Mittwoch, 31. Mai 2017

[Rezension] Und niemand soll dich finden


Fünf Jahre ist es her, dass Amanda Pierce unmittelbar vor ihrer Hochzeit verschwand - und nie mehr auftauchte. Hatte sie plötzlich Angst vor der Ehe bekommen, oder wurde sie Opfer eines Verbrechens?

Laurie Moran, die sich als TV-Journalistin auf ungelöste Kriminalfälle spezialisiert hat, beginnt zu ermitteln - und sticht damit in ein Wespennest: der Bräutigam ist suspekt; ebenso seine jetzige Ehefrau, die ehemals beste Freundin von Amanda; oder auch Amandas Schwester, die getrieben war vor Eifersucht. Immer mehr Verdächtige tauchen auf. Nur Amanda bleibt verschwunden...

Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Band einer Reihe, wobei man die Vorgänger nicht kennen muss, da die Geschichten in sich geschlossen ablaufen.
Die Kapitel sind meiner Meinung nach extrem kurz geraten, oftmals nur zwei bis vier Seiten lang. Dadurch lässt sich die Geschichte allerdings sehr flott und zügig lesen. 
Laurie Moran ist TV-Journalistin und versucht gemeinsam mit ihrem Team ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Nun nimmt sie sich dem Fall von Amanda an, nachdem sie Besuch von deren Mutter hatte. Dabei scheint die Liste der potentiellen Verdächtigen immer länger zu werden. 
In meinen Augen plätschert die Geschichte langsam vor sich hin ohne, das es zu großen Spannungsmomenten oder geballter Action kommt. Laurie nimmt sich alte Videoaufnahmen vor, Familienmitglieder, Bekannte und Freunde von Amanda werden verhört, um langsam ein Bild von dem ganzen Fall zu bekommen. Leider bin ich mit keiner Figur wirklich warm geworden, was wohl auch den sehr kurzen Kapiteln liegt. Ebenso ähneln sich die Namen einiger Charaktere sehr stark, wodurch ich mehrfach durcheinander geraten bin, wer nun eigentlich wer ist. So gibt es z.b. einen Jeff, einen Jeremy und einen Jerry. Das war für mich oftmals ein wenig verwirrend. 
Gegen Ende spitzt die Lage sich dann ein wenig zu, aber wirklich spannend wurde es auch hier nicht. Für mich war es sehr suspekt, dass das Team auf Hinweise stößt, die zuvor sowohl Polizei, als auch FBI und Privatermittlern allesamt entgangen sind. Und sooo schwierig zu entdecken waren die nun auch nicht. Überzeugen konnten mich die Autorinnen hier nicht. Auch die Auflösung ist eher etwas lahm und einfallslos geraten, zumindest war für mich schnell klar, was wirklich passiert war. Ich bin insgesamt leider enttäuscht von dem Buch und hatte viel mehr erhofft. 

"Und niemand wird dich finden" ist für mich eine her durchschnittlicher Thriller, bei dem man die Erwartungen etwas weiter unten ansiedeln sollte. Mich konnten weder die Charaktere noch die Auflösung des Falls bzw. der Weg dahin überzeugen. Daher empfehle ich das Buch nicht weiter. 


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