Samstag, 6. Februar 2016

[Rezension] Vor ihren Augen





Das Leben meint es gut mit Caroline Cashion. Die 37-jährige Dozentin für französische Literatur ist hübsch, intelligent und beliebt. Doch dann wird bei einer Routineuntersuchung in ihrem Nacken eine Kugel entdeckt. Caroline ist fassungslos. Als sie ihre Eltern darauf anspricht, eröffnen diese ihr die ungeheuerliche Wahrheit: Caroline ist adoptiert. Ihre leiblichen Eltern wurden ermordet, Caroline selbst überlebte die Tat schwer verletzt. Den Mörder hat man nie gefasst - und die Kugel nie aus Carolines Körper entfernt. Nun ist sie das wichtigste Indiz, um den Täter zu überführen. Womit Caroline in tödlicher Gefahr schwebt...




Ich vermute, dass es sich bei "Vor ihren Augen" um den Debütroman von Mary Louise Kelly handelt, denn weitere Werke konnte ich von ihr nicht ausmachen. 
Die Geschichte wird aus der Sicht von Caroline Cashion erzählt. Sie ist Dozentin für französische Literatur und ein eher introvertierter Mensch, der sich gerne hinter seinen Büchern verschanzt. Caroline war mir von Beginn an sympathisch und ihre Lebensgeschichte ist wirklich ergreifend und hat mich sehr berührt. Was für ein Schock muss es bitte sein, zu erfahren, dass man eine Kugel in seinem Nacken hat und das seit rund 30 Jahren??? Während andere vermutlich zusammen gebrochen wären und dem Druck nicht hätten stand halten können, so gibt Caroline nicht auf, kämpft für ihre Zukunft und ihr Leben und zeigt wahre Stärke. Das hat mich sehr an ihr begeistert und ich bewundere diese innere Stärke. 
Im Verlauf des Thrillers passiert bei weitem nicht so viel Action wie in anderen Büchern dieses Genre, dennoch wird es nie langweilig und ich habe bis zum Ende gespannt darauf gewartet, wie Caroline's Fall ausgehen wird. Teilweise kam mir der Gedanke, dass es wirklich nicht schwer dem Täter auf die Spur zu kommen, aber das Ende hat mich dann doch sehr überrascht und ich hatte so nicht damit gerechnet. 
Eine kleine Liebesgeschichte gibt es ebenfalls, jedoch verläuft diese eher beiläufig und nimmt nicht sonderlich viel Raum ein. Dadurch hat sie ganz gut in das Gesamtbild gepasst und auch nicht weiter störend auf mich gewirkt. 




Hier haben wir einen wirklich gelungenen Debüt-Thriller, der zwar eher still ist und ganz ohne Gemetzel oder ähnliches auskommt, dennoch spannend von der ersten bis zur letzten Seite ist. Ich hatte einige schöne Lesestunden mit dieser Geschichte und kann sie uneingeschränkt jedem weiterempfehlen. Ich hoffe bald neue Werke dieser wundervollen Autorin lesen zu können. 




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