Samstag, 3. Juni 2017

[Rezension] Die Götterkriege - Die Weiße Flamme


Nach einer riskanten Reise gelingt es der Halbelfe Leandra in Begleitung von Schwertmajor Blix, die Kronstadt Illian zu erreichen. Dort soll sie den Thron über die drei Reihe besteigen und den Menschen der seit Monaten belagerten Stadt neue Hoffnung geben. Doch Kriegsfürst Corvulus hat das Heer des Feindes vor Illian versammelt und ein schreckliches Ultimatum ausgesprochen. Schon lodern die Scheiterhaufen der Weißen Flamme, und auch Wiesel gerät zwischen die Fronten der religiösen Fanatiker. Leandra bleibt nur wenig Zeit, um das Schicksal Illians zu wenden, bevor sie der Ketzerei überführt und hingerichtet werden soll...



Nachdem es eine Weile her ist seit ich den ersten Band der Götterkriege gelesen habe, war die Zusammenfassung auf den ersten Seiten des zweiten Bandes sehr hilfreich, um schnell noch einmal die Erinnerungen aufzufrischen. Zudem schafft der Autor es jedes Mal aufs Neue, dass man sich bereits nach wenigen Zeilen wieder mitten drin und angekommen fühlt. 
"Die weiße Flamme" setzt nahtlos an seinem Vorgänger an, wobei dieser Band für mich ein weniger ruhiger war, weniger rastlos. Havald, der normalerweise im Mittelpunkt allen Geschehens steht, nimmt dieses Mal nur eine Randfigur ein, wodurch mir die ganze Zeit irgendwie ein bisschen was gefehlt hat. 
Dafür jedoch bekommt Leandra mehr Raum und die Figur von Wiesel wird weiter ausgebaut. Andere altbekannte Charaktere sind jedoch weiterhin mit von der Partie und runden das Gesamtgeschehen gelungen ab. 
Besonders interessant waren in diesem Band für mich die magischen Tore und ihre Funktionsweise, die um einiges komplizierter ist, als man zunächst annehmen möchte. 
Besonders schön finde ich es immer wieder, wenn Richard Schwartz bereits vergessene kleine Handlungsstränge aus den ersten Bänden gekonnt mit den aktuellen Vorkommnissen verknüpft. Dabei hat man oft diese Aha-Erlebnisse und es ist immer wieder beeindruckend wie komplex die Geschichte aller Figuren und Völker miteinander verwebt sind. 



"Die weiße Flamme" ist ein wahrer Page Turner und ich konnte das Buch kaum noch aus den Händen legen. Für mich eine sehr gelungene Fortsetzung, die neugierig auf den dritten Band macht, in dem Havald hoffentlich wieder eine größere Rolle einnimmt. 





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