Mittwoch, 7. September 2016

[Rezension] Leichenspiele



Die Dorfidylle trügt: Totengräber Max Broll und sein bester Freund, der ehemalige Fußballstar Johann Baroni erhalten ein unmoralisches Angebot. Man bietet den beiden viel Geld - wenn sie dafür eine Leiche vom Friedhof verschwinden lassen. Da Baroni vor dem finanziellen Ruin steht, lassen sie sich darauf ein. Die beiden geraten auf immer dunklere Abwege, als wenig später zwei weitere Leichen vor Baronis Tür liegen. Nicht nur die beiden Freunde, sondern auch die Polizei fragen sich, woher die unbekannten Toten kommen und warum ihnen mehrere Organe fehlen. 



Ich habe vor gut einem Jahr schon einmal ein Buch von Bernhard Aichner gelesen und es hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Weder der Schreibstil, noch der Inhalt oder die Figuren konnten mich überzeugen. Nun ist einige Zeit vergangen und ich wollte dem Autor gerne noch einmal eine Chance geben mich doch noch zu überzeugen, zumal er allgemein recht beliebt zu sein scheint. 
Leider jedoch war auch dieses Buch wieder ein einziger Kampf für mich. Besonders die Dialoge machen für mich jeden Lesespaß kaputt. Hier mal ein Beispiel aus Seite 11: 

- Max?
- Was?
- Kommst du mit?
- Wohin?
- Zurück?
- Warum?
- Warum nicht?

Sämtliche Dialoge sind nach diesem Schema aufgebaut. Mir persönlich ist das zu platt, zu einfallslos und schlichtweg langweilig. Es fehlen jegliche Emotionen der Figuren, die bei "normalen" Dialogen immer auf die ein oder andere Weise transportiert werden. 
Insgesamt wirkten alle Figuren auf mich schlicht und einfallslos wenn nicht sogar lieblos gestaltet. Auch wirkten die beiden Protagonisten mehrmals mehr als dümmlich auf mich und wirklich ernst nehmen konnte ich keinen von ihnen. Das gleiche Problem hatte ich bereits mit "Totenhaus" von Bernhard Aichner. 
Die Handlung konnte mich zu keiner Zeit fesseln und wirkte oftmals recht unglaubwürdig und unlogisch auf mich. Ich muss gestehen, dass ich einige Seiten überblättert habe und schließlich ab der Mitte ganz abgebrochen habe. Ich kann daher nichts über das Ende des Buches aussagen und will es ehrlich gesagt auch nicht. Ich bin wieder einmal sehr enttäuscht von dem Autor und kann die Begeisterung die ihm zuteil wird leider nicht wirklich nachvollziehen. 



Ich wollte dem gerne eine zweite Chance geben, aber leider wurde ich wieder maßlos enttäuscht. Ich kann das Buch auf gar keinen Fall weiter empfehlen und rate vielmehr von einem Kauf ab, so ungern ich das auch sage. Figuren, Handlung, einfach alles wirkt lieblos gestaltet und oftmals mehr als unlogisch bzw. realitätsfern. Ich bin wirklich sehr enttäuscht. 



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