Sonntag, 23. Juli 2017

[Rezension] Rubinrot


Gwendolyn Shepherd ist eigentlich eine ganz normale Sechzehnjährige - ihre Familie hat jedoch ein Geheimnis: Seit Generationen wird mütterlicherseits ein Zeitreise-Gen weitervererbt. 


Bei dieser Version handelt es sich um das Hörspiel zur Kinoverfilmung von "Rubinrot" und gesprochen werden die Figuren von den Schauspielern. Auf dieses Hörspiel war ich wirklich sehr gespannt, da die Geschichte zu "Rubinrot" total meinen Geschmack trifft und zumindest das Buch ja immer wieder sehr gelobt wird. Was dann kam hat mich doch sehr überrascht, nur leider nicht gerade positiv...

Gwendolyn war für mich eine schreckliche Protagonistin und sie kam mir nicht nur naiv vor, sondern eher schon wie ein dummes Huhn. Egal was man ihr sagt, sie muss erst mindestens zehnmal hören ehe sie es auch wirklich kapiert und dadurch müssen sich alle ständig wiederholen. Allgemeinbildung ist ihr total fremd und auch viel zu schwierig. Einmal muss sie sich für eine Mission drei lateinische Wörter merken, die sehr bedeutsam für das Unterfangen sind. Natürlich schafft sie auch nicht mal das und ich konnte nur noch mit dem Kopf schütteln. Für ein 16-jähriges Mädchen wirkt sie auf mich viel zu unreif. 
Gideon konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Auf mich wirkt er wie ein 0815 Charakter, den man mit beliebigen anderen austauschen könnte, es würde nicht auffallen. Wieso Gwendolyn für ihn Gefühle entwickelt hab ich bis jetzt nicht verstanden. Sein Verhalten ist zumeist arrogant und herablassend, aber er scheint wirklich toll zu sein, da er ja so gut aussieht. Diese Art Protagonisten mag ich leider überhaupt nicht. 
Die Nebenfiguren waren eher blass und in das klassische Schwarz-Weiß-Prinzip unterteilt, wobei man über die meisten nichts näheres erfährt. Zudem sind alle sehr klischeehaft dargestellt, weshalb sie mir kaum bis gar nicht sympathisch waren und wohl auch nicht lange im Gedächtnis bleiben werden. 

Die Geschichte selbst hätte durchaus Potenzial, aber das wurde leider nicht genutzt. "Rubinrot" stellt den ersten Band der Trilogie dar und für mich war dieser Teil viel zu sehr in die Länge gezogen. Vorhersehbar sind die meisten Ereignisse ebenso, wodurch Spannung komplett Fehlanzeige war. 

Die einzelnen Stimmen der Figuren waren im Großen und Ganzen recht angenehm, aber zwischendurch wirkten mir viele Gespräche oder Sätze zu gewollt und konstruiert, als das ich sie den Figuren wirklich geglaubt hätte. 

Für mich war "Rubionrot" leider ein totaler Reinfall. Das lag zum einen an einer mehr als naiven und dümmlichen Protagonistin, aber auch einer sehr vorhersehbaren Story und mangelnder Spannung. Auf die weiteren Bände hab ich definitiv keine Lust. 


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