Montag, 30. April 2018

[Rezension] Ein Sommer in den Hamptons

© goldmann-verlag.de | 2018

Die Hamptons - hier verbringen die Reichen und Schönen Manhattens ihre Sommer, voller sonnensatter Tage, weißer Strände und exklusiver Parts im goldenen Abendlicht. Eine glamouröse Gesellschaft, in die die Fotografin Rowena Tipton eher aus Versehen hineinstolpert: Nachdem ihr Freund sich sang- und klanglos auf einen Selbstfindungstrip nach Asien verabschiedet hat, wird sie von einem flüchtigen Bekannten in sein Haus in den Hamptons eingeladen. Spontan sagt Rowena zu, und ein aufregender, nie enden wollender Sommer beginnt...


Rowena, eine Fotografin, ist leicht geschockt, nachdem sie erfährt, dass ihr Freund, anstatt ihr wie erhofft endlich einen Heiratsantrag zu machen, nach Asien zu einem Selbstfindungstrip aufbricht.
Am Boden zerstört bleibt sie zurück und da scheint ein Auftrag aus den USA genau das Richtige zu sein um sich abzulenken. 

So verbringt Ro schließlich einen Sommer in den Hamptons und versucht sich mit viel Arbeit von ihrem Freund abzulenken. Ich weiß selbst nicht, wie ich reagiert hätte wenn Matt mein Freund wäre und sowas vorschlagen würde. Groß miteinander gesprochen haben sie vor seiner Abreise ja irgendwie auch nicht. 
Zu Beginn hatte ich jedoch so meine Probleme mit Rowena, da sie übertrieben tollpatschig dargestellt wird und man fast meint, dass sie ohne ihren Freund nicht existieren kann, so abhängig ist sie von ihm. Mit der Zeit bessert sich dies allerdings und sie findet zu neuem Selbstbewusstsein und auch einigen neuen Freunden. 

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und so kommt man recht flott voran, wodurch das Buch trotz seiner 600 Seiten schnell gelesen ist. Hin und wieder verliert sich Karen Swan allerdings ein wenig in den Details, da hätten mir öfter auch kürzere Beschreibungen der Umgebung etc. gereicht. 

Gegen Ende hin entwickelt sich das Buch leicht Richtung Kriminalroman. Das hat mir leider überhaupt nicht gefallen, da die Umsetzung wenig gelungen und sehr aufgesetzt wirkte. Auch das Ende selbst machte auf mich einen konstruierten Eindruck und hat mich etwas unbefriedigt zurück gelassen. Echt schade, da der Beginn der Geschichte richtig toll war. 



"Ein Sommer in den Hamptons" hatte für mich einige Höhen und Tiefen aber insgesamt ist der Roman dennoch eine geeignete leichte Lektüre für Zwischendurch. 



Vielen Dank an Goldmann für das Rezensionsexemplar!


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Goldmann und enthält Werbung für "Ein Sommer in den Hamptons" von Karen Swan.

Sonntag, 29. April 2018

[Rezension] Meine Kur hat einen Schatten

© https://www.m-vg.de/mvg/shop/home/

Bad Bichelstein, die Perle deutscher Kurorte

Dorthin verschlägt es den erfolgreichen Schriftstelle Oliver Pötzsch nach einer Bypass-Operation. Und er ist absolut nicht vorbereitet auf das, was ihn in der Reha erwartet: beschwingte Country-Abende im Krankenhausfoyer, Gymnastik- und Massageübungen mit stark behaarten Oberpfälzern und Bier-Dealer in Morgenmänteln auf dem Klinikparkplatz wechseln sich ab mit spannenden Gesprächen über Stuhlgang und Blutdruck. Aber auch Ganzkörperrasur und Einlauf gehören zum Klinikpaket. Immer mit von der Partie sind die >>Mitgefangenen<< Venen-Elli, Hausmeister-Rolf, Roth-Händle-Luigi und Klappen-Alex.

Nachdem ich diese Woche Oliver Pötzsch bei einer Lesung in München zuhören durfte war ich direkt neugierig auf sein aktuelles Buch geworden und wollte es unbedingt lesen. 
Der Autor gewährt uns einige Einblicke in seine Kur in Bad Bichelstein, die er aufgrund einer Bypass-Operation machen musste.  

Ich hatte selbst schon Verwandte die längere Kuraufenthalte über sich ergehen lassen mussten und deren Beschreibungen kommen denen von Oliver Pötzsch ziemlich nahe. 
Das Buch ist in mehrere Kapitel aufgeteilt, die jeweils ein Thema behandeln. So nimmt uns Oliver Pötzsch mit zum Ballsport oder Fitnessübungen mit Oberpfälzern. Man mag sich gar nicht vorstellen wie wertvoll 5-Minuten-Tarine Becher sein können ;)

Neben dem Sport gibt es aber auch sonst allerhand von der Klinik zu berichten, beispielsweise wären da Country-Abende, Gespräche mit einer Bekloppten Psychotante, und noch die anderen "Mitgefangenen". Besonders sympathisch war mir hier Klappen-Alex. 

Obwohl viele Punkte humorvoll und zum Teil überspitzt dargestellt werden, so enthält das Buch auch durchaus ernstere Passagen, die zum Nachdenken anregen. Gleichzeitig schafft der Autor es, Mut zu machen. Man sollte nicht die Angst sein Leben regieren lassen, sondern viel mehr jeden Moment genießen den man hat. Und egal wie schlimm die momentane Situation gerade auch sein mag, mit ein bisschen Humor sieht alles gleich nicht mehr gar so düster aus. Dieses Fazit nehme ich mit aus dieser Geschichte und bin sehr dankbar, dass Herr Pötzsch uns daran teilhaben lässt. 

In "Meine Kur hat einen Schatten" lässt uns Oliver Pötzsch mit viel Humor und Selbstironie an seiner Kur teilhaben und teilt den ein oder anderen Moment mit uns. Eine Satire, die mich gut unterhalten hat, ich empfehle sie von Herzen gerne weiter. 


Samstag, 28. April 2018

[Rezension] Der König der Piraten

© Quellenangabe
https://www.thienemann-esslinger.de/planet/

Freddys Vater, einer der berühmtesten Piratenkapitäne, ist seit Jahren verschollen und Freddy wünscht sich nichts sehnlicher, als auf hoher See nach ihm zu suchen. Als eines Abends der geheimnisvolle Seebär Kork auftaucht und erzählt, dass der Kaiser denjenigen zum König der Piraten körnt, der ihm die Schätze aller sieben Meere bringt, ist sich Freddy sicher: Wenn sein Vater noch dort draußen ist, wird er dem Ruf des Kaisers folgen. Zusammen mit dem schrulligen Haudegen Kork hisst Freddy die Segel und begibt sich auf die wildeste, gefährlichste und aufregendste Reise seines Lebens!


Nachdem mir das neue Jugendbuch "Das dunkle Herz" von Lukas Hainer sehr gefallen hat und er vor kurzem bei mir in der Nähe eine Lesung zu seinem Kinderbuch gegeben hat, habe ich kurzerhand die Chance genutzt ihn einmal persönlich erleben zu können. 

Bei der Lesung hat er nicht nur das Publikum in seinen Bann gezogen und verzaubert, sondern vor allem sehr neugierig auf das Abenteuer von Freddy gemacht. Kurzerhand musste ich mir das Buch dann kaufen und konnte gar nicht abwarten es zu lesen. Obwohl das Buch eigentlich für Kinder ab acht Jahren geschrieben ist, wurde ich bestens unterhalten und bin komplett in die Welt der Piraten eingetaucht. 

Zunächst lernen wir Freddy kennen, der seinem Papa sehr nacheifert und ihn unbedingt wiederfinden und selbst Piraten werden möchte. Gemeinsam mit dem Seebären Kork begibt er sich auf See und eine abenteuerliche Reise beginnt. Dabei treffen sie auf einige Charaktere, wobei ihnen nicht alle wohl gesonnen sind. 
Besonders gut gefallen hat mir hier der schwarze Korsar und Wutz. Zwei sehr unterschiedliche aber einfach großartige Figuren. 

Lukas Hainer thematisiert in seiner Geschichte vor allem Freundschaft und Zusammenhalt und zeigt dabei sehr deutlich, wie viel man in seinem Leben erreichen kann, wenn man nur fest an sich selbst glaubt und sich niemals unterkriegen lässt. 

Im Buch ist eine Karte enthalten, die die Welt von Freddy und seinen Freunden zeigt und auch die gesamten Schauplätze aufweist, die in der Geschichte vorkommen. Zudem gibt es einige Illustrationen, welche die Handlung perfekt ergänzen und das Gesamtbild etwas auflockern. Zudem hilft es den Kindern bestimmt, sich verschiedene Situationen besser vorzustellen. 

Passend zu dem Buch gibt es auch ein Hörspiel, welches in Zusammenarbeit mit der Band "Santiano" entstanden ist. Mit denen arbeitet Herr Hainer bereits seit vielen Jahren zusammen und ich habe bereits ein wenig hinein gehört und besonders die darin enthaltenen Lieder sind einfach großartig! Allerdings besteht Ohrwurm-Gefahr ;)

Für Freddy & Co. gibt es bereits ein weiteres Abenteuer "Eisdrachen und Feuerriesen", auf das ich mich jetzt schon sehr freue!

In "Der König der Piraten" nimmt Lukas Hainer und mit auf eine abenteuerliche Reise, voller Gefahren, bösen Halunken aber auch ganz viel Freundschaft! Dabei kommen nicht nur junge Piraten, sondern auch alteingesessene Seebären und Freibeuter auf ihre Kosten! Ein großartiges Meisterwerk, welches ich von Herzen gerne weiterempfehle!


Donnerstag, 26. April 2018

[Rezension] Die Stimmen des Abgrunds

© heyne-verlag.de | 2018

Immer tiefer hinab führt der Weg von Arlen, dem Tätowierten Mann und Jardir, seinem Kampfgefährten. Beide werden von den Völkern der Menschen bereits als Erlöser verehrt, doch ihre größte Herausforderung steht noch bevor. Jede Nacht steigen Dämonen aus der Tiefe der Erde empor und machen Jagd auf alle Lebewesen. Nur die Siegel, uralte magische Symbole bieten den Menschen Schutz. Seit Arlen und Jardir jedoch die verschollen geglaubten Kampfsiegel wiederentdeckt haben, keimt eine neue Hoffnung in den Herzen der Menschen. Ist es möglich, dass die Dämonen ein für alle Mal besiegt werden können? Jetzt im Angesicht der dunkelsten Bedrohung seit Jahrhunderten, nachdem die freien Städte mit Krieg überzogen wurden und nun auch noch ein Dämonenschwarm in der Tiefe lauert, bereit für den letzten großen Angriff auf alle Menschen, müssen sich Arlen und Jardir ihrer großen Schicksalsprüfung stellen. Und so treten sie gemeinsam den einsamen Weg in den Abgrund an...


Nachdem mir einige Bände der Reihe nur wenig bis gar nicht gefallen haben, war ich zunächst äußerst skeptisch ob ich das Finale überhaupt lesen soll. Letztendlich hat dann doch die Neugier gesiegt, da ich gerne den Schluss der Geschichte erfahren wollte. Hohe Erwartungen hatte ich an das Buch jedoch nicht, denn besonders der erste Teil des fünften Bandes hatte mich sehr enttäuscht. 

Ich war zunächst etwas überrascht, aber für mich war dieser letzte Band ein würdiger Abschluss der Geschichte. Es wurde endlich wieder einmal richtig spannend und viele einzelne Stränge werden zu einem fulminanten Höhepunkt zusammengeführt. Dabei werden fast alle Fragen geklärt und insgesamt habe ich das Buch mit einem Gefühl der Zufriedenheit beendet. 

Besonders schön war es für mich, dass man in diesem Band Arlen und Jardir zusammen mit Renna begleiten kann und sich hier eine wirklich gute Dynamik entwickelt. Es gibt keine unnötigen Längen oder zähe Handlungen, sondern die Geschichte verläuft an einem roten Faden, ist durchdacht und konstant spannend. 

Ein Kritikpunkt bleibt für mich dennoch. die drei gehen ja in den tiefen Abgrund, das Zentrum des Bösen. Nach so vielen Bänden, Ereignissen und Kämpfen hätte ich mir hier etwas einfallsreicheres gewünscht. Insgesamt verläuft dieser Abschnitt für meinen Geschmack etwas zu einfach und zu glatt. Zudem werden sie noch von zwei weiteren Figuren begleitet, bei denen bis zu letzt nicht ganz verstanden habe, warum die nun unbedingt dabei sein mussten. Der Sinn dahinter erschließt sich mir irgendwie nicht. 

Neben Arlen und seinen Begleitern gibt es aber noch weitere Erzählstränge. So begleiten wir Leesha, Inevera und auch Ragen ein Stück weit, wobei mich diese Abschnitte wieder stark an die vorherigen Bände erinnert haben. Es gibt viel Politik und endlose Diskussionen, die eher uninteressant waren und zum Teil auch gar nicht für die Geschichte nötig gewesen wären. 

Insgesamt war für mich dieser Abschlussband dennoch eine deutliche Steigerung zu den vorangegangen Büchern. Der Schluss selbst war für mich passend gewählt und hat mir insgesamt sehr gut gefallen. 


Nach sechs langen Büchern hat die Reihe nun ihren Abschluss gefunden und ich muss sagen, noch einmal würde ich sie wohl nicht lesen. Dennoch war der finale Band insgesamt recht gelungen und konnte für mich an den Reihenauftakt anknüpfen, der mich damals sehr begeistert hatte. 




Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Heyne und enthält Werbung für "Die Stimmen des Abgrunds" von Peter V. Brett.

[Neuzugänge] Neue Bücher im April


Hey meine Lieben, 

in den letzten Tagen sind einige Bücher bei mir eingezogen und dieses Mal ist es wieder eine bunte Mischung verschiedener Genre. Bei den Büchern handelt es sich um Rezensionsexemplare. 




Iron Flowers hat mir wirklich gut gefallen und ich finde es richtig schlimm, dass der zweite Band erst im Herbst 2019 erscheinen soll. Ich will unbedingt wissen wie es weiter geht. Meine Rezension findet ihr: hier!
Aktuell lese ich Ein Sommer in den Hamptons und bin hier noch etwas zwiegespalten. 
Auf Höllenkönig bin ich durch das sehr ausdrucksstarke Cover aufmerksam geworden und nachdem der Klappentext super klingt, freue ich mich schon sehr darauf es bald zu lesen. 


Da ich bislang die komplette Reihe über Kluftinger gelesen habe, wollte ich auch gerne diesen Band der einfach nur Kluftinger genannt wird, lesen. Es ist immer wieder toll, den Kommissar zu begleiten. Ich wohne selbst dort in der Nähe und kenne daher viele Schauorte. 
Montana hat ein sehr atmosphärisches Cover und genau wie bei "Höllenkönig" bin ich schon sehr auf die Geschichte dahinter gespannt. 



Welche Bücher durften zuletzt bei euch einziehen? Was lest ihr aktuell?


Alles Liebe
eure






Iron Flowers: © https://www.fischerverlage.de/verlage/fischer_sauerlaender
Ein Sommer in den Hamptons: © https://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd
Höllenkönig: © https://www.randomhouse.de/Verlag/Penhaligon/45000.rhd
Kluftinger: © https://www.ullstein-buchverlage.de/
Montana: © https://www.randomhouse.de/Verlag/btb/2000.rhd

Dienstag, 24. April 2018

Gemeinsam Lesen #108



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.





© Quellenangabe:
https://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne/30000.rhd
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Die Stimmen des Abgrunds" von Peter V. Brett und bin auf Seite 453/541.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Er ist der Vater der Lügen, rief Jardir sich in Erinnerung.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Ich lese genau wie letzte Woche immer noch "Die Stimmen des Abgrunds". Das bedeutet aber nicht, dass das Buch nicht gut ist. Vielmehr fehlte mir einfach die Zeit, da ich gerade noch parallel ein Buch Korrektur lese und das doch recht viel Zeit in Anspruch nimmt. Bislang gefällt mir der finale Band sehr gut, was mich ehrlich gesagt überrascht, da ich mit der Reihe ja doch so meine Probleme hatte.  

4. Worauf achtest du beim Kauf von Büchern?

Zunächst einmal achte ich natürlich auf das Cover, da das ja das erste ist, was ich von dem Buch sehe. Anschließend schau ich mir den Klappentext an und meistens entscheide ich danach ob ich ein Buch kaufe oder nicht. 
Es sei denn einer meiner Lieblingsautoren bringt ein Buch raus, die kauf ich mir dann meistens direkt ohne sie groß näher zu betrachten, z.b. Fitzek seine Bücher :D

Montag, 23. April 2018

[Rezension] Iron Flowers - Die Rebellinnen

© Quellenangabe: 
https://www.fischerverlage.de/verlage/fischer_sauerlaender

Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden und so ihre Familie aus Armut und Unterdrückung zu befreien. 

Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinander gerissen - und in ein Leben gezwungen, auf das sie niemand vorbereitet hat. 

"Iron Flowers" habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen und als das Buch bei mir ankam wollte ich direkt einmal die ersten Kapitel anlesen. Tja was soll ich sagen, am Ende hatte ich das Buch auf einen Rutsch durchgelesen, da ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. 

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Zum einen begleiten wir Serina, welche ihr ganzes Leben darauf vorbereitet wurde eine Grace zu werden um ihre Familie aus dem Elend zu befreien. Sie ist anmutig, schön und hat alle Fähigkeiten die nötig sind, um den Thronfolger zu beeindrucken. 
Zum anderen ist da noch Nomi, Serinas Schwester. Sie ist das komplette Gegenteil von ihrer Schwester. Von hübschen Kleider, Tee trinken und Stickarbeiten hält sie nicht viel. Nomi ist rebellisch und will aus dem ihr vorbestimmten Leben ausbrechen und wünscht sich nichts sehnlicher als Freiheit. 

Am Tag der Auswahl wird das Leben der beiden total auf den Kopf gestellt und sie müssen sich in neue Lebenssituationen einfinden, auf die sie überhaupt nicht vorbereitet sind. Welche das sind kann ich an dieser Stelle leider nicht sagen, da ich sonst das halbe Buch spoilern würde. 
Aber was ich sagen kann ist, dass ich es beeindruckend fand wie gut die Autorin die Gefühle und das gesamte Empfinden der beiden beschreibt. Man kann sich ihre aktuelle Lage bildlich vorstellen und jede geht auf ihre Art und Weise mit den neuen Begebenheiten um. Sie lassen sich alle beide nicht unterkriegen und kämpfen, jede für sich um das beste aus ihrer Situation zu machen. Dabei müssen sie auch einige Rückschläge einstecken, aus denen sie meiner Meinung nach aber umso stärker hervor gehen. 

Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse beinahe und das Tempo wird rasant. Dadurch entwickelt sich das Buch zum totalen Page Turner und wie anfangs erwähnt, war es mir unmöglich das Lesen zu unterbrechen. 
Am Schluss wird man mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger zurück gelassen, der bei mir allerdings neben ein wenig Frustration auch meine Neugier geweckt hat. Zugleich muss ich sagen, dass ich es sehr gut finde, dass kein 0815 Standard-Happy End auf den Leser wartet, das hätte mich hier echt enttäuscht. Auch wenn es noch über ein Jahr dauert, ich will den zweiten Band auf jeden Fall lesen und wissen wie die Geschichte weiter geht. 

"Iron Flowers - Die Rebellinnen" ist ein rasanter, packender und zugleich mitreißender Auftakt für die neue Jugendbuch Reihe von Tracy Banghart. 


Vielen Dank an Sauerländer & Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Sauerländer & Lovelybooks und enthält Werbung für "Iron Flowers - Die Rebellinnen" von Tracy Banghart.

Freitag, 20. April 2018

[Rezension] Die Duftapotheke

© Quellenangabe: https://www.arena-verlag.de/

In der alten Villa riecht es seltsam - nach tausend Dingen gleichzeitig. Es ist das erste, was Luzie an ihren neuen Zuhause auffällt. Aber die Gerüche führen nirgendwohin und der Schlüssel, den Luzie unter einer Bodendiele findet, passt in kein Schloss. Gibt es in der Villa etwa ein verstecktes Zimmer? Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Benno und dem Nachbarsjungen Mats macht sie Luzie auf die Suche. Als sie in den verborgenen Teil der Villa vordringen, trauen die Kinder ihren Augen kaum: Auf deckenhohen Regalen reihen sich zahllose Duftflakons aneinander, in denen es nur so schillert und sprudelt! Doch in den Fläschchen schlummern nicht nur schöne Überraschungen, sondern auch jede Menge Gefahren. Vor allem ein Flakon wäre besser für immer verschlossen geblieben...


Die Duftapotheke habe ich bei der Leipziger Buchmesse entdeckt, denn das detaillierte und farbenfrohe Cover ist natürlich ein totaler Blickfang. Hält man das Buch in den Händen bekommt man beinahe das Gefühle, die Düfte würden aus dem Buch herausschweben. Wirklich eine tolle Gestaltung!

Die Geschichte erleben wir aus der Sicht von Luzie, welche gemeinsam mit ihrer Familie in die alte Villa eingezogen ist. Während besonders die Mutter, von der alten Einrichtung begeistert ist, fühlt Luzie sich zunächst noch nicht so richtig wohl, auch die seltsamen Düfte in dem Haus, werfen bei ihr Fragen auf und sie beschließt ihnen auf den Grund zu gehen. 
Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Benno und dem neugierigen Nachbarsjungen Mats machen sie sich daran das Haus zu erkunden und erleben eine große Überraschung. 
Benno ist noch recht jung und wirkt immer sehr unschuldig und auch süß und Mats ist für ihn beinahe ein großer Bruder. Die beiden kommen gut miteinander aus und werden schnell Freunde. 
Aber nicht nur die drei konnten überzeugen, auch die weniger sympathischen Protagonisten sind detailliert und überzeugend ausgearbeitet. Ich hatte direkt ein Bild von ihnen im Kopf, als ich ihre Beschreibungen gelesen habe.

Die Handlung entwickelt sich mehr und mehr zur Abenteuergeschichte. Es wird richtig spannend und auch einen Hauch magisch. Für mich selbst war recht schnell klar wer der Übeltäter ist und welche Beweggründe er hatte, aber ich bin auch deutlich älter als die eigentliche Zielgruppe, von daher hat mich das jetzt nicht gestört. 

Besonders interessant und einfach auch mal etwas Neues war für mich die Idee mit den Düften kombiniert mit Magie. Jeder Duft kann etwas anderes bewirken, öffnet man sein Flakon und es gibt leichte Düfte, die nicht viel ausrichten, aber auch solche die sehr verheerende Folgen haben können. Dadurch ergeben sich unzählige Möglichkeiten und ich bin schon jetzt sehr auf Luzie's nächstes Abenteuer gespannt, welches im Herbst dieses Jahr erscheinen wird. 


"Die Duftapotheke" ist ein phantasievoller Jugendroman, der uns auf ein spannendes und vor allen Dingen, aromatisches Abenteuer mitnimmt. Liebevoll gestaltet Illustrationen runden das Gesamtbild noch ab. Dieses Buch hat definitiv einen Platz in meinem Herzen bekommen und ist für mich ein Lesehighlight im Jugendbereich. 



Donnerstag, 19. April 2018

Klappentext Donnerstag #13


Hey meine Lieben, 

die Aktion "Klappentext Donnerstag" wird von Pinkmaibooks veranstaltet. Dabei geht es darum, ein Buch nur anhand des Klappentextes vorzustellen und das Cover bewusst nicht zu zeigen. So werden Äußerlichkeiten außen vor gelassen und er Blick auf den Inhalt gerichtet. 


Ps: Ich mag dich
Autor: Kasie West
ISBN: 978-3551583666
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 368
Preis: 17,99€

Im Chemieunterricht kritzelt Lily eine Zeile aus ihrem Lieblingslied auf den Tisch - und erlebt eine Überraschung: Am nächsten Tag hat jemand geantwortet, der den Song auch kennt! Schnell entwickelt sich zwischen ihr und dem namenlosen Schreiber eine Brieffreundschaft. Sie tauschen Musiktipps und lustige Geschichten aus, aber auch geheime Wünsche und Sorgen. Mit jedem Zettel verliert Lily ihr Herz ein bisschen mehr an den Unbekannten. Doch als sie herausfindet, wer ihr da schreibt, wird alles plötzlich ziemlich turbulent. 




Und was denkt ihr von dem Klappentext? Kennt ihr das Buch?

Für mich war "Ps: Ich mag dich" eine sehr emotionale, ergreifende aber auch spannende Geschichte, die mir einige schöne Lesestunden beschert hat. 


Alles Liebe
eure

Dienstag, 17. April 2018

Gemeinsam Lesen #107



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.






© Quellenangabe:
https://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne/30000.rhd
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Die Stimmen des Abgrunds" von Peter V. Brett und bin auf Seite 47/541.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


Jardir verdrängte seine Zweifel, als er den Par'chin und seine jiwah in der Höhle zurückließ.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Der erste Teil des 5. Bandes hat mich komplett enttäuscht, daher war ich eher skeptisch als nun der zweite Teil herauskam. Die ersten Seiten haben mir aber wider Erwarten sehr gut gefallen und es ist gerade richtig spannend.  


4. Liest du lieber gebundene Bücher, Taschenbücher oder E-Books?

Am liebsten lese ich Taschenbücher, denn die sind um einiges leichter als gebundene Bücher und haben keinen Schutzumschlag auf den man aufpassen muss. E-Books lese ich gar nicht. 

Montag, 16. April 2018

[Rezension] Der Sommerdrache - Die ewigen Gezeiten

© Quellenangabe: https://www.fischerverlage.de/

Maia ist von klein auf vertraut mit Drachen, schließlich wächst sie als Tochter des Brutmeisters in einem wolkenverhangenen Drachenhorst auf. Sie fiebert dem Tag entgegen, an dem sie ihren eigenen Drachen bekommen soll, doch kurz bevor es so weit ist, beansprucht das Militär sämtliche Jungtiere, weil an den Grenzen des Reiches ein Krieg droht. 

Maia weiß sich zu helfen: Als sie in den Wäldern einen von Wilderern getöteten weiblichen Drachen findet, vermutet sie, dass dort draußen ein Junges auf seine Mutter wartet. Kurzerhand macht sie sich auf die gefahrvolle Suche danach - und stößt auf ein Geheimnis, dass das Schicksal des ganzen Reiches verändern könnte. 


Das Buch erscheint am 25.04.2018 und ich durfte es vorablesen.

Drachen, immer wieder begegnet man ihnen im Genre Fantasy, doch zumeist bekommen sie lediglich eine Nebenrolle zugesprochen. Das ist hier ganz anders, denn in dieser Geschichte stellen die Drachen den Mittelpunkt des gesamten Geschehens dar. Ich fand Drachen schon immer aufregend und faszinierend und konnte es gar nicht abwarten in diese Geschichte einzutauchen. 

Maia fiebert gemeinsam mit ihrem Bruder Darian auf den wichtigsten Tag im ganzen Jahr hin, den Tag an dem sie endlich für ihre harte Arbeit belohnt und ihre eigenen Drachenküken erhalten sollen. Doch es kommt alles ganz anders und bald schon beginnt ein Kampf gegen die Zeit um Leben und Tod. 
Die beiden Geschwister habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Typisch für Schwester und Bruder herrscht nicht immer eitler Sonnenschein, sondern manchmal kracht es auch zwischen den beiden und sie zanken gehörig. Wenn es aber darauf ankommt halten sie immer zusammen und helfen einander, egal in welche Gefahr sie sich dabei begeben. Es war einfach toll die beiden gemeinsam zu erleben und zu sehen wie gut sie sich ergänzen und als Team fungieren. 

Die Welt die Todd Lockwood geschaffen hat ist einfach grandios. Überall im Land verteilt gibt es mehrere sog. Aerys, in denen die Zuchtmeister, deren Familie und die Drachen leben. Wie so ein Aery genau aussieht kann man sich sogar auf einer Zeichnung genauer ansehen und erhält so einen echt guten Überblick. 
Aber nicht nur das Setting hat mich beeindruckt, sondern vor allem auch die Drachen selbst. 
Man begleitet einige von klein auf, wie sie zunächst als Küken herumtollen, dann in Ausbildung gehen und schließlich endlich gemeinsam mit ihren Bundpartnern fliegen dürfen. Das mitzuerleben war mitunter sehr ergreifend, denn die Verbindung zwischen Drache und Reiter ist etwas ganz besonderes. 
Die Drachen selbst sind einfach großartig und genauso vielfältig in ihrem Wesen wie wir Menschen. Zudem können sie bis zu einem gewissen Grad mit den Menschen kommunizieren. 

Neben einer Landkarte, sind auch mehrere Zeichnungen innerhalb der Geschichte enthalten. Auf diesen sind oftmals die Drachen abgebildet und ihr Erscheinen und ihre Größe ist beeindruckend. 

Gegen Ende wird es immer spannender und ich konnte das Buch beim besten Willen nicht mehr aus der Hand legen. Es bleiben einige Fragen offen und ich bin mir ziemlich sicher, dass es bald eine Fortsetzung geben wird, da die Geschichte noch längst nicht zu Ende erzählt ist. 



