Mittwoch, 14. Juni 2017

[Rezension] Im Tal des Fuchses


Ein sonniger Augusttag, ein einsam gelegener Parkplatz zwischen Wiesen und Feldern. Vanessa Willard wartet auf ihren Mann, der noch eine Runde mit dem Hund dreht. In Gedanken versunken, bemerkt sie das Auto nicht, das sich nähert. Als sie ein unheimliches Gefühl beschleicht, ist es schon zu spät: Ein Fremder taucht auf, überwältigt, betäubt und verschleppt sie. In eine Kiste gesperrt, wird sie in einer Höhle versteckt, ausgestattet mit Wasser und Nahrung für eine Woche. Doch noch ehe der Täter seine Lösegeldforderung an ihren Mann stellen kann, wird er wegen eines anderen Deliktes verhaftet. Und überlässt Vanessa ihrem Schicksal...


Vorab möchte ich anmerken, dass diese Rezension Spoiler enthalten wird. Wer das Buch also noch gerne lesen möchte, sollte nur das Fazit lesen. 

Dieses Buch hat mich tatsächlich sehr wütend gemacht. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn der Klappentext eine andere Geschichte verspricht als man dann letztendlich zu lesen bekommt. Und genau das ist hier der Fall. Liest man den Klappentext so könnte man meinen es geht hauptsächlich um Vanessa und die Frage, wie sie die Zeit überlebt, oder ob sie sich überhaupt aus der Höhle befreien kann oder vielleicht rechtzeitig gefunden wird. Tatsächlich aber, weiß man schon nach wenigen Kapiteln, wie es mit ihr ergeht und dann richtet sich die gesamte Geschichte auf die Zeit drei Jahre nach ihrer Entführung. Das hat mich ziemlich gestört, weil ich eben eine ganz andere Geschichte erwartet hatte. 
Der Hauptfokus der Geschichte liegt auf dem Entführer von Vanessa, mit dem ich irgendwie so gar nicht warm werden konnte. Aber auch die anderen Figuren bleiben blass, wodurch sie nicht lange im Gedächtnis bleiben. 
Die Handlung hangelt sich von einem belanglosen Ereignis zum nächsten und man fragt sich immer wieder wo das alles nun hinführen soll. Einen roten Faden sucht man vergeblich. Die ersten ca. 80 Seiten sind noch interessant und schnell zu lesen, ab da wird es dann immer zäher bis man schließlich das Gefühl hat in Treibsand festzustecken. Nach rund 300 Seiten habe ich das Buch schließlich abgebrochen, da ich sonst beim Lesen eingeschlafen wäre und mich das Ende sowieso nicht mehr interessiert hat. Ich vermute, dass man die gesamte Handlung auch in einigen hundert Seiten weniger hätte erzählen können. 


Der Klappentext verspricht eine Geschichte um die es gar nicht geht. Unscheinbare und unsympathische Charaktere und eine Handlung so zäh wie Kaugummi rauben leider auch das letze bisschen Lesefreude. Ich vergebe nur sehr ungern eine so schlechte Bewertung, aber mehr wie ein Herz ist hier leider wirklich nicht drin. Ich bin extrem enttäuscht und würde abraten das Buch zu kaufen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen