Freitag, 1. April 2016

[Rezension] Der Pavillon der springenden Fische





China 1875: Der kleine Pavillon am Goldfischteich ist der Lieblingsort des jungen Mingzhi. Dort hat er eine Zuflucht gefunden, wo er sich in ruhe auf die Prüfung zum Mandarin vorbereiten kann. Durch sein Amt soll er den Traum seines Großvaters erfüllen und der Familie zu Ruhm und Ansehen verhelfen. Doch fremde Langnasen bringen Unfrieden ins Land - und die Augen einer jungen Frau tragen Unruhe in Mingzhis Herz...


Geschichten über China und dessen Kultur konnten mich schon immer begeistern und daher musste ich dieses Buch einfach haben. Es entwickelte sich dann etwas anders als vermutet, aber mir hat es sehr gut gefallen. Vorab möchte ich noch erwähnt haben, dass man auf alle Fälle sehr an der Ausbildung eines Mandarins und den chinesischen Kulturen und Gebräuchen interessiert sein sollte, da das Buch sonst sehr langweilig werden könnte. Es enthält viele Details und jemand der eher auf Spannung aus ist, könnte hier enttäuscht werden. 
Mingzhi ist unsere Hauptfigur aus dessen Sicht wir die Geschichte erleben. Er wächst in dem Hause seines Großvaters auf, der durch seine herrische Art die gesamte Familie unterdrückt hält. Sein Wort ist Gesetz und niemand wagt es ihm zu widersprechen. Da kommt Mingzhi seine Ausbildung gerade recht, um dem ungeliebten Zuhause zu entfliehen und er entwickelt sich zu einem sehr ehrgeizigem Schüler. 
Durch eine poetische und bildhafte Sprache werden die Charaktere sehr real und glaubwürdig dargestellt. Jeder hat seine ganz persönlichen Eigenschaften, Ecken und Kanten und mit Ausnahme des Großvaters mochte ich die Familie sehr gerne.


Durch "Der Pavillon der springenden Fische" erhält man einen tollen Einblick in das 19. Jahrhundert in China. Zwischen Familientradition, Ehre und Ehrgeiz erleben wir die Geschichte eines jungen Mannes, der seinen Platz in der Welt finden möchte. Wer sich gerne von China uns seiner Kultur begeistern lässt, sollte sich dieses Buch auf gar keinen Fall entgehen lassen. 



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