Mittwoch, 6. Januar 2016

[Rezension] Extra - Wer kennt dein Gesicht






Nie wieder eine Extra sein!

Das wünscht sich die 15-jährige Aya mit aller Kraft. Denn eine Extra ist unwichtig, nichtssagend. Ein Gesicht, das niemand kennt. Und in Aya's Welt bedeutet Bekanntheit alles. Schließlich gibt es, seit die Rebellin Tally das Special Regime gestürzt hat, eine neue Ordnung: Nicht mehr Schönheit entscheidet über ein glückliches, unbeschwertes Leben, sondern Ruhm. als Aya zufällig eine Gruppe aufspürt, die nachts verbotene Aktionen durchzieht, glaubt sie einen Weg ins Rampenlicht gefunden zu haben. Aber die >>Schlauen Mädchen<< misstrauen ihr. Und sie verbergen etwas, eine Entdeckung, die die schöne neue Welt - und Aya's Leben - für immer verändern könnte. 



"Extra - Wer kennt dein Gesicht" stellt den vierten Band der Ugly-Reihe dar, wobei die ersten drei Teile eine in sich geschlossene Trilogie sind und es in diesem Band um neue Figuren und eine andere Geschichte geht. Allerdings ist es dennoch sinnvoll zunächst die Trilogie zu lesen, da man sonst seine Probleme haben dürfte den Handlungen zu folgen. 
Ich muss leider sagen, dass mich dieser Band nicht wirklich überzeugen geschweige denn begeistern konnte. Während der Beginn zunächst noch ein wenig an den ersten Band der Reihe "Ugly" erinnert wird er ab der Hälfte zunehmend zäher und stellenweise richtig langweilig. Die Geschichte kommt einfach nicht richtig in Fahrt und sämtliche Handlungen sind vorhersehbar. Teilweise hatte ich das Gefühl, der Autor wusste selbst nicht so genau was sie eigentlich schreiben soll. 
Dabei haben wir mit Aya eine so tolle und starke Protagonistin. Sie ist 15 Jahre alt und will unbedingt berühmt werden, um ein glückliches Leben führen zu können. Dafür ist sie bereit einen hohen Preis zu bezahlen und als sie die >>Schlauen Mädchen<< trifft denkt sie ihre Chance ist endlich gekommen. 
Im späteren Verlauf der Geschichte treffen wir neben Tally auch auf weitere "alte Bekannte" aus den Vorbänden. Leider konnte ich zu ihnen keinen Bezug mehr herstellen und besonders Tally wirkt sehr kaltherzig und unsympathisch. Sie hat wenig mit der Tally gemein, die man in den ersten Bänden erleben durfte. 
Das Ende wirkte ebenso wie das letzte Drittel des Buches sehr öde und einfallslos konstruiert und hat mir nicht wirklich gefallen. Einen Spannungshöhepunkt musste man auch vergeblich suchen und so war ich dann doch sehr froh, als ich das Buch endlich durchgelesen hatte. 



Ich denke es wäre besser gewesen, wenn die Autorin nach der Trilogie den vierten Band gar nicht mehr geschrieben hätte. Die Geschichte ist zwar in der Grundidee wirklich gut, allerdings sehr langweilig umgesetzt und die Luft war einfach raus. Spannende Momente gab es kaum und ich musste mich doch sehr durchkämpfen. Schade eigentlich, da die ersten drei Bände wirklich klasse waren und mir sehr gut gefallen haben. 



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