Sonntag, 31. Mai 2020

[Rezension] Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt

© penhaligon-verlag.de

Mein Name ist Griz. Meine Kindheit war anders als deine. Ich hatte keine Freunde, einfach aus dem Grund, dass ich außer meiner Familie kaum jemanden kenne. Überhaupt bin ich in meinem ganzen Leben nur einer Handvoll Menschen begegnet. Zwar sagen meine Eltern, dass die Welt eins bevölkert war, doch jetzt gibt es nur noch uns. Aber wir sind nicht einsam auf unserer entlegenen Insel. Wir haben einander - und unsere Hunde. Doch dann kam der Dieb, und er stahl meinen Hund. Aber wenn es kein Gesetz mehr gibt, das Diebstahl bestraft, werde ich ihn mir zurückholen. Denn was bleibt von unserer Menschlichkeit übrig, wenn wir nicht für jene, die wir lieben, alles, wirklich ALLES tun...

Entgegen anderer Endzeit-Romane gab es hier keine große Invasion oder einen vernichtenden Virus. Vielmehr verlief der Prozess schleichend, da die Menschen einfach keine Kinder mehr bekommen können und sich die Population dadurch von selbst immer mehr verringert. Nur noch ganz wenige Menschen auf der Welt sind in der Lage Kinder zu zeugen. 

Griz lebt mit seiner Familie auf einer einsamen Insel. Die einzigen anderen Menschen die er kennt, sind "Nachbarn" einige Insel weiter. Ansonsten gibt es niemanden um sie herum. Die meiste Zeit verbringt Griz auf ihrer Insel, doch manchmal fahren sie auch gemeinsam mit ihren Booten zu anderen Inseln zum "wikingern". 
Eines Tages kommt jedoch tatsächlich Besuch zu ihnen. Ein Fremder. Er unterhält alle mit seinen abenteuerlichen Geschichten und bringt etwas Abwechslung in den tristen Alltag. Am nächsten Morgen muss Griz jedoch feststellen, dass der Fremde sich heimlich davon macht und auch noch Jess, einen von Griz' Hunden geklaut hat. Das kann dieser nicht auf sich sitzen lassen und macht sich gemeinsam mit seinem zweiten Hund auf den Weg, Jess zu finden und zurück nach Hause zu holen. 

Die Geschichte selbst ist in einem Tagebuchstil verfasst, wodurch man als Leser ganz nah an die Eindrücke von Griz herangeführt wird. Ob ausgestorbene Städte, Häuser, Einrichtungsgegenstände oder wilde Tiere und Vögel - Griz entdeckt unglaublich viel Neues auf seiner Reise. Diese Beschreibungen nehmen fast die erste Hälfte des Buches ein, wodurch leider einige Längen entstehen. Ich habe nach dem siebten Kaninchen dann auch irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele der Hund noch zum Abendessen gejagt hat. Hier wäre etwas Kürzung auf jeden Fall notwendig gewesen. 

Im zweiten Teil der Geschichte begegnet Griz noch einer weiteren Figur und es kommt dann auch wieder etwas Leben und Spannung in die Geschichte, die sich bis zum Ende hält. Hier ging das Lesen dann deutlich zügiger voran und die Handlung ist abwechslungsreich gestaltet. Das Ende selbst hält dann noch die ein odere andere Überraschung bereit, mit denen ich in keinster Weise gerechnet hätte. Das entschädigt ein wenig für die vielen unnötigen Längen zu Beginn des Buches. 

Der Roman weist am Anfang einige langatmige Passagen auf, in denen außer Kaninchenjagd, kaum etwas passiert. Stattdessen schleppt sich die Handlung nur zäh voran. In der zweiten Hälfte bekommt die Geschichte dann deutlich mehr Tempo und trotz des sehr gelungenen Finale, konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. 


Samstag, 30. Mai 2020

[Rezension] Das Geständnis

© heyne-verlag.de

Ein Geständnis in letzter Sekunde steht am Anfang von John Grishams neuem großem Roman. Travis Boyette, ein rechtskräftig verurteilter Sexualstraftäter, der mehr als sein halbes Leben hinter Gittern verbracht hat, gesteht einen Mord, für den ein anderer verurteilt wurde: Donté Drumm. Dieser sitzt seit acht Jahren in der Todeszelle und soll in genau vier Tagen hingerichtet werden. Ein verzweiflter Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 


Der Roman spielt 1998 und wirkt ziemlich aktuell, wobei ein großes Thema die Rechte von Schwarzen und Weißen sind. Dabei beschreibt John Grisham die Verwahrlosung der amerikanischen Justiz sehr eindringlich und lässt den Leser nachdenklich zurück. 

Donté Drumm sitzt seit vielen Jahren im Gefängnis, unschuldig wie er selbst behauptet, und seine Hinrichtung steht kurz bevor. Nur eine Woche vor dem Termin bekommt Pfarrer Keith Besuch von einem ehemaligen Häftling, der behauptet der wahre Mörder zu sein und Donté Drumms Unschuld beweisen zu können. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 

Drumms' Anwaltskanzlei versucht verzweifelt einen Aufschub zu bekommen. Der Gouverneur von Texas ist dabei die entscheidenen Person, diesen Aufschub anordnen kann. Die Probleme zwischen Schwarzen und Weißen und eine anstehende Wiederwahl stellen keine guten Aussichten für den Todeskanditaten dar. Zumal er ja selbst ein Geständnis abgelegt hat. Das es unter dubiosen Umständen entstand, ist dabei für die weiße Obrigkeit erst einmal nebensächlich. 

John Grisham versteht es wieder einmal meisterlich, seine Leser an die Handlung zu fesseln. Die überaus detaillierten Schilderungen verdeutlichen die Machtgier bestimmter Personen dabei sehr und zeigen wie wenig ein Menschenleben wert sein kann. 

Ein echter Grisham, der kaum aus der Hand zu legen ist!! Klare Leseempfehlung!!


Donnerstag, 28. Mai 2020

[Rezension] Aufblühen

©luebbe.de

Pflanzen stärken unser Immunsystem, verbessern unser Raumklima, sorgen für Entspannung, unterstützen Heilungsprozesse und machen einfach glücklicher. Die Autorin Sarah Remsky besitzt weit über 100 Pflanzen, die sie hegt und pflegt. In ihrem Buch zeigt sie, wie wir den Wohntrend in den eigenen vier Wänden realisieren können und gibt Tipps rund um die richtige Pflege, Standort und heilsame Wirkungen.

Liest man den Klappentext erwartet man einen Pflanzenratgeber für das eigene Zuhause. Zumindest ging es mir so. Ich vermutete Standorttipps, die Vorstellung verschiedenener Plfanzen, deren Pflege und mögliche Heilwirkungen, wie z.b. Lavendel, der ja gut fürs Schlafzimmer geeignet ist. 

Daher war ich extrem überrascht, dass der Großteil des Buches sich um die Gesundheit der Autorin dreht. Sarah Remsky ist an Depressionen erkrankt und berichtet viel von ihren Problemen im Alltag, dem Aufenthalt in einer Klinik und auch einigen Therapien, die sie gemacht hat. Dabei waren Pflanzen ihr ständiger Begleiter. Ich hatte keine Geschichte in diese Richtung erwartet und war daher etwas perplex am Anfang. 

Es gibt zwar durchaus auch einige Pflanzentipps und die Autorin geht auch auf die Pflege ein, aber ihre eigene Geschichte und Vergangenheit nimmt eindeutig mehr Raum ein. Die Erzählungen sind durchaus interessant geschildert, allerdings passen Klappentext und Inhalt nicht wirklich überein. 

Ich hätte mir mehr Infos zu den einzelnen Pflanzenarten gewünscht, mehr Tipps für Standorte und allgemein mehr Fokus auf unsere grünen Lieblinge. Insgesamt ein schönes Werk, aber leider nicht ganz das was ich mir versprochen hatte. 

