer und hat allein deswegen schon kein einfaches oder sorgenfreies Leben. Zusätzlich muss er noch mit so einigen Schicksalsschlägen kämpfen, bei denen er geliebte Menschen verloren hat. Daher kämpft er auch sehr gegen seine Gefühle für Constance an, aus Angst er könnte auch sie verlieren. 
Doch er hat seine Rechnung ohne Constance gemacht. Sie lässt sich von ihrem "Master" nicht so schnell beeindrucken und bietet ihm mehr als einmal Paroli. Auch lässt sie sich nicht einfach beiseite drängen oder gar ignorieren. Constance gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und es war wunderschön mit anzusehen, wie sie sich nach anfänglichem Kulturschock mehr und mehr an ihre neuen Lebensumstände gewöhnt und diese auch lieben lernt. 
Aber nicht nur die Figuren, sondern auch der Schreibstil der Autorin haben es mir angetan. Die Charaktere sind authentisch und lebendig, die Handlungen spannend und teils sehr amüsant geschrieben. Da kann einem gar nicht langweilig werden und man fliegt nur so durch die Seiten. 
Am Ende des Buches findet sich noch eine Anmerkung von Deeanne Gist, in der sie genau erklärt welche Ereignisse aus dem Buch auf historische Fakten basieren. So lässt sie beispielsweise durchaus auch Zitate, Tagebucheinträge oder Zeitungsartikel, die es wirklich gibt, mit in ihre Geschichte einfließen. 


Bei "Die widerspenstige Braut" handelt es sich um eine locker, leichte Lektüre, die besonders bei Fans historischer Liebesromane voll punkten kann.