Donnerstag, 22. Dezember 2016

[Rezension] Die Therapie


Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurück gezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird...

Bei "Die Therapie" handelt es sich um den Debütroman von Sebastian Fitzek, welcher nun schon vor knapp 10 Jahren veröffentlicht wurde. Ich war gespannt wie dieses Buch ist, da sich der Schreibstil der Autoren ja oftmals im Laufe der Jahre entwickelt und verändert. Dennoch war es für mich wenig überraschend, dass ich auch dieses Mal von Beginn an gefesselt von der Story war. 
Über den Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, da ich damit nur die Spannung nehmen würde. Das Thema Schizophrenie ist gut ausgearbeitet und man merkt deutlich wie genau Herr Fitzek recherchiert hat. Auch das finde ich immer wieder beeindruckend an seinen Büchern, denn selbst schwierige Themen bringt er dem Leser einfach nahe ohne dabei mit Fachwörtern um sich zu werfen. 
Dieses Mal thematisiert Sebastian Fitzek Wahnvorstellungen und deren Ursachen, Schizophrenie ist hier das Stichwort. Dabei steigert er die Spannung von Kapitel zu Kapitel und man kann schließlich nicht mehr aufhören zu lesen, so sehr wird man von den Geschehnissen eingenommen. Dabei schafft der Autor es gekonnt den Leser zu verwirren und auf falsche Fährten zu führen. Ich weiß nicht wie viele Theorien ich aufgestellt und wieder verworfen habe, es waren unzählige. Es bleibt bis zum Schluss höchst aufregend und erst auf den letzten Seiten versteht man das ganze Ausmaß der Geschichte. Einfach beeindruckend wie Sebastian Fitzek, das immer wieder schafft. Noch kein anderer Autor konnte mich derart fesseln und in die Irre führen. 

"Die Therapie" ist eine anspruchsvolle, aber sehr zu empfehlende Lektüre, die ich nur weiter empfehlen kann. Eine nervenaufreibende Geschichte, die man so schnell nicht wieder vergisst. 



1 Kommentar:

  1. Huhu Bettina,

    eine schöne Rezi! :)
    Das Buch habe ich leider noch auf dem SuB liegen, aber ich möchte es unbedingt im nächsten Jahr lesen. Besonders da scheinbar alle davon schwärmen.

    Liebe Grüße
    Jenny

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