Samstag, 2. Januar 2016

[Rezension] Der 5-Minuten Killer






Für jeden Detective ist es ein Albtraum: Die Begegnung mit den Angehörigen von Mordopfern, die tief erschüttert nur noch einen Wunsch haben. Fünf Minuten alleine mit dem Täter, fünf Minuten, um sich zu rächen. Der Polizist Theo Tate kann ein Lied davon singen, denn seine Heimatstadt Christchurch ist in den letzten Jahren von mehreren brutalen Verbrechensserien heimgesucht worden. Und jetzt ist es wieder soweit. Ein perfider Mörder terrorisiert die Stadt. Er wird bekannt als der >>Fünf-Minuten-Killer<<, denn er gibt den Hinterbliebenen von Gewaltopfern eben jene fünf Minuten der Rache: Ob sie wollen oder nicht...



Die Grundidee der Story sprach mich zunächst schon sehr an, denn Geschichten rund um Selbstjustiz empfinde ich in der Regel als sehr spannend und mag sie daher sehr gerne. Allerdings muss ich sagen, dass der Inhalt der Geschichte doch ein wenig vom Klappentext abweicht und der Titel des Buches sehr unpassend gewählt ist. 
Der Schreibstil von Paul Cleave ist flüssig und gut zu lesen und man findet leicht in die Geschichte hinein. Spannungsmomente waren ebenfalls von Beginn an gegeben und die Fälle der ersten beiden Opfer haben die Spannung weiter nach oben getrieben. Allerdings erfährt man bereits ab der Mitte des Buches, wer der Täter ist und ab da nimmt die Spannung dann rapide ab. Die Handlungen plätschern wie ein langsames Bächlein vor sich hin und sind zudem sehr vorhersehbar. Ich hatte Zeitweise das Gefühl als wären dem Autor mitten unter dem Schreiben die Ideen ausgegangen oder die Lust auf die Geschichte, denn es wirkt alles recht stumpf und simpel geschrieben ohne große Ideen. Dabei ist Paul Cleave eigentlich für seinen schwarzen Humor und gut konstruierte Wendungen und Überraschungen bekannt. Aus dem Plot hätte man deutlich mehr rausholen können und ich muss sagen, dass dies mein schwächstes Buch des Autors ist. 



"Der 5-Minuten-Killer" konnte mich leider nicht überzeugen, da ich mir von einem guten Thriller mehr Spannung und Action erhoffe. Dennoch kann man es als Urlaubslektüre durchaus gut lesen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen