Mittwoch, 8. Juni 2016

[Rezension] Zwei um die Welt - In 80 Tagen ohne Geld



Paul und Hansen Hoepner beschließen, per Anhalter in 80 Tagen den Globus zu umrunden. Eine feste Route haben sie nicht, nur das Geld dafür wollen sie unterwegs als Gelegenheitsarbeiter und Verkäufer selbst gestalteten Schmucks verdienen. Ein kühner Trip mit hochgesteckten Zielen, bei dem die Uhr tickt. Und während sie versuchen, von Portugal nach Kanada zu trampen, in Japan Menschen für ihr Vorhaben zu begeistern und in Thailand an ein rettendes Wunder zu glauben, erleben sie hautnah, was es bedeutet keinen einzigen Cent in der Tasche zu haben. Dabei lernen sie, dass eine Niederlage auch immer zur Chance werden kann. 



Die beiden Brüder schmieden nach ihrer Extremfahrradtour von Berlin nach Shanghai einen neuen kühnen Trip. In 80 Tagen um die Welt ohne Geld. Geld verdienen wollen sie nur durch Arbeit, betteln oder gar einseitige Geschenke sind nicht erlaubt. Nachdem sei eine grobe Route im Kopf haben und ihr Gepäck gepackt bereit steht geht es los. 
Leider muss ich sagen, dass mich noch nie ein Reisebericht derart enttäuscht hat wie dieser. Von den bereisten Ländern lernt man kaum etwas kennen und erfährt nahezu nichts über sie. Immer steht den Brüder der Zeitdruck, Geldmangel oder das Suchen eine Unterkunft im Weg. So richtig genießen kann man die Reise als Leser nicht. Statt eines interessanten, sympathischen Selbsterfahrungstrip trifft man eher auf schlechte Stimmung und mangelnde Planung. So ist das "Abenteuer" geprägt von der schlechten Laune der beiden, weil sie sich selbst auf die Nerven gehen und nichts von den Ländern die sie bereisen, sehen. Stattdessen geht es immer nur darum wo man super günstig die nächste Unterkunft oder etwas zu essen findet. Ich habe mich mehrfach gefragt, wie so die beiden sich das alles antun wenn sie am Ende sowieso nichts davon haben. Ich mein Länder bereisen in schnellstmöglicher Zeit ohne etwas vom Land oder der Kultur mitzunehmen? Ich verstehe da den Sinn dahinter nicht so ganz. 
Auch die Reisebilder, die ca. in die Mitte des Buches eingebunden sind, verleihen kein Reisefieber oder Abenteuerlust. Sie sind zwar ganz nett anzusehen, reißen das Ruder aber leider auch nicht mehr rum.



Insgesamt muss ich sagen, konnte mich das Buch überhaupt nicht begeistern und ich war richtig froh, als ich es endlich zu Ende gelesen hatte. Ich hatte mir von dem Trip der beiden Brüder erhofft mehr über die Länder zu erfahren, die verschiedenen Kulturen und ihre Menschen. Das erfährt man leider jedoch nur am Rande bzw. überhaupt nicht. Für mich hat sich das Lesen dieses Trips jedenfalls nicht gelohnt und sonderlich empfehlenswert finde ich das Buch auch nicht. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen