Dienstag, 19. April 2016

[Rezension] Sommerreise




Sara ist Anfang fünfzig und frisch geschieden. Als ihr Exmann dann auch noch verlangt, dass sie sich um den Verkauf seines Motorrads kümmert, hat sie genug. Kurzerhand entführt sie das wertvolle Liebhaberstück. Mit ihrer besten Freundin Jessica verlässt sie Stockholm und düst in Richtung Süden. Und damit beginnt erst das eigentliche Abenteuer. Die beiden Freundinnen lernen, die Liebe und das Leben endlich zu genießen. 



Bei dem Buch hatte ich ehrlich gesagt eine Art Roadtrip mit spannendem Liebesabenteuer oder zumindest etwas in die Richtung erwartet. Liebe gab es auch reichlich, aber die Reise selbst wurde mir persönlich zu kurz gehalten. Ich hätte mir gewünscht mehr Eindrücke, von ihren Zwischenstopps unterwegs, zu erhalten. 
Die Geschichte wird aus Jessica's und Sara's Sicht erzählt. Die Sprünge sind nicht immer kapitelweise aber man kann dennoch gut einen Überblick gehalten und dem Geschehen gut folgen. Beide Frauen haben ihre eigene Geschichte in diesem Buch, welche durch ihre gemeinsame Freundschaft miteinander verknüpft werden. Jessica's Liebesleben war für mich leider nicht so spannend und überzeugend, wie das von Sara, aber dennoch hat mir auch dieser Handlungsstrang recht gut gefallen. 
Neben den beiden gibt es auch eine Reihe anderer Charaktere, von denen manche recht bedeutend sind und andere eher eine Randfigur darstellen. Zunächst hatte ich ein wenig Mühe alle auseinander zu halten, aber mit der Zeit hatte ich keine Probleme mehr damit. 
Der Schreibstil ist recht abwechslungsreich und locker geschrieben, was gut zur Geschichte passt und dem Ganzen eine erfrischende Atmosphäre erteilt. 
Positiv überrascht hat mich wie lebensfroh die beiden in ihrem Alter noch sind und das sie nicht zum "alten Eisen" gehören. Sie mögen zwar Anfang fünfzig sein, aber das merkt man ihnen oft nicht an und manchmal wirken sie beinahe wie frisch verliebte Teenager. 



"Sommerreise" passt perfekt als leichte Urlaubslektüre für den Sommer. Es enthält zwar keine großen Überraschungen, aber vermittelt dennoch Fernweh und die Lust zu Verreisen. 




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