In dem Buch erzählt Autorin Sarah Remsky viel über ihre psychischen Probleme und deren Bewältigung und geht nebenbei auf ihre Liebe zu Pflanzen ein. Nicht ganz das was der Klappentext verspricht, aber dennoch lesenswert. 


Sonntag, 24. Mai 2020

[Leselaunen] Puuuh!



Hey meine Lieben, 

"Leselaunen" werden von der lieben Trallafitti geleitet. Schaut doch mal vorbei, jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen :)



Aktuelle Bücher
              



Nach Meine beste Freundin wollte ich unbedingt auch Meine liebe Familie von der Autorin lesen. Es war sooo spannend und ich hatte zig Ideen, die sich alle als falsch herausgestellt haben. Am Ende gab es dann noch einmal einen richtig guten Plot-Twist, der mich sprachlos zurückgelassen hat. Ganz klare Leseempfehlung!
Ebenfalls diese Woche beendet habe ich Das Geständnis von John Grisham. Rezension wird in Kürze folgen, aber kurz zusammengefasst kann ich nur sagen: Typisch Grisham spannend bis zur letzten Seite!
Gestern begonnen habe ich dann noch Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt. Ich habe nun knapp 150 Seiten gelesen, bin allerdings bislang noch nicht so ganz überzeugt. Es gibt einige gute Momente, aber dann auch wieder langwierige Passagen, denen eine Kürzung gut getan hätte. Mal sehen wie es sich noch entwickelt.

Momentane Lesestimmung

Aktuell verschlinge ich Bücher regelrecht und komm kaum nach genügend neue zu besorgen.^^



Und sonst so? 
Blogkram

Diese Woche sind 6 Beiträge (Leselaunen ausgenommen) online gegangen: 


Rezension | Das Lied der Wächter - Der Gesang | Thomas Erle

Gemeinsam Lesen
Top Ten Thursday
Neuerscheinungen im Juni
Rezension | Das Lied der Wächter - Das Gesetz | Thomas Erle
Rezension | Meine liebe Familie | Sarah Alderson



Zitat der Woche

Einen Garten zu pflanzen bedeutet an Morgen zu glauben.
- Audrey Hepburn. -



Mitten aus dem Leben

Leider hatte ich die letzten Tage ziemlich starke Kopfschmerzen und auch ständig Probleme mit dem Kreislauf. Zum Glück wird es jetzt endlich langsam besser!
Ich habe festgestellt, dass ich diesen Monat Bücher verschlinge ohne Ende, ich bin nun schon bei dem 13. Buch für diesen Monat oO
Ansonsten bin ich sehr gespannt wie die kommende Schul-Woche wird, zu zehnt und natürlich unter Corona-Bedingungen.
Aber jetzt genieße ich erst einmal meinen freien Tag!

Wie war denn eure Woche?


Alles Liebe
eure

Samstag, 23. Mai 2020

[Rezension] Meine liebe Familie

© goldmann-verlag.de

Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern führt Ava ein beneidenswertes Leben. Bis zu einer grauenvollen Nacht, als zwei Maskierte in ihre Villa eindringen und sie und ihre Tochter June bedrohen. Schüsse fallen - und Ava wacht später schwer verletzt im Krankenhaus auf. Die 12-jährige June liegt im Koma. Doch damit beginnt der Albtraum erst. Denn Ava und ihre Familie sind nicht zufällig Opfer eines Verbrechens geworden. Um die Menschen, die sie liebt, zu schützen, muss Ava herausfinden, was in der Nacht des Überfalls wirklich geschah. Nur wem kann sie vertrauen, wenn sie selbst ein Geheimnis verbirgt?


Bei "Meine beste Freundin" fand ich das Buch zunächst nur mittelmäßig, bis zum Schluss, der hat dann noch einmal einiges herausgeholt. Umso neugieriger war ich nun, wie es mir bei dieser Geschichte gehen würde. 

Ava erlebt wohl den schlimmsten Albtraum, den man sich nur vorstellen kann. Als wäre ein Überfall im eigenen Heim nicht schlimm genug, muss sie danach mit den fatalen Folgen für ihre Tochter, leben. June liegt im Koma und es ist noch nicht klar ob sie aus diesem wieder erwachen wird. Für die Medien ein gefundenes Fressen. 
Darüber hinaus scheint es kein willkürlicher Überfall gewesen zu sein, sondern ein gezielter Anschlag auf die Familie. Zudem kommen auch innerhalb der Familie einige Geheimnisse ans Licht und alles scheint im Chaos zu versinken. 

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und man findet sehr leicht in die Geschichte hinein. Neben Ava kommen viele Charaktere zu Wort, sei es weitere Familienmitglieder, die Polizei, Ärzte usw. Dennoch schafft es die Autorin scheinbar mühelos eine klare Linie zu schaffen, wodurch die Handlung leicht verständlich ist. 
Die Geschichte selbst erlebt man durch Ava's Perspektive. 

Die Handlung ist in einzelne Tage unterteilt, wodurch sich das Buch recht kurzweilig lesen lässt. Durch geschickt platzierte Wendungen wird die Spannung konstant aufrecht erhalten und ich habe das Buch letztlich an einem einzigen Tag ausgelesen. Was steckt hinter diesem tragischen Vorfall und kann man überhaupt jemandem trauen? Die Autorin schafft es, dem Leser sämtliche Figuren nahezubringen und sie dennoch geheimnisvoll wirken zu lassen. Das Ende hat mich dann auch überrascht und es sind Dinge ans Licht gekommen, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Ein mehr als gelungener Plot-Twist! Super spannend!!


Dieses Mal hat Sarah Alderson mich komplett überzeugen und hervorragend unterhalten können! Ich hoffe es wird in Zukunft noch mehr Thriller dieser Art von ihr geben!



Freitag, 22. Mai 2020

[Rezension] Das Lied der Wächter - Das Gesetz

© gmeiner-verlag.de

Nach vielen Irrwegen glaubt sich Felix endlich am Ziel seiner abenteuerlichen Reise - er hat seine Eltern gefunden, die vor 16 Jahren bei einer Atomkatastrophe verschwunden sind. Doch die Rätsel des Waldes lassen ihn nicht los und so begibt er sich noch einmal auf die Suche nach Antworten. Was er unterwegs erlebt, erschüttert ihn derart, dass er kurz davor ist aufzugeben. Aber ein unerwartetes Wiedersehen zwingt ihn weiter voran. 
An den Hängen des mystischen Schwarzwaldbergs kommt es schließlich zu einer schicksalshaften Entscheidung, die sein Leben für immer verändern wird...


Mit "Das Gesetz" kommen wir nun zum finalen Band der Reihe und ich hatte große Hoffnung, dass die vielen offenen Fragen hier geklärt werden würden. 
Nachdem zweiten Band gibt es nun für Felix wieder mehr Begegnungen und Gespräche und dadurch kam sofort mehr Dynamik in die Geschichte. Wie bereits bei den Vorgängern beschreibt der Autor die Umgebung auf Felix Wanderungen sehr eindringlich, sodass das Gefühl auf kommt, man sei selbst mit ihm auf Reisen. Gleichzeitig sorgen diese ausführlichen Erzählungen dafür, dass die Story stellenweise etwas langatmig wird und die eigentliche Handlung ins Stocken gerät. 

Felix stößt auch dieses Mal wieder auf so einige Gefahren und insgesamt gibt es mehr phantastische Elemente als in den beiden vorherigen Teilen. Dabei wird sehr deutlich, dass es um viel mehr als nur eine Atomkatastrophe geht. Felix hat sich stark verändert und aus dem jungen unbeholfenen Teenie, ist ein starker Mann geworden, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Zwar reagiert er manchmal noch etwas übereilt, anstatt erst zu denken, