Dienstag, 2. Februar 2016

[Rezension] Mein wirst du bleiben





Miriam will ihre Mutter Thea ganz für sich, schon immer, um jeden Preis. Als diese bei einem schweren Unfall das Gedächtnis verliert, geht Miriam ganz in der Pflege auf. Auch wenn Thea von ihrer Tochter nichts mehr weiß. Hauptsache, Thea bleibt immer bei ihr in der Wohnung, dann kann nichts passieren. Dann wird Miriam nicht verlassen. 
Doch ein Mord in der Nachbarschaft zerstört das erzwungene Idyll. Dass Hauptkommissar Ehrlinspiel das Leben der Opfer und Nachbarn durchleuchtet, macht Miriam ganz nervös. Als Thea aus ihrem goldenen Käfig ausbricht und in brütender Hitze durch Freiburg irrt, ahnt sie nicht, dass sie in großer Gefahr schwebt...




Der Klappentext hatte mich zunächst sehr neugierig auf das Buch gemacht und ich war gespannt auf die Geschichte und was mich wohl erwarten würde. Leider wurde es sehr sehr schnell alles andere als spannend. Der Schreibstil der Autorin sagt mir nicht wirklich zu, da er oft unkreativ und einseitig ist. Die beiden Polizeikollegen können sich nicht leiden, was an sich ja völlig in Ordnung ist. Allerdings beschreibt der eine den anderen permanent als "fett" oder "doof". Diese Begriffe werden so häufig verwendet, dass es mich irgendwann nur noch genervt hat. Hier hätte ich mir mehr Kreativität seitens der Autorin gewünscht. 
Die Charaktere werden sehr ausführlich und detailliert beschrieben blieben mir doch zum Großteil allesamt unsympathisch. Interessante Figuren, mit einer ausdrucksstarken Persönlichkeit habe ich vergeblich gesucht. Auch die Liebesgeschichte zwischen Moritz und Hanna konnte mich nicht so recht überzeugen, da sie nur sehr blass und unglaubwürdig dargestellt wird. 
Bei der Beschreibung der polizeilichen Arbeit geht die Autorin sehr genau vor, wodurch erneut Längen entstehen und das letzte bisschen Spannung schließlich auch noch verschwindet. Es kam mir teilweise vor als würde ich eine Anleitung lesen, wie man sich als Polizist verhalten sollte bzw. wie die polizeiliche Arbeit funktioniert. Unter einem spannenden Kriminalroman stelle ich mir jedoch etwas anderes vor. 
Es gibt einige eingebaute Irrwege, sowie versteckte Anspielungen, die einen auf die falsche Fährte führen sollen. Nichts desto trotz hatte ich ziemlich schnell heraus gefunden wer der wahre Täter ist und auch hier war dann Spannung wieder Fehlanzeige. 




"Mein wirst du bleiben" konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen und ab der zweiten Hälfte der Geschichte fiel es mir immer schwerer das Buch überhaupt noch in die Hand zu nehmen. Ich war heilfroh als ich die rund 440 Seiten endlich gelesen hatte und kann das Buch leider so gar nicht empfehlen. 




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