Mittwoch, 11. Mai 2016

[Rezension] Das Mädchen auf den Klippen



Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird sie jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht Grania das Kind an. Ohne es zu ahnen, stößt sie durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte - ihrer Geschichte...



Ich muss gestehen, ich habe das Buch erst vor kurzem gelesen, aber wirklich im Gedächtnis geblieben ist es mir nicht. Ich habe jetzt schon viele Einzelheiten wieder vergessen. 
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, zum einen Grania's Erlebnisse in der Gegenwart und dann noch Mary's Lebensweg in der Vergangenheit. Letzterer Handlungsstrang gefällt mir deutlich besser, da die Figuren überzeugen und die Szenen selbst spannender und interessanter geschrieben sind als in den Abschnitten über die Gegenwart.
Besonders die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr oberflächlich und einfach gestaltet und es fiel mir schwer mit ihnen warm zu werden. Hauptfigur Grania war hierbei mein größtes Sorgenkind. Sie wirkte auf mich mehrfach sehr egoistisch und selbstverliebt und zudem badete sie ständig in Selbstmitleid. So ein Verhalten kann ich einfach gar nicht leiden und dementsprechend war mir Grania nicht sehr sympatisch. 
Ihre entstehende Freundschaft zu Aurora wächst sehr schnell und binnen weniger Tage ist sie quasi ihre Ersatzmutter geworden. Sie unternimmt Einkäufe mit ihr, meldet sie fürs Ballett an usw. Ich an Stelle von Aurora's Vater würde einer fremden Frau nicht so viel Freiheiten im Umgang mit meinem Kind geben. 
Aurora mit ihren neun Jahren hat mir wiederum sehr gut gefallen, auch wenn man beim Lesen das Gefühl bekommt, dass die Autorin keine Ahnung von Kindern hat. Zum Ende hin unternimmt Aurora etwas (möchte ich an dieser Stelle nicht vorweg greifen was) und dieses Ereignis ist von vorne bis hinten komplett bei den Haaren herbei gezogen und unrealistisch. 
Die Story selbst war mir oft nicht ganz schlüssig und weißt außerdem einige Ungereimtheiten auf, die ich bis zuletzt nicht so ganz verstanden habe. Der Abschluss der Geschichte triefte dann noch einmal vor Kitsch und Übertreibungen und hat mir nicht gefallen. 



Dies war mein zweites Buch von Lucinda Riley und leider ist diese Geschichte für mich nur durchschnittlich. Die Story enthält einige Schwachpunkte und viel zu viel Kitsch, wodurch sie sehr konstruiert und unrealistisch wirkt. Weiterempfehlen möchte ich dieses Werk daher nicht. 



1 Kommentar:

  1. Hallo Bettina,

    ich musste jetzt schmunzeln. Ja, die Bücher von Riley sind doch allesamt vom Kitsch angehaucht, aber ab und zu finde ich das gar nicht schlecht. Für mich sind es Bücher zum Abtauchen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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