Sonntag, 5. März 2017

[Rezension] Die Chroniken der Unterwelt - Am Abgrund


Wie durch einen Blitz aus heiterem Himmel wird ein kleines Dorf in Transsylvanien von den grausamen Vollstreckern der Inquisition in Schutt und Asche gelegt. Allein der junge Frederic kann entkommen. Kaum hat er herausgefunden, dass die heimtückische Tat einzig und allein dem Schwertkämpfer Andrej galt, als dieser ihn auch schon aufsucht und mitnimmt auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise quer durch das Transsylvanien des 15. Jahrhunderts. Doch schon bald hegt Frederic einen furchtbaren Verdacht: Ist dieser Mann, der fast unbeschadet durchs Feuer gehen kann und schwerste Verletzungen mühelos übersteht, etwa mit dem Teufel im Bunde?

Wolfgang Hohlbein wird von Lesern überall auf der Welt in den höchsten Tönen gelobt und nun habe ich endlich ebenfalls ein Werk von ihm gelesen. "Am Abgrund" stellt den Reihenauftakt zu den Chroniken der Unsterblichen dar, welche über zehn Bände besitzt soweit ich weiß. 
Andrej war für mich ein ungewöhnlicher und höchst interessanter Protagonist. Bereits früh merkt man, dass er kein gewöhnlicher Mann ist. Im späteren Verlauf wird dann schließlich auch das Geheimnis um Andrej gelüftet und man erfährt wer oder besser was er genau ist. 
Frederic hingegen hat mir ein bisschen Probleme bereitet. Für seine jungen Jahre wirkte er mir oft zu erwachsen, nur um dann Sekunden später wieder extrem naiv zu reagieren. Man konnte ihn dadurch nur schwer einschätzen und er wirkte manchmal auch leider richtig unsympathisch auf mich. 
Beeindruckt haben mich aber auf jeden Fall auch die Widersacher in der Geschichte. Sie wirken authentisch, bedrohlich und finster, schrecken vor nichts zurück und sind absolut skrupellos. 
Hohlbein bedient sich bei seiner Geschichte zwei unterschiedlicher Mythen und kombiniert sie miteinander, wodurch etwas ganz neues entsteht, dass ich so bislang noch nicht erlebt habe. Der Abschluss war stimmig und absolut passend, gleichzeitig lässt er einige Fragen für den nächsten Band offen. Ich freue jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung.
Mich hat sehr überrascht wie viel auf den rund 350 Seiten passiert. Man wird von einem Ereignis direkt in das nächste katapultiert und durch den wunderbaren Schreibstil und viele unvorhersehbare Wendungen lässt sich das Buch sehr zügig lesen. Man wird mitten in das Geschehen hinein gezogen und kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Da nimmt man auch gerne eine schlaflose Nacht in Kauf. 


Wolfgang Hohlbein ist mit "Am Abgrund" ein atemberaubender Reihenauftakt gelungen, der mich schwer beeindruckt hat und neugierig auf mehr macht. Es ist ein Meisterwerk auf höchstem Niveau und definitiv ein Muss für alle Fantasy-Liebhaber. 



1 Kommentar:

  1. Huhu Bettina,

    du hast mich mit deinem Posttitel ein wenig verwirrt - da ist ein Fehler drin :D
    Deine Rezi gefällt mir gut, aber das Buch würde ich wohl aufgrund des Covers nicht kaufen :P

    Liebe Grüße
    Charleen

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