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Irist ist tot und die letzte, die sie lebend gesehen hat ist Tamar. Die wiederum sitzt nun in einer Jugendpsychiatrie und kann und will einfach nicht darüber sprechen, was mit Iris geschehen ist. Sie ist verstört, depressiv, verletzt sich selbst. Daher soll sie nun Hilfe in Lime Grove bekommen.
Als Leser begleitet man Tamar vom ersten Tag in der Klinik an. Mieses Essen, gefühlt tausend dämliche Regeln und sinnlose Therapiegespräche. So sieht nun also ihr Alltag aus. Dabei lernt man auch einige andere Patienten kennen, die ich allesamt sehr gerne mochte.
Die Geschichte selbst wird aus der Ich-Perspektive von Tamar erzählt, wobei sich zwei verschiedene Zeitebenen abwechseln. Zum einen erleben wir das Hier und Jetzt, also Tamars Zeit in der Klinik. Und dann gibt es noch ein vorher, als Iris noch am Leben war.
Für mich hätte das Buch auf jeden Fall noch etwas länger sein können. Die Therapiestunden mit Dr. Flores waren mir zu kurz und wenig detailliert. Hier hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht. Insgesamt ist Tamar wohl für viele Monate in Behandlung, das wird im Buch allerdings nicht eindeutig vermittelt.
Bei diesem Buch handelt es sich um keine leichte Kost. Auf der Rückseite findet sich auch eine Triggerwarnung, dass die Geschichte Selbstverletzung und suizidales Verhalten behandelt. Diesen Hinweis finde ich sehr sehr gut, dass das Buch wirklich nicht für jeden geeignet ist. Auch würde ich es nicht für Jugendliche unter 14 Jahren empfehlen.
Ich selbst hätte mir den Inhalt sogar etwas extremer vorgestellt, aber die ein oder andere Szene ging dann doch unter die Haut.
Ich finde es sehr gut, dass solche ernsthaften Themen in Jugendbüchern behandelt werden. Es sollte viel mehr Lektüren dieser Art geben, damit psychische Erkrankungen und ähnliche Themen endlich keine Tabus mehr sind.
Ein schonungsloser Roman, der im Kopf bleibt und für die Ausmaße psychischer Krankheiten sensibilisiert.




























