Dienstag, 19. November 2019

[Rezension] Idaho

© diana-verlag.de

Ein flirrend heißer Sommertag in Idaho USA: Eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand - und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Eine Tochter ist tot, die zweite flieht in den Wald und verschwindet spurlos. Ist es Gnade, dass der Vater Jahre später langsam sein Gedächtnis verliert? Während Wade immer mehr vergisst, erkundet seine zweite Frau Ann tiefer und tiefer die Tragödie jenes heißen Augusttages und nimmt schließlich Kontakt zu Wades Exfrau im Gefängnis auf.


Der Klappentext klang für mich nach einer spannenden Story, die sich eventuell ein wenig Richtung Thriller bewegt. Allerdings hat sich das Buch dann doch mehr wie ein Frauenroman gelesen, da die Gefühle von Ann den größten Raum einnehmen. 

Wade leidet an Demenz und die wurde wirklich sehr realistisch dargestellt. Ich mochte Wade sehr gerne, er ist eine sehr sympathische und aufrichtige Figur. 
Mit Ann hatte ich da schon eher etwas Probleme. Obwohl sie wie alle anderen Charaktere sehr menschlich und detailliert gezeichnet sind. Ann's Handlungen konnte ich allerdings meistens nicht nachvollziehen und sie war mir bis zuletzt nicht sympathisch. 

Nach anfänglicher kurzer Verwirrung habe ich recht gut in den Roman hinein gefunden. Ab Mitte der Handlung verläuft die Geschichte allerdings sehr geradlinig und es gibt weder Höhen noch Tiefen oder Spannungsbögen. Hinzu kommt, dass die Autorin viele Handlungsstränge aufbaut, die dann allerdings zumeist ins Leere laufen und für die eigentliche Handlung total unerheblich sind. Dadurch zieht sich die Geschichte ein wenig und irgendwann war mir dann schon fast egal was passiert. Zudem gibt es viele wahllose Zeitsprünge, die mich total verwirrt haben und dafür gesorgt haben, dass ich der Story kaum folgen konnte. Selbst am Ende waren viele Fragen noch unbeantwortet und das Ende selbst ist auch offen, nicht ganz das was ich erwartet hatte.

Bei "Idaho" dreht sich die Geschichte irgendwie im Kreis und es passiert viel zu wenig, Spannung bleibt teilweise auf der Strecke. Bis zur Mitte hin konnte mich die eindringliche Atmosphäre gut unterhalten, aber dann wird es sehr zäh und der Schluss war überhaupt nicht mein Fall. Ich würde das Buch daher durchschnittlich bewerten und kann es nur bedingt empfehlen.


Gemeinsam Lesen #178



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen" von Paolo Cognetti und bin auf Seite 11/121.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Ende 2017 und gegen Ende meines vierzigsten Lebensjahres reiste ich mit ein paar Freunden in die Dolpo-Region, die auf einer Hochebene im Nordosten Nepals liegt. 

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Ich liebe die Werke des Autors und bin mir sicher, dass auch dieses Buch mich begeistern wird! Ich freue mich schon sooooo sehr auf die Geschichte!! Allein der Klappentext macht mich richtig neugierig. 

4. Wenn du dich in eine Geschichte hinein wünschen könntest, in welche wäre das und was würdest du dort tun?

Ich würde mich ganz klar in die Fantasy-Reihe "Das Geheimnis von Askir" hineinwünschen, um die großartige Welt selbst erkunden zu können und Havald zu treffen. 

Sonntag, 17. November 2019

[Leselaunen] Wo ist die Sonne?



Hey meine Lieben, 

"Leselaunen" werden von der lieben Trallafitti geleitet. Schaut doch mal vorbei, jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen :)



Aktuelle Bücher
            
  


Diese Woche habe ich nur ein Buch, das ich zeigen kann. Ich bin endlich dabei den zweiten Band Young Elites - Das Bündnis der Rosen zu lesen. Anfangs habe ich mir etwas schwer getan wieder in die Geschichte hineinzufinden, aber so langsam erinnere ich mich an alles und bin mitten drin. 



Momentane Lesestimmung

Die Leseflaute hält leider noch an und ich lese nicht so viel wie ich gerne würde.



Und sonst so? 
Blogkram

Diese Woche sind 5 Beiträge (Leselaunen ausgenommen) online gegangen: 


Rezension | Die Bärenkralle | Torkill Damhaug

Gemeinsam Lesen
Rezension | Wayward | Blake Crouch
Top Ten Thursday
Neuerscheinungen im Dezember



Zitat der Woche


Einige Bücher soll man kosten, andere verschlingen, und einige wenige kauen und verdauen.
- Francis Bacon - 




Mitten aus dem Leben

Diese Woche hat nicht nur draußen die wärmende Sonne gefehlt, sondern auch in mir. Am Donnerstag war die Beisetzung meiner Oma und der Tag war alles andere als leicht für mich. Auch sonst geht es mir nicht ganz so gut wie ich es gerne hätte, aber so Zeiten hat ja jeder Mal. 
Heute geht es aber noch auf eine Lesung von Fitzek und ich bin schon sehr gespannt wie es mir gefallen wird, da ich ja sein neuestes Werk leider überhaupt nicht mochte. 




Wie war denn eure Woche?


Alles Liebe
eure