Freitag, 11. März 2016

[Rezension] Wofür du stirbst






Annabel Hayer arbeitet als Fallanalytikerin bei der Polizei. Als sie die Leiche einer Nachbarin entdeckt, die einsam in ihrer Wohnung verhungerte, forscht sie nach. Im Laufe der letzten zwölf Monate starben über zwanzig Menschen allein in ihrem Zuhause - ohne jegliche Fremdeinwirkung. Schieden all diese Menschen wirklich freiwillig aus dem Leben? Ohne es zu ahnen, gerät Annabel in das Visier des Mannes, dessen stärkste Waffe seine süßen Worte sind...



Dieses Buch war wirklich...ein Kampf. Zu Beginn beschreibt die Autorin Annabel, Colin und Judith. Bereits hier ist der Schreibstil der Autorin sehr ausschweifend und langatmig und ich hatte schon nach wenigen Seiten absolut keine Lust mehr auf die Geschichte. Dennoch wollte ich dem Ganzen eine Chance geben und habe mich weiter bis Seite 100 vorgekämpft. Leider war zu diesem Zeitpunkt der Geschichte immer noch Fehlanzeige. Im weiteren Verlauf habe ich dann die Seiten oft überflogen oder auch mal ein paar ausgelassen. Trotzdem bin ich bei den entscheidenden Handlungssträngen immer noch auf dem Laufenden Geblieben, was nur verdeutlicht, wie ausschweifend die Autorin die Ereignisse beschreibt. 
Mit Hauptprotagonistin Annabel kam ich ebenfalls so gar nicht klar. Auf der einen Seite lebt sie privat sehr isoliert und hat niemanden außer ihrer Katze und ihrer Mutter. Im Beruf wiederum blüht sie sehr auf und wagt sich auch mal über den Tellerrand zu blicken. Das widersprach ihrem privaten Charakter komplett und war daher sehr unrealistisch und nicht wirklich stimmig. 
Der Antagonist war mir zu blass und langweilig gezeichnet und blieb mir irgendwie fremd. Er hatte einfach nichts interessantes an sich und konnte auch keinen Schwung in die Geschichte bringen. Den hätte diese aber dringend nötig gehabt. 



Obwohl der Plot viel Potenzial hat, blieb dieses leider ungenutzt. Hätte man die langatmigen Passagen gekürzt und ein wenig die Glaubwürdigkeit der Charaktere überarbeitet, so hätte hier wirklich ein toller Psychothriller entstehen können. Leider aber verliert die Geschichte sich in Nebensächlichkeiten und auf Spannung hofft man vergeblich. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen