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Sonntag, 16. Juni 2019

Autoreninterview mit Felicitas Sturm


Hey meine Lieben, 

nachdem ich die liebe Felicitas Sturm bei einer Lesung bei uns im Osiander kennen lernen konnte, durfte ich nun ein Interview mit ihr führen. Felicitas hat bislang die ersten beiden Bände der Evanna-Reihe geschrieben. 
Meine Rezension zu Band 1 findet ihr hier: Klick mich!








Felicitas Sturm, geboren 1993, begann bereits mit 17 Jahren zu schreiben - das Buch, das schließlich zu "Evanna Athos und die Zeiten der Macht" wurde. Sie lebt im Allgäu und wenn sie nicht gerade mit einem Buch in der Hand in ihrem Lesefenster sitzt, dann findet man sie wahrscheinlich auf einem Berg. 







Hallo Felicitas, 
vielen lieben Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Für alle die deine Bücher noch nicht kennen. Beschreibe doch mal den ersten Band in drei Sätzen oder weniger. 

In nur drei Sätzen? Okay ich versuche es :D
Evanna hält sich für ein ganz normales Mädchen bis ihr Vater verschwindet und ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf gestellt wird. Als wäre das nicht schon genug passieren einige merkwürdige Ereignisse, wie z.b. ihre Begegnung mit einem sprechenden Gartenzwerg. Außerdem bekommt sie eine Einladung zu einem -nennen wir es- "Streber-Internat". 

Perfekt, genau drei Sätze! Das klingt ja schon mal ziemlich spannend. Das Verschwinden von Evannas Vater spielt ja gleich zu Beginn eine wichtige Rolle. Wie bist du auf dieses Plotelement gekommen?

Für mich stand hier nicht so sehr die emotionale Ebene im Vordergrund. Also ich habe keinen persönlichen Bezug zu diesem Ereignis und auch keine Erfahrungen in diese Richtung erlebt. Es ist für die Geschichte aber ein sehr wichtiges Schlüsselelement, dass ich so unbedingt einbauen wollte. 

Du machst das Schreiben aktuell ja (noch) nicht hauptberuflich. Wann ist denn deine Schreibzeit bzw. wann bist du am produktivsten?

Am besten lässt es sich natürlich schreiben wenn ich frei habe oder Urlaub, da ich dann nicht viel anderes im Kopf habe, dass mich ablenkt. Außerdem habe ich dann auch einfach am meisten Zeit. Insgesamt würde ich aber schon sagen, dass es einfach auch eine Frage der Disziplin ist und inzwischen kann ich mich eigentlich immer zum Schreiben "zwingen". Da ich ein Morgenmensch bin stehe ich meistens eh sehr zeitig auf und wenn ich mir das Schreiben fest vornehme, dann klappt das in der Regel auch ganz gut. 

Und was ist für dich der größte Störfaktor beim Schreiben? 

Ganz klar Internet und Handy. Klar ist beides praktisch wenn man einmal schnell ein historisches Ereignis oder in Google recherchieren möchte, aber ich ertappe mich doch sehr oft dabei, wie ich am Ende in irgendwelchen Apps Videos und Bilder anschaue. 
Daher habe ich mir angewöhnt mein Handy während dem Schreiben in ein anderes Zimmer zu legen, so ist schon mal ein Störfaktor weg und ich kann mich dann auch tatsächlich viel besser konzentrieren. 

Ja das Problem mit dem lieben Internet/Handy kenne ich vom Lernen auch. Deine Jugend-Reihe lässt sich ja im Bereich Fantasy einordnen. Gibt es ein Genre, an das du dich gar nicht traust? Und wenn ja warum?

Thriller und Krimis. Ich habe kein großes Interesse an diesen Genre und lese sie daher selbst kaum. Es packt mich einfach nicht. 

Planst du deine Bücher ausführlich oder schreibst du einfach drauf los?

Ich schreibe am liebsten einfach drauf los ohne mir vorher zu viele Gedanken zu machen. Die Protagonisten machen meistens eh was sie wollen und dann werfe ich auch einiges schon mal wieder über den Haufen. Ganz grob ist die Geschichte zwar schon geplant, aber das sind eher wichtige Schlüsselelemente und keine Details. Manchmal rächt sich das dann aber auch, wenn ich mehrere Stränge zusammenführen möchte und erst mal gar keine Ahnung habe, wie ich das nun am besten anstelle. 

Deine Charaktere sind ja alle ziemlich vielseitig. Hast du eine Lieblingsfigur?

Ja habe ich und zwar Austin. Er hat super viel Spaß beim Schreiben gemacht, denn aufgrund seiner rechthaberischen Art kommt es immer wieder zu einigen Diskussionen. Die zu Schreiben war total cool. Meistens hat man ja im Alltag das Problem, dass einem die besten Argumente immer erst einen Tag später einfallen, also viel zu spät. Beim Schreiben ist das wiederum überhaupt kein Problem, da ich ja jederzeit noch einmal alles überarbeiten kann. Austin bringt viel Schwung rein und treibt meiner Meinung nach die Handlung voran. 

Oh ja Austin, war einfach super! Den kann man nicht mal genau beschreiben, den muss man erleben :D
Bislang hast du ja zwei Bände veröffentlicht. Sind denn weitere Projekte geplant? Und wenn ja, welche?

Also dieses Jahr wird definitiv noch der finale Band der Reihe erscheinen. Ich möchte das Buch gerne im Herbst veröffentlichen, ob das klappt kann ich aber noch nicht ganz sicher sagen. Derzeit liegt die erste Fassung bei meinen Testlesern und danach muss ich sie ja noch einmal überarbeiten. 
Von dieser Reihe abgesehen habe ich im Moment noch keine konkreten Pläne. Ich möchte auf jeden Fall weiter schreiben, aber das lasse ich alles in Ruhe auf mich zukommen. Eine vage Idee für eine neue Geschichte habe ich schon, aber die muss erst einmal noch etwas reifen. 

Also ich denke ich spreche da nicht nur für mich, wenn ich sage, dass wir unbedingt noch viel mehr von dir lesen wollen!
Zum Schluss darfst du noch sagen, was du schon immer mal loswerden wolltest - egal was. 

Ganz egal was? Hmm, da muss ich gerade spontan an Bad Boys denken. Dieses Klischee ist dermaßen überholt, dass es wirklich an der Zeit für etwas Neues ist. Ich mag diesen Einheitsbrei einfach nicht mehr lesen, denn am Ende läuft es ja doch immer auf das selbe hinaus. Es wäre darüberhinaus toll, wenn es mehr starke Frauenfiguren gibt und wir endlich weg von den klassischen Geschlechterollen kommen.

Vielen lieben Dank Felicitas, dass du dir für meine Leser und mich die Zeit für ein Interview genommen hast. Mir hat es super viel Spaß gemacht und ich hätte noch stundenlang weiter mit dir quatschen können. Ich wünsche dir für die Zukunft auf jeden Fall alles gute für deine weiteren Projekte. Ich freue mich auch schon sehr auf den finalen Band der Trilogie!


Alles Liebe



Samstag, 26. Januar 2019

Autoreninterview mit Hendrik Esch




Hey meine Lieben, 

diese Woche habe ich meine Rezension zu dem neuen Kriminalroman "Jagdtrieb" veröffentlicht. Ihr findet sie: hier!
Ich durfte nun auch ein Interview mit Hendrik Esch führen und möchte mich an dieser Stelle recht herzlich dafür bedanken. 






Hallo Hendrik, 
danke, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Wie würdest du dich selbst mit drei Worten beschreiben?

Nur drei Worte? Das ist hart. Na gut: "Ich bin Anwalt". Klingt erstmal albern, aber es sind auch gut gewählte Worte! Anwalt ist mehr als nur ein Job, ein Beruf, eine Ausbildung. Anwalt sein verändert völlig deinen Blick auf die Welt und die Menschen. Du wirst ein Grenzgänger, so nenne ich es gern. Die wichtigste Erkenntnis: Wir sind und bleiben immer Menschen, im Guten wie im Bösen. Und wenn ein Mensch zu mir kommt, dem ich helfen soll, hilft mir diese Einsicht. Jeder "Bösewicht" war mal ein Guter. Und jeder Gute kann ganz schnell zum Bösewicht werden! Wenn Du, die erfolgreiche Buchbloggerin Bettina, die garantiert nicht Schlimmes angestellt hat, eines Tages vor mir stehst, und erzählst, die Kripo sei hinter dir her, weil du eine Bank ausgeraubt hast, dann bist du immer noch derselbe Mensch wie vorher. Nur mit ein paar Problemen mehr. Und die zu lösen, dafür sind wir Anwälte da. Ich mag Menschen. Ja. Ich bin Anwalt, genau deshalb.

Wow, dass ist eine tolle Sicht auf die Menschen und ich denke es sollte definitiv mehr Menschen geben die so denken.
"Jagdtrieb" ist ja dein erster veröffentlichter Roman. Wie hat es sich für dich angefühlt dein fertiges Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten?

Das erste Buch war gar kein richtiges. Es war ein so genannter POD, ein "print on demand". Die Dinger druckt der Verlag vorab in winzigen Mengen, um sie zum Beispiel BloggerInnen oder der Presse vorzustellen. So eins hatte ich in der Hand es war einfach unbeschreiblich! Ich hab das Teil übrigens behalten und nicht an die Medien weitergegeben. Verpetzt mich bitte deshalb nicht bei Goldmann es gab nämlich nur 20 Stück davon. Ich hüte es wie einen Schatz. Ein einfach großartiges Gefühl war das! Nach jahrelanger Arbeit am Ziel!

Also ich werde dich bestimmt nicht verraten ;)
Paul Colossa, der Protagonist deines Romans, ist Anwalt, genau wie du selbst auch. War dir von Anfang an klar, dass du über einen Anwalt schreiben möchtest oder kam dir die Idee dazu eher spontan?

Ich wollte schon vor Jahren mal einfach einen Roman schreiben, aber jeder, der das mal versucht hat, versteht mich sicher: Ich habe es nicht durchgehalten! Ich habe einfach drauflos geschrieben und dann ging mir die Pust aus. Außerdem...es war grottenschlecht. Dann hat mir jemand geraten, doch über meine Fälle zu schreiben. Die sind teilweise ziemlich speziell! Das habe ich probiert, aber es hat immer noch nicht geklappt. Aber im dritten Anlauf, es war vor drei Jahren, da ist der Knoten geplatzt. Da lief es plötzlich wie von selbst! Also...spontan war die Idee nicht. Und vermutlich gibt es nichts, worüber ich besser schreiben könnte, als über Anwälte. Und über meine Fälle. Die Geschichte von Jagdtrieb lehnt sich nämlich an reale Fälle an, die ich selbst erlebt habe.

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und dein Ehrgeiz hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Wie hast du denn zum Schreibe gefunden und was war der Auslöser dafür?

Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich habe das Gefühl, dass das Schreiben in einem drin steckt. Und es will raus! Es gibt garantiert Menschen, die überhaupt kein Bedürfnis haben, kreativ zu schreiben. Denen gefällt es schlicht nicht. Und dann gibt es Menschen, die diesen inneren Drang haben. Ich sage: wer es in sich spürt, der soll es versuchen. Es muss ja nicht immer ein gedruckter Roman herauskommen! Das Schreiben an sich ist es, was Freude bereitet! Wenn es dann auch noch gelesen wird, ist es eine doppelte Freude. Ich wollte es immer - und ich freue mich, dass zum Beispiel Du mein Buch gelesen hast!

Trotz kleinerer Kritikpunkte habe ich es auf jeden Fall gerne gelesen! Welches Buch konnte dich denn zuletzt begeistern?

Nicht lachen! Es ist das Sachbuch "Darm mit Charme". Guilia Enders packt da ein ... naja ... heißes Thema mit grandioser Leichtigkeit an. Sehr lesenswert!

Ich muss gestehen, ich hatte jetzt schon fast einen Thriller erwartet, aber "Darm mit Charme" klingt ja auch ganz gut :D
Wie sieht dein Schreiballtag aus? Hast du bestimmte Rituale auf die du auf gar keinen Fall verzichten kannst?

Ich schreibe fast immer abends daheim. Und eigentlich fast jeden Tag. Es ist ein schöner Ausgleich zu meiner Arbeit in meiner Kanzlei. Oft habe ich tagsüber bei Gericht etwas erlebt, was ich unbedingt in einer Geschichte verarbeiten mag. Und ich stelle dafür meinen Laptop auf so ein besonderes chinesisches Holzklapptischchen. Ganz schön kauzig, wenn ich jetzt so darüber nachdenke!

Also verarbeitest du erlebtes praktisch noch am selben Tag. Wie lange hat der Prozess von der ersten Idee für dein Buch bis zur Fertigstellung gedauert?

Den allerersten Versuch mit Paul Colossa habe ich schon vor acht Jahren gemacht! Nach dreißig Seiten war ich fertig. Mit den Nerven! Aber dann habe ich jahrelang über diese Figur nachgedacht. Den jungen Rechtsanwalt Paul Colossa... über den Beruf des Anwalts, über manche Fälle, die ich erlebt habe. Über Menschen, denen ich begegnet bin. Als ich vor drei Jahren erneut anfing, kannte ich Colossa wie einen guten Freund. Alles passte plötzlich. Und nach acht Monaten war der erste Entwurf von "Jagdtrieb" fertig. Das war Ende 2016. Ich wollte gar keinen Krimi schreiben und es ist glaube ich auch kein klassischer Krimi oder Thriller. Es ist einfach aus dem Leben gegriffen und das passt nicht so recht in eine Schublade. Wichtig ist mir der Effekt der Überraschung: Ein einfaches Beispiel: der fiese Wolf auf dem Cover. Er begegnet den Leserinnen und Lesern natürlich im Roman! Aber ganz anders als erwartet. Und das passiert mir in meinem Beruf ständig. Auch darüber habe ich viel erzählt!

In deinem Kriminalroman erfährt man ja auch einiges über den Beruf des Anwalts. Ich fand diese Passagen extrem spannend, da mich Geschichten rund um Anwälte und Gerichte schon immer fasziniert haben. War es dir besonders wichtig, einen Einblick in den Alltag eines Anwalts zu geben?

Danke, dass du das ansprichst. Ja! Das ist mir wirklich besonders wichtig und ich habe selten wirklich etwas Passendes über die Realität unserer Arbeit gelesen. Viele Geschichten, in denen es um Anwälte geht, werden eben nicht von Anwälten geschrieben. Das macht einen großen Unterschied, glaube ich. Deshalb wollte ich unbedingt aus erster Hand darüber erzählen. Weil es oft besonders schräg ist. Aber auch besonders traurig, spannend, aufregend. Mitunter gefährlich - immer wieder werden Kolleginnen und Kollegen Opfer von Übergriffen. Und ganz ehrlich: gelegentlich saukomisch und auch todlangweilig. Alles in allem ein Traumberuf. Und ich lade meine Leserinnen und Leser ein, tief in diese fremde Welt einzutauchen und selber einmal die Menschen durch die Brille von uns Anwälten zu sehen. 

Ich habe diese Einblicke auf jeden Fall sehr genossen. "Jagdtrieb" stellt den Auftakt einer Reihe dar. Kannst du uns denn schon etwas zum zweiten Band verraten? Worum wird es gehen und wann können wir in etwa mit einer Veröffentlichung rechnen?

Ich arbeite gerade am Finale des zweiten Bandes. Ich darf soviel verraten: Paul lernt nichts aus seinen Fehlern und er kann froh sein, dass sein schräger Freund Attila Nerven wie Drahtseile hat. Paul wird extremen Ärger mit den Medien haben und er wird seltsame Dinger über berauschende Substanzen erfahren. Wichtig ist mir, wie schon im ersten Teil: Ich möchte eine Geschichte erzählen, die sich leicht und unbeschwert, hoffentlich genussvoll, lesen lässt. Ich möchte ein paar spannende Details aus dem Beruf des Anwalts erzählen: Ich lehne mich wieder an reale Fälle an, die ich selbst erlebt habe. Und trotz aller Leichtigkeit des Textes möchte ich zwischen den Zeilen einiges an Tiefgang verbergen, ohne dabei nervig, belehrend oder anstrengend zu sein. Es geht übrigens auch diesmal wieder viel um das seltsame Miteinander von Männern und Frauen.

Das klingt definitiv schon mal sehr vielversprechend und spannend und ich freue mich schon sehr auf diese Geschichte!


Vielen lieben Dank Hendrik, dass du dir für meine Leser und mich die Zeit für ein Interview genommen hast. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich wünsche dir alles Gute für deine weiteren Projekte. 




Samstag, 25. November 2017

Autoreninterview mit Manuela Inusa


Hey meine Lieben, 

heute möchte ich euch eine ganz besondere Autorin vorstellen und zwar Manuela Inusa. Vor kurzem erst habe ich ihren neuesten Roman "Der kleine Teeladen zum Glück" gelesen und bin hellauf begeistert gewesen. Zu meiner Rezension gelangt ihr: hier.
Ich durfte nun auch ein kleines Interview mit Manuela führen und möchte mich an dieser Stelle recht herzlich dafür bedanken. 





Manuela Inusa lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in ihrer Heimatstadt Hamburg. Sie ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, wollte aber immer nur eines: Schreiben! Im November 2015 erschien ihr Roman "Jane Austen bleibt zum Frühstück" im Blanvalet Verlag, im März folgte der nächste. In ihrer Freizeit liest und reist Manuela gerne, außerdem liebt sie Musik, Serien und Schokolade. 


Hallo Manuela und vielen lieben Dank, dass du dir, trotz vollem Terminkalender, die Zeit für das Interview nimmst. Vielleicht magst du erst einmal ein bisschen was über dich erzählen? Wie würdest du dich selbst beschreiben?


Hallo, liebe Bettina. :) 
Ich bin eine 36-jährige, introvertierte, gutherzige, manchmal ungeduldige, sensible, treue, reisefreudige, leidenschaftliche Ehefrau, Mutter und Autorin. 


Wie hat es sich angefühlt, als du dein erstes Buch in den Händen gehalten hast?

Das war überhaupt das größte Gefühl auf der Welt. Darauf arbeitet ja jeder Autor hin. Und dann fühlt es sich noch viel besser an als erwartet.


In der Valerie Lane gibt es nicht nur beeindruckende und herzensgute Frauen, sondern auch zauberhafte kleine Geschäfte, die zum Verweilen einladen. Wie kam dir die Idee zu diesen, was hat dich inspiriert?

Die Idee habe ich zusammen mit meiner Agentin entwickelt. Wir fanden einfach, dass es an der Zeit war, eine Buchreihe über solch eine idyllische kleine Straße mit hübschen Geschäften und den dazugehörigen liebenswerten Frauen zu schreiben, die alle miteinander befreundet sind. Die Mittwochabendtreffen, die Nächstenliebe, die wunderbaren Personen in der Valerie Lane sind mir an sich schon Inspiration genug, doch auch die hübschen bunt angestrichenen Häuser, die in England oft zu finden sind (z.B. in Notting Hill, London oder auch in Oxford) haben ihren Teil dazu beigetragen.


Wo und in welcher Atmosphäre schreibst du am liebsten? Möchtest du uns deinen Schreibplatz zeigen oder vielleicht ein bisschen was über deinen Schreiballtag erzählen?

Ich habe meinen ganz normalen Arbeitsalltag, d.h. sobald mein Mann und meine Kinder aus dem Haus sind, setze ich mich an meinen Schreibtisch und schreibe, recherchiere und überarbeite, solange ich Ruhe und Ideen habe. Allerdings verbringe ich auch an den Abenden und Wochenenden die eine oder andere Stunde in meinem stillen Kämmerlein.


Der Advent steht vor der Tür und auch Weihnachten ist nicht mehr allzu fern. Was darf bei dir in der Weihnachtszeit auf gar keinen Fall fehlen?

Weihnachtslieder, Weihnachtsmärkte, selbst gebackene Weihnachtsplätzchen, Weihnachtsgeschenke, Zeit mit der Familie, Weihnachtspost, Kerzenlicht, Weihnachtspullis, Weihnachtstee, Lebkuchen, ein Adventskalender. ;)


Laurie, die Hauptfigur in „Der kleine Teeladen zum Glück“ lebt für ihr Geschäft und trinkt selbst am liebsten Tee mit Ingwer. Welche Teesorte magst du besonders?

Mein Lieblingstee ist tatsächlich auch frischer Ingwertee. Ich liebe aber auch frischen Minztee und alle Arten von Gewürztees und Früchtetees.


Die Geschichte von Laurie bleibt nicht die einzige aus der Valerie Lane, die wir lesen dürfen. Im Januar erscheint der nächste Roman „Die Chocolaterie der Träume“ in dem Keira dann die Hauptrolle spielt. Allein wenn ich an Schokolade denke läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Hast du beim Schreiben auch das ein oder andere Mal große Lust verspürt etwas zu naschen?


Natürlich. Und das habe ich auch. :D Ohne Schokolade hätte ich das Buch niemals schreiben können. 


Vielen lieben Dank Manuela, dass du dir für meine Leser und mich die Zeit für ein Interview genommen hast. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich wünsche dir alles gute für weitere Projekte. 
Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der Valerie Lane und die Geschichten der Frauen dort!


Alles Liebe


Dienstag, 21. Juni 2016

Autoreninterview mit Mila Brenner & Gewinnspiel

Hey meine Lieben, 

gestern ging bei mir die Rezension zum vierten Band der Boulder Lovestories Reihe online und hier könnt ihr sie lesen: Wolkenschwäne
Wie ihr bereits gemerkt habt, bin ich ein riesiger Fan dieser Buch-Reihe und kann es kaum abwarten auf den nächsten Band zu warten. Die liebe Mila war so nett und hat sich Zeit für ein kleines Interview mit mir genommen und hat mir zudem viele schöne Preise für euch gezeigt, so dass es nun ein kleines Gewinnspiel geben wird. Das Gewinnspiel geht bis zum 29. Juni 2016 bis 23:59 Uhr. Ich werde den Gewinner / die Gewinnerin in den folgenden Tagen auslosen.

Aber erst einmal viel Spaß beim Interview:

Vielen Dank Mila, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast. :)

01. "Wolkenschwäne" ist bislang der emotionalste Band der Boulder-Reihe. Was hat dich dazu bewegt diese Geschichte zu schreiben?

Ich glaube die Vorstellung einen geliebten Menschen zu verlieren, so wie Eden im Falle von Simon, beschäftigt uns alle immer wieder. Egal, ob man es schon erlebt hat, ein Menschen aus dem eigenen Umfeld durch so einen Schicksalsschlag gehen musste, oder man gerade sehr glücklich ist und nichts darauf hindeutet. Irgendwann kreuzt einen doch die Frage, was wäre wenn...
Mich hat die Frage sehr beschäftigt. Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich sehr stark an die Liebe glaube und daran, dass sie Berge versetzen kann. Für mich ist sie das Wichtigste überhaupt. Daher lag es nahe, sich zu fragen, wie es jemandem emotional ergeht, wenn er einen Menschen verliert, mit dem er glücklich war und den er geliebt hat. Wie wird er mit diesem Verlust aber auch einer möglichen neuen Liebe umgehen. Genau auf diese Reise habe ich mich ja dann mit Eden und Danny gemacht.

02. Gibt es Dinge, die dir als Autor besonders viel Spaß machen bei der Arbeit an einem Buch oder Dinge, die du nicht so gerne machst?

Ja. Oh ja! Besonders viel Spaß macht es mir, Ideen für die Charaktere zu entwerfen und dann während dem Schreiben die Figuren näher kennen zu lernen und zu sehen, wohin sie mich führen. Das Plotten und überlegen, wohin geht es mit der Geschichte, was könnte passieren, machen ebenfalls viel Spaß. Die Korrektur ist etwas schwieriger. Das in sich gehen, braucht man das oder kann man das streichen. Das Schrauben und drehen an Formulierungen, an einzelnen Sätzen, das Kürzen von Szenen. 
Und beim Schreiben ist es so, dass ich mich mit dem Anfang immer viel schwerer tue als mit dem Ende. Das habe ich ab einem bestimmten Punkt in der Geschichte immer genau vor Augen. Wobei ich gestehen muss, Eden war die erste Figur, die so richtig oft gemacht hat, was sie will.

03. Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?

Mein perfekter Schreibtag wäre 24 Stunden lang. Leider ist das ja aus mehreren Gründen ganz unmöglich. Aber nah dran an perfekt, ist es: Ruhe und Zeit zu haben. Nicht ständig sein Schaffen unterbrechen zu müssen, die Zeit zu haben, auch mal über Dinge nachzudenken, Szenen durchzusprechen, meinen Partner etwas gegenlesen zu lassen, mir seinen Eindruck anzuhören. Sich richtig in die Figuren, die Ideen, die Geschichte fallen lassen zu können. Leider gibt es diese annähernd perfekten Tage selten. Ich habe ja noch ganz viel Arbeit neben dem Schreiben und 2 kleine Kinder. Aber trotzdem macht es mir so viel Spaß, dass es nicht schlimm ist, wenn die Schreibtage nicht ganz so perfekt laufen. 

04. Dürfen wir erfahren wie gemütlich dein Schreibtisch eingerichtet ist?

Ja, klar. Ich habe einen furchtbar chaotischen Arbeitsplatz. Ich bin nämlich super organisiert und strukturiert, aber dafür ebenso unordentlich und chaotisch. Dementsprechend brauche ich viel Platz, viele Fächer und Nischen. Deswegen habe ich einen IKEA Schreibtisch mit Aufsatz. VIEL Platz!!! Und ich weiß wo alles ist, auch wenn es für jeden anderen nach heillosem Chaos aussieht. Ich habe farbige Stifte parat, mein Schreibjournal, Notizzettel, meine Playlist bei Amazon Music muss griffbereit sein, meine rosa Kopfhörer, ein Malbuch und meine Watercolor Stifte von Farber Castell, wenn ich entspannen möchte, um nachzudenken. Außerdem habe ich immer mal Spruchkarten, tolle Zitate oder schöne Lesezeichen auf dem Regal direkt über meinem Computerbildschirm, die mich inspirieren, mir Mut machen und mich antreiben. 
Nicht zu vergessen meine Wasserflasche, die ich mir morgen vornehme leer zu trinken und die am Abend auf wundersame Weiße immer noch halb voll ist und mein geheimer Vorrat an Schokolade, Lakritz oder Marzipan (oder allem) für die richtig emotionalen Szenen, für die ich Nervennahrung brauche.

05. Ich persönlich mag es auch lieber wenn man das geordnete Chaos bei sich hat :D Wie weit kennst du die Geschichte wenn du mit dem Schreiben beginnst? Weißt du das Ende schon im Voraus?

Wenn ich beginne weiß ich entweder nichts, außer das Charakterprofil und den Background meiner Hauptfigur, oder maximal so ein paar grobe Ideen für den Mittelteil. Dann schreibe ich erst mal drauf los, plotte dann nach den ersten 50 Seiten die Geschichte, wenn ich plötzlich nur so von Ideen überlaufe. Manchmal auch erst nach 1/3 des Buches. Und auf der Hälfte, bis ins letzte Drittel rein, weiß ich dann plötzlich auch ganz genau wie die letzte Szene aussieht. Aber das muss nicht heißen, dass ich immer ganz genau weiß, was bis dahin noch passiert. Manche Figuren machen viel mehr was sie wollen und andere genau das, was ich immer schon erwartet habe. Das ist ja das Spannende am Schreiben.

06. Nach "Wolkenschwäne" sind ja noch weitere Bände der Boulder-Reihe geplant. Dürfen wir dazu schon ein wenig erfahren oder ist alles noch top secret?

Einiges ist TOP-Secret - vielleicht machen wir da irgendwann mal ein TOP-Secret Interview, wo ich diese Geheimnisse verrate? :) Aber Manches kann ich natürlich schon erzählen. Das Buch wird so Ende August, Anfang September erscheinen und auch lustigerweise im September spielen. Es wird wieder ein Roman sein, dessen Hauptfigur eine junge Erwachsene ist, nämlich Heather McCorie, die man eventuell schon als Randfigur kennt, wenn man "Amazing Grace" gelesen hat. 
Es wird außerdem ein Wiedersehen mit Alec und Grace geben und mit Chris Channing. Und selbstverständlich wird es wieder um Liebe gehen und um den Mut seinen eigenen Weg zu gehen und seinen Träumen zu folgen. Und es geht diesmal nicht um Musik, wie in Band 3, sondern um Pferde. Die spielen eine große Rolle im fünften Buch. 

Band sechs wird uns dann zu einer Figur bringen, die die meisten schon besser kennen, wenn sie Band 1 und Band 3 gelesen haben und bei der mich auch schon einige gefragt haben, ob es über sie auch ein eigenes Buch geben wird. Wer es sein wird, verrate ich jedoch nicht. Ich bin auch noch nicht sicher, ob der sechste Band noch dieses Jahr erscheint, weil ich da noch eine andere Überraschung aus dem "Boulder-Universum" für euch plane. 

07. Also ich kann es jetzt kaum noch erwarten Band 5 in den Händen halten zu können. Über ein Top-Secret Interview würde ich mich ebenfalls sehr freuen. Und dann noch eine Überraschung? Du machst es wirklich spannend :) Abschließend noch eine Frage: Welchen Ratschlag würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

So viel schreiben und lesen wie möglich. Niemals aufgeben und nicht versuchen, die Erwartungen anderer zu erfüllen und mit dem unerbittlichen Wunsch, vom Schreiben leben zu wollen, an die Sache heranzugehen, sondern stattdessen die Leben und Freude am Schreiben zu leben. Man selbst sein und an sich glauben. Das ist das allerwichtigste. Und wenn man Zweifel hat und aufgeben will, können Menschen, die an einen glauben innerhalb der Familie oder Freunde Gold wert sein. Ich sag ja, Liebe ist das Wichtigste.



Ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß mit dem Interview wie ich und nun habe ich natürlich wie versprochen noch ein Gewinnspiel für euch:




Gewinnspiel:


Dank der lieben Mila könnt ihr auch ein paar wundervolle Preise gewinnen:

1. Preis: 1 signiertes Taschenbuch "Wolkenschwäne" + Wolkenschwäne Lesezeichen

2. Preis: 1 Ebook + signierte Wolkenschwäne Postkarte und Boulder Lovestories Lesezeichen

3. Preis: Wolkenschwäne Goodie Bag inkl. signierte Wolkenschwäne Postkarte und Wolkenschwäne Schlüsselanhänger


Frage zum Gewinnspiel:

Kennt ihr schon eines oder mehrere Bücher der Boulder Lovestories Reihe? Wenn ja, welches hat euch bisher am besten gefallen? Wenn nein, warum würdet ihr gerne einmal die Reihe und damit Boulder und seine wundervollen Menschen kennen lernen?

Teilnahmebedingungen:

Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern.

Keine Barauszahlung der Gewinne.

Keine Haftung für Verlust der Gewinne auf dem Postweg.

Du musst einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben.

Deine Adresse wird nur für das Gewinnspiel verwendet und dann gelöscht.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel geht bis zum 29. Juni 2016 bis 23:59 Uhr. Ich werde den Gewinner / die Gewinnerin in den folgenden Tagen auslosen.


Die Gewinner sollten sich innerhalb einer Woche per Email bei mir melden (riedl.bettina@googlemail.com), damit die Gewinne verschickt werden können. Sollten die Gewinner sich binnen dieser Zeit nicht bei mir melden, werde ich neu auslosen. 



Liebe Grüße
eure