Dienstag, 17. Mai 2016

[Rezension] Hexenfluch



Die junge Ärztin Ella Thorens lebt nur für ihren Beruf. Seit ihre Mutter sie und ihren Vater vor Jahren verlassen hat, hält sie ihr Herz sorgsam verschlossen. Dies ändert sich, als sie eines Abends sieht, wie ein Mann zusammengeschlagen wird. Als sie den Verletzten berührt, fühlt sie, wie eine neue ungeahnte Macht sie durchströmt. Christian Havreux ist ein Hexer - und der Kontakt mit ihm erweckt Ellas magische Kräfte, das geheime Erbe ihrer Mutter. er überredet Ella, ihre Fähigkeiten ausbilden zu lassen, doch dabei verfolgt er nicht ganz uneigennützige Pläne...



Wenn ich ehrlich bin wollte bei mir bei diesem Buch der Funke einfach nicht überspringen. Immer wieder habe ich das Buch aus der Hand gelegt, da mich die Handlung nicht packen konnte und ich dann andere Dinge interessanter fand. 
Am Schreibstil lag das eigentlich nicht, denn die Autorin schreibst sehr fantasievoll und detailreich, so dass man sofort Bilder vor Augen hat, wie die Welt oder auch die Figuren aussehen.
Christian empfand ich insgesamt schon als sympathisch allerdings war er mir etwas zu "cool" dargestellt. Immer wieder lässt die Autorin Bemerkungen einfließen wie er spöttisch eine Augenbraue hebt oder super lässig seine Hände in die Hosentaschen steckt. Das war mir an mancher Stelle etwas  zu übertrieben und weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen. 
Ella wurde mir manchmal etwas zu schwach dargestellt und Lyresha, eine böse Dämonin, hat wirklich jedes Klischee bedient. Wahnsinns Figur, lange krallenähnliche Fingernägel und ihre Kleidung zeigt mehr als sie bedeckt. 
Tiefgang hat mir wiederum bei allen Charakteren gefehlt und ich muss sagen, das ich so einiges schon wieder vergessen habe, so oberflächlich und einfach gestrickt sind die Figuren.
Obwohl die Charaktere einige Mankos haben hat mir die Geschichte dennoch ganz gut gefallen. Sie konnte mich zwar nicht so fesseln wie andere Bücher und war manchmal sehr vorhersehbar, aber dennoch hab ich mich gut unterhalten gefühlt. 
Das Ende hat mich dann auch nicht mehr vom Hocker gehauen, aber es hat gut zur Geschichte gepasst und einen runden Abschluss gebildet. Fragen bleiben ebenfalls keine offen und so hat man einen gelungenes Ende. 



Als leichte Lektüre für zwischendurch ist "Hexenfluch" gut geeignet, allerdings sollte man nicht zu viel von der Geschichte erwarten. Man erfährt recht wenig von der Welt oder einigen Hintergründen, aber dennoch kann man die Story gut lesen. Ich bleibe dennoch ein wenig enttäuscht zurück, da mir das gewisse "Etwas" gefehlt hat und ich mir insgesamt mehr erhofft hatte. 





1 Kommentar:

  1. Schade, dass das Buch einige Schwächen hat. Ich habe es selber noch auf dem SuB liegen und werde jetzt mit etwas weniger Erwartungen an das Buch gehen, dann werde ich zum Glück nicht enttäuscht. Danke (^.^)

    LG Doreen

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