Donnerstag, 13. Juli 2017

[Kurz-Rezension] Die verborgene Schönheit der Sterne


Martina ist glücklich mit dem Astrophysiker Leonhard verheiratet. Das Leben scheint in gewohnten Bahnen zu verlaufen und hält wenig Überraschungen bereit. Doch eine Zufallsbekanntschaft mit dem katholischen Priester Jarek ist Auslöser eines tiefen Risses in ihrer so sicher und befriedigend wirkenden Realität. Von Gewissensbissen begleitet, beginnen die beiden trotzdem eine heimliche Liebesbeziehung. Diese findet jedoch ein jähes Ende, also Leonhard unheilbar an Krebs erkrankt. 

Von einem Augenblick auf den anderen steht Martina einer komplizierten Situation gegenüber, die sämtliche Gewissheiten hinterfragen wird. Aber damit ist sie nicht alleine: Sowohl Jarek als auch Leonhard erlangen für sich grundlegende Erkenntnisse, die beiden Männern neue Sichtweisen eröffnen.


Das Cover muss ich gestehen hat mich eigentlich nicht wirklich angesprochen, aber der Klappentext wiederum klang recht interessant und so wollte ich dem Buch eine Chance geben. Meine Erwartungen habe ich nicht sehr hoch gesetzt und das war auch gut so. Ich wäre andernfalls nur enttäuscht worden. 
Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da die Autorin sehr viele Fachbegriffe und Schachtelsätze verwendet. Dadurch wird der Lesefluss gestört und das Lesen ein wenig anstrengend. Mit der Zeit konnte ich mich aber daran gewöhnen. 
Insgesamt gibt es zwei Handlungsstränge. Zum einen verfolgt man als Leser Martina, Leonhard und Jarek und zum anderen einen obdachlosen Jungen namens Mike. Ich habe leider bis zuletzt nicht verstanden, wozu es den zweiten Handlungsstrang überhaupt gibt. Die Geschichte wäre auch gut ohne ihn ausgekommen und für mich hat er keinerlei Sinn ergeben. Die Charaktere waren für mich ganz passabel ausgearbeitet, aber mir wird dennoch keiner lange im Gedächtnis bleiben. Das gewisse Etwas hat leider gefehlt. Mehr möchte ich zu den Figuren nicht äußern, da ich sonst zu viel vorweg nehmen würde. 
Leider verläuft die Geschichte nur sehr langsam und nimmt nie wirklich an Fahrt auf. Das hat zu mehreren Längen geführt, die den Lesespaß stark eingeschränkt haben. Ich musste mich oftmals von Seite zu Seite quälen und hatte kaum Lust weiter zu lesen. Wirklich spannend wurde es irgendwie nie und auch zu den Figuren konnte ich keine Beziehung aufbauen.  
Das Thema der Story soll zum Nachdenken anregen, was auch bis zu einem gewissen Grad gelingt. Dennoch war ich richtig erleichtert, als ich endlich die letzte Seite gelesen und das Buch damit beendet hatte.


Für mich ist "Die verborgene Schönheit der Sterne" leider eine wirklich herbe Enttäuschung gewesen. Die gesamte Story plätschert sehr vor sich hin und ist an vielen Stellen unnötig in die Länge gezogen. Dadurch wird sie leider sehr langweilig und hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht. 



1 Kommentar:

  1. Hey Bettina :)

    Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Ich muss leider sagen, dass es mir da sehr ähnlich ging und ich deine Kritikpunkte absolut verstehen kann.
    Ich hatte auch sehr große Mühe mit dem Schreibstil und habe mich da auch eher ein wenig gequält. Mir fehlte auch ehrlich gesagt die Handlung (man hat ja eigentlich mehr über Wissenschaft/Religion philosophiert als das es eine Geschichte gab)
    Ich hatte es echt anderen Erwartungen an das Buch, vor allem habe ich mir komplett was anderes vorgestellt.

    LG Andrea

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