Samstag, 20. Mai 2017

[Rezension] Die Schatten von London


Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der den Serienmörder kopiert. Unter den Augen der an den TV-Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern weiter - ohne eine Spur zu hinterlassen. Was keiner weiß: Eine Zeugin gibt es - Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her...


Ich muss zugeben, dass dieses Buch ein reiner Cover-Kauf war und ich mir den Klappentext zuvor nicht groß durchgelesen hatte. Ich liebe Bücher die in England spielen und die Geschichte rund um Jack the Ripper ist immer wieder aufwühlend, schockierend und faszinierend zugleich. 
Rory kommt aus einem kleinen unscheinbaren Ort im Nirgendwo von Louisana und ist ein ganz normales Mädchen. Während sie sich langsam in den Internatsalltag und London einlebt geschehen jedoch einige Morde, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellen. Ich mag Rory's aufgeweckte Art und man hat das Gefühl, sie ist wie ein Wasserfall und niemals still. Ihre Mitbewohnerin Jazza ist mit ihrer ruhigen und besonnen Art der perfekte Gegenpol für Rory. Neben den beiden gibt es noch eine handvoll weiterer Figuren, die für die Geschichte bedeutend sind. Lange im Gedächtnis sind sie mir aber irgendwie nicht geblieben, zumindest die Namen habe ich alle schon wieder vergessen. 
Die ersten 100 Seiten verlaufen noch etwas gemächlicher und genauso wie Rory gewöhnt man sich langsam an das Internat, den Alltag und London selbst. Danach nimmt die Geschichte an Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich fast. Es wird zunehmend spannender und die Geschichte bekommt eine interessante Wendung. 
Man bekommt zudem Informationen zu Jack the Ripper und wie und wo die Morde damals genau passiert sind. Blutige Details halten sich jedoch in Grenzen. Das Ende war ein ziemlicher Show-Down und hat sich gut in die Geschichte eingefügt. Gleichzeitig macht er neugierig auf den zweiten Band, den ich mir auf jeden Fall zulegen werde. 

Alles in allem ist "Die Schatten von London" ein sehr gelungener Jugendroman, der trotz kleinerer Schwächen sehr lesenswert ist. Das Buch eignet sich für alle, die sich für London und die Morde von Jack the Ripper interessieren und empfehle es gerne weiter. 


1 Kommentar:

  1. Hallo Bettina,

    die Reihe hatte ich schon von Beginn an im Blick und mittlerweile ist sie mir ein bisschen abhanden gekommen. Trotzdem, so wie du hier die Ripper-Morde erwähnst, werde ich wieder neugierig.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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