Montag, 25. Januar 2016

[Rezension] Evil





Eine Vorstadt in den USA der Fünfzigerjahre. Kein schlechter Ort, um seine Jugend zu verbringen - weitab von McCarthys Kommunistenjagd, dem Kalten Krieg und der Atombombe. Doch dieser Ort hat auch seine düsteren Seiten, wie der junge David bald erfahren wird. Denn in der kleinen ruhigen Sackgasse, in der er und seine Freunde wohnen, geschehen in einem Keller Dinge, von denen niemand weißt und die auch nicht ans Tageslicht kommen sollen. Was passiert, wenn der Wahnsinn ungebremst seinen Lauf nimmt und das Böse von den Menschen Besitz ergreift? 




Von Evil hatte ich vorab schon viel gehört und soweit ich weiß soll es auch eine Verfilmung  zu dem Buch geben. Zunächst einmal muss ich allerdings sagen, dass ich den Titel sehr schlecht gewählt finde, da "Evil" überhaupt nicht zum Inhalt passt. Im Englischen lautet der Titel "The Girl next door", was ich um einiges treffender finde.
Jack Ketchum hat einen trockenen, schnörkelosen Schreibstil, der durchaus sehr gut zur Story passt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und erschafft ein schauriges, teilweise sehr ekelerregendes Horrorerlebnis. Leider jedoch ist ein guter Schreibstil nicht genug um ein Buch lesenswert werden zu lassen. Und der Plot selbst lässt doch sehr zu wünschen übrig. 
Was passiert ist ohne Zweifel schrecklich, grausam und abscheulich, allerdings ist das auch schon alles an der Geschichte. Es passiert insgesamt nicht wirklich viel und allein rund zweihundert Seiten drehen sich um diverse Foltermethoden und andere verabscheuungswürdige Dinge, die einem jungen Mädchen angetan werden. 
Meiner Meinung nach hat der Autor zu viel Arbeit in das Schockieren seiner Leser gesteckt und zu wenig in die Handlungen und Charaktere selbst. Auch ein Vorwort von Stephan King kann mich da nicht mehr wirklich begeistern. 




Trotz eines bildgewaltigen Schreibstils war "Evil" für mich kein sonderlicher Lesegenuss und ich würde das Buch nicht weiter empfehlen, besonders nicht an Fans dieses Gerne. Ich hatte mir hier deutlich mehr Action erwartet und weniger sinnloses aneinandergereihtes Foltern. 




Kommentare:

  1. Hallo Bettina,

    danke für die aufschlussreiche Rezension. Auf Jack Ketchum bin ich sehr neugierig, aber dann werde ich wohl zu einem anderen Buch von ihm greifen. Aber die Inhaltsbeschreibung reizt schon.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Huhu Bettina,
    Evil habe ich auch gelesen und ih wunder mich eh, warum der Titel geändert wurde..
    Dieen Ekelfaktor hatte ich persönlich nicht, was wohl daran liegt das ich schon einiges gelesen habe.

    Wenn du magst kannst du dir gern mal meine Rezi dazu ansehen:
    http://lesepanda.blogspot.de/2015/09/evil-jack-ketchum.html

    Grüße Lilly

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