Ich bin schwer beeindruckt von dieser atemberaubenden Geschichte. Das Leben der Menschen und ihrer Drachen und ihr gemeinsames Schicksal haben mich mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise, die gerade erst ihren Anfang gefunden hat. Ich hoffe sehr, dass es bald eine Fortsetzung geben wird. 




Vielen Dank an Fischer für das Rezensionsexemplar!

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Fischer und enthält Werbung für "Der Sommerdrache" von Todd Lockwood

Sonntag, 15. April 2018

[Rezension] Staubchronik

© Quellenangabe: https://www.drachenmond.de/

England 1890. 

Kleider, Bälle und die Suche nach dem perfekten Ehemann. Das ist es, was sich Animants Mutter für ihre Tochter wünscht. Doch Ani hat anderes im Sinn. Sie lebt in einer Welt aus Büchern, und bemüht sich der Realität mit Scharfsinn und einer gehörigen Portion Sarkasmus aus dem Weg zu gehen. Bis diese an ihre Tür klopft und ihr ein Angebot macht, das ihr Leben auf den Kopf stellt. 

Ein Monat in London, eine riesige, vollautomatische Suchmaschine, die Umstände der weniger Privilegierten und eine Arbeitsstelle in einer Bibliothek. Und natürlich Gefühle, die sie bis dahin nur aus Büchern kannte. 



Der Schreibstil der Autorin hat mich direkt angesprochen und es fiel mir ausgesprochen leicht in die Geschichte einzutauchen. Als Leser werden nach England 1890 entführt und erhalten nicht nur Einblicke auf die Stellung der Frau innerhalb der Gesellschaft. Auch auf die damaligen technischen Entwicklungen und Neuheiten erhascht man einen Blick und so lernt man einiges über die damalige Zeit und das Leben der Menschen. 

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Animant Crumbs und ich muss gestehen, anfangs hatte ich so meine Probleme mit dem Namen. Er wirkt so ungewöhnlich und ich bin immer wieder darüber gestolpert, aber mit der Zeit wurde es besser. 
Animant selbst war mir als Protagonistin zumeist recht sympathisch, wobei ich manchmal nur den Kopf über ihre Entscheidungen schütteln konnte. Besonders gegen Ende hin. 

Während die Handlung anfangs schnell Fahrt aufnimmt und das Tempo recht zügig ist, umso langsamer geht es ab der Mitte voran. Die Geschichte scheint auf der Stelle zu treten und fühlte sich für mich in die Länge gezogen an. Einige Ereignisse sind überflüssig, andere wiederum so ausschweifend erzählt, dass man beinahe einschläft. Da wurde es dann doch etwas zäh. Umso überraschter war ich, als das Ende sehr schnell von der Autorin abgefertigt wird und das wo doch die gesamte Geschichte auf diesen Höhepunkt hinarbeitet. Zudem bleiben einige Fragen offen und auf mich wirkte der Schluss nicht richtig ausgearbeitet. 
Mit dem Ende selbst bin ich auch überhaupt nicht zufrieden, da ich das Verhalten der Protagonisten in keinster Weise nachvollziehen kann. Animant verhält sich das komplette Buch über eher rebellisch für damalige Ansichten und am Ende benimmt sie sich plötzlich doch genauso wie jedes andere liebestolle Mädchen aus einem x-beliebigen Liebesroman. Das war einfach nur enttäuschend. 

Abschließend muss ich auch sagen, dass die Kategorisierung in meinen Augen total falsch ist. Das Buch wird als Fantasyroman deklariert, was es aber auf keinen Fall ist. In der gesamten Geschichte sind keine fantastischen Elemente enthalten und daher sollte man es definitiv als historischen Roman betiteln. Im Genre Fantasy hat das Buch mit Sicherheit nichts verloren. 


Mir tat es wirklich weh diese Rezension zu schreiben, denn ich hatte mich unglaublich auf das Buch gefreut. Es war auch echt gut zu lesen, aber der Schluss, der in gerade mal zwei Kapiteln abgefertigt wird hat mich mehr als nur etwas enttäuscht. Nicht nur die vielen offenen Fragen, auch das Ende selbst passt überhaupt nicht. Einfach nur schade, denn ich hatte mir so viel mehr erhofft.