Freitag, 11. August 2017

[Rezension] Sumerland - Prinz Zazamael


Serisada ist verschwunden, als das flüssige Silber ihr Stadtviertel überflossen hat. Damit gilt ihr Tod als hunderprozentig gewiss, denn das Silber ist der geheime Schrecken und das schmutzige Geheimnis hinter der glamourösen Fassade der Stadt. Das Silber wartet unten im Stadtkegel, um früher oder später, alles aufzunehmen, was die Zivilisation von Waylhaghiri produziert. Prinz Zazamael ist seit jeher von Prinzessin Serisada besessen, weil nur sie für ihn ein gleichwertiges Gegenüber sein kann und keine Marionette - nur durch sie kann er den "wilden Wein" erlangen und die große Fusion zur Verschmelzung von Traum und Realität herbeiführen. Die Nachricht vom Tod von Prinzessin Serisada führt dazu, dass er sich selbst und sein Königreich verkommen lässt. Serisada hat aber gegen alle Wahrscheinlichkeit überlebt. Stockwerk für Stockwerk, Zivilisationsepoche für Zivilisationsepoche kämpft sie sich den Stadtkegel empor und schafft es schließlich, in Waylhaghiri ein Revolution auszulösen. Sie endet im Zweikampf mit Zazamael. Die Stadt geht in einer unkontrollierten Fusion unter und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit. Beide Königskinder finden sich in einer menschenleeren Welt auf der anderen Seite des Silberspiegels wieder und entdecken dort, was aus all den Dingen und Leuten geworden ist, die im Lauf der Jahrhunderte in das flüssige Silber gestürzt sind. 

Bereits beim ersten Band ist der Klappentext ziemlich ausführlich und sowas mag ich ja gar nicht. Ich finde es total doof, wenn ich die halbe Geschichte dadurch bereits im Vorfeld kenne. Hier ergeht es einem ähnlich. 

Den Schreibstil kannte ich dieses Mal ja bereits, wodurch der Einstieg deutlich leichter fiel. Dennoch habe ich mir schwer getan mit der Geschichte und hatte ähnliche Probleme wie im ersten Band. Es findet ständig ein Wechsel zwischen Fiktion und Realität statt und ich wusste oftmals nicht was nun gerade real und was unwirklich ist. 

Bezüglich der Protagonisten hat sich zum ersten Band nichts groß geändert und wirklich sympatisch ist mir immer noch niemand. Die Figuren bleiben oberflächlich und es fehlt ihnen an Tiefe und Glaubwürdigkeit. Das finde ich sehr schade, hier wäre wirklich viel Potenzial vorhanden gewesen. 

Insgesamt war der zweite Band für mich schwächer als sein Vorgänger und ich bin leider überhaupt nicht von der Geschichte überzeugt. Die Grundidee ist wirklich gelungen, aber es hapert an vielen Stellen an der Umsetzung. Die vielen Perspektivwechsel und das permanente Hin und Her zwischen Traum und Wirklichkeit, machen es schwer dem Geschehen zu folgen und alles gut zu verstehen. Die Handlungen wirken wirr und unverständlich und werden dadurch ziemlich langweilig. Ich bin leider recht enttäuscht von diesem zweiten Band und noch einmal würde ich diesen wohl auch nicht lesen. 

Auch der zweite Band von Sumerland ist definitiv nichts für die breite Masse. Diesen speziellen Erzählstil muss man wirklich mögen, ansonsten macht das Buch kaum Freude. Mir sagt der Stil leider gar nicht zu und ich war froh als ich dieses Buch beendet hatte. Es war mir zu wirr, zu konfus und ich konnte bis zuletzt nicht in die Geschichte hinein finden. 


1 Kommentar:

  1. Ich hab die beiden Bücher vor kurzem auch gelesen und muss sagen ich hab noch nie so unsympathische Protagonisten gehabt. Ich mochte weder die Prinzessin noch den Prinzen.
    Der Schreibstil hat mir Anfangs auch große Probleme bereitet, aber beim zweiten Band gings dann.

    lg Sally
    http://like-jackandsallysbooks.blogspot.de/

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