Samstag, 18. März 2017

[Rezension] Die Chorniken der Unsterblichen - Der Vampyr


Osteuropa im 15. Jahrhundert. Als der Inquisitor den Befehlt gibt, >>die Hexen zu verbrennen<<, muss Andrej sich mit seinem Erzfeind, dem Piratenkapitän Abu Dun, verbünden und Seite an Seite mit dem schwarzen Riesen gegen die schreckliche Gefahr kämpfen. Denn nicht nur Andrejs Leben und das seines Schützlings Frederic stehen auf dem Spiel, sondern das Schicksal ganz Transsilvaniens. Da erfährt er, dass seine geliebte Maria unter den Einfluss des düsteren Fürsten Dracul geraten ist...


Bei diesem Band handelt es sich um den zweiten von zwölf Bänden der Reihe von die Chroniken der Unsterblichen. Irgendwie fällt es mir bei dem Band schwer einzuschätzen ob ich ihn nun wirklich gut fand oder eher nur durchschnittlich.
In diesem Band ist die Atmosphäre sehr dicht und düster, was Wolfgang Hohlbein vor allem durch die historischen Bezügen rund um die türkischen Kriege und Vlad Tepes erreicht. Der Schreibstil enthält einige Wiederholungen und wirkt nicht mühelos wie im ersten Band sondern eher gezwungen. Ich konnte die Geschichte nicht so locker und fließend lesen wie den ersten Band, was aber nicht an der Handlung an sich lag. 
Diese hält viele Actionszenen und spannende Momente parat und ich hatte oft Angst um die Figuren und habe regelrecht gebetet, dass sie heil aus allem heraus kommen. Dabei fällt leider auf, dass Andrej ungewöhnlich oft durch die seltsamsten Zufälle Situationen überlebt, die für jeden anderen tödlich geendet hätten. So wird das Buch leider vorhersehbar und man kann des öfteren bereits im Vorfeld erahnen wie die Ereignisse sich entwickeln werden. Einige Aktionen der Figuren erscheinen unrealistisch und wirken kaum glaubwürdig, ich glaube nicht, dass jemand in Wirklichkeit so handeln würde und konnte oftmals nur verwundert den Kopf schütteln. 
Insgesamt ist das Tempo im Vergleich zum ersten Band deutlich verringert, da viele Details aus der Vergangenheit immer und immer wieder wiederholt werden, oftmals sogar mit sehr ähnlichen Textstellen. Dennoch ist die Handlung interessant genug, dass ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Ich bin zuversichtlich, dass der dritte Band wieder etwas mehr Schwung bekommen und die Geschichte spannender fortgeführt wird. Zumindest hoffe ich es. 


Der zweite Band stellt eine solide Fortsetzung dar, die mit dem Auftakt der Reihe leider nicht ganz mithalten kann. Alles in allem ist es dennoch eine sehr lesenswerte Fantasylektüre die ich nur zu gerne weiter empfehle. 



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