Donnerstag, 5. Mai 2016

[Rezension] Jessica - Irrwege der Liebe



Weder das Elend an Bord eines Sträflingsschiffes noch das harte, entbehrungsreiche Leben in der fremden Kolonie Australien können Jessicas Lebensmut brechen. Sie weiß, dass man ihr die Leiden ungerechterweise auferlegt hat und sie weiß auch, dass es einen Mann gibt, der fest von ihrer Unschuld überzeugt ist - und der sie liebt. Doch das Schicksal scheint diese Liebe nicht zulassen zu wollen.



Ich liebe ja irgendwie alle Geschichten rund um Kolonien in Australien und auch diese hier hat mir wieder sehr gut gefallen. Ein wenig hat sie mich an die Abby Lynn - Reihe erinnert und wer die mag, wird mit diesem Buch seine Freude haben. 
Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Jessica als auch Mitchell erzählt. So kann man die Gedankengänge und Beweggründe, aber auch Erlebnisse der beiden gut verfolgen und auch nachvollziehen. 
Zunächst spielt die Handlung an Bord des Sträflingsschiffes und ich bin immer wieder sprachlos, wenn ich lese wie es damals auf diesen Schiffen zugegangen ist und wie die Gefangenen behandelt wurden. Gerade Frauen waren einfach nur Gegenstände, die die Männer nach Lust und Laune benutzen und anschließend wegwerfen konnten. Einfach widerlich und auch wirklich schockierend. Auch Jessica macht einige traumatische und schreckliche Erfahrungen an Bord des Schiffes. Ich habe mit ihr gelitten und sie dabei immer wieder für ihre innere Stärke und ihren unerschütterlichen Mut bewundert. 
Auch Mitchell war mir für Beginn an sehr sympatisch und er ist der Einzige, der in Jessica mehr sieht als nur eine Gefangene. Wie er sich für sie einsetzt und versucht ihr zu helfen, ist so rührend und man muss ihn einfach gern haben :)
Der Schreibstil ist sehr anschaulich und besonders die Landschaft Australiens wird wieder einmal toll beschrieben. Man fühlt sich direkt in die damalige Zeit mit ihren Kolonien hineinversetzt und kann die sengende Hitze beinahe auf der Haut spüren. Wirklich sehr eindrucksvoll. Spannung ist ebenfalls von Beginn an vorhanden und zieht sich auch bis zuletzt durch. Dabei gibt es immer wieder einige mehr oder weniger überraschende Wendungen, die der gesamten Geschichte noch mehr Lebendigkeit einhauchen. 




"Jessica - Die Irrwege der Liebe" ist kein sonderlich anspruchsvoller Roman aber dennoch sehr unterhaltend. Wer sich gerne in die australische Kolonialzeit begibt und zudem romantische aber auch abenteuerliche Geschichten liebt, der liegt mit diesem Buch genau richtig. 



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