Donnerstag, 18. Februar 2016

[Rezension] Schnee wie Asche





Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit einem Ziel vor Augen: Die Magie und die Macht von Winter wieder zu erlangen. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie heimlich liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust danach zu suchen...




Die Grundidee der Geschichte rund um die Jahreszeiten-Königreiche fasziniert mich sehr und die Umsetzung ist wunderbar gemacht. Jedes Land hat seine ganz eigenen, zur Jahreszeit passenden Eigenschaften und Fähigkeiten. Auch optisch unterscheiden sich die Bewohner der einzelnen Jahreszeiten. Das hat mir richtig gut gefallen. Allerdings waren die vielen verschiedenen Namen anfangs doch etwas verwirrend und ich war sehr froh über die, am Anfang des Buches, enthaltene Karte. So konnte ich mir etwas Überblick verschaffen. 
Die Geschichte erleben wir aus der Sicht von Meira, wodurch wir ihre Persönlichkeit sehr gut kennen lernen. Sie macht eine unglaubliche Entwicklung durch und es war immer wieder sehr spannend sie auf ihrem Weg und Abenteuer zu begleiten. Zudem ist sie kein - wie das in diesem Genre leider oft üblich ist - naives kleines Mädchen, sondern hat durchaus ihren eigenen Willen den sie auch durchsetzen will. Man muss Meira einfach mögen! Aber auch Sir und Mather habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Jeder hat seine ganz eigene Persönlichkeit und besonders der kämpferische und liebenswürdige Mather war mir von Beginn an sympathisch. Die Nebenfiguren und Gegendarsteller sind ebenfalls gut gezeichnet, wobei ich bei Theron noch sehr skeptisch bin und ihn so gar nicht einschätzen kann. Was sind seine wahren Ziele und Absichten? Wie ist er wirklich? Ich hoffe die Fragen werden in einem Folgeband geklärt. 
Im Verlauf der Geschichte warten einige Wendungen auf den Leser. Diese waren für mich teilweise doch sehr überraschend, an anderer Stelle wiederum sehr vorhersehbar. Mein Lesespaß wurde dadurch allerdings nicht getrübt und ich war von der ersten bis zur letzten Seite sehr gefesselt von der Geschichte. Am Ende hatte ich eigentlich mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger gerechnet, der aber zum Glück ausblieb. Dennoch bin ich schon sehr gespannt, wie die Geschichte sich weiter entwickeln könnte und hoffe es gibt bald eine Fortsetzung. 




"Schnee wie Asche" stellt einen gelungen Auftakt dar, bei dem man Lust auf mehr bekommt. Ich habe sehr hohe Erwartungen an die Folgebände und kann es gar nicht erwarten diese in meinen Händen halten zu können. Für Fantasy-Fans ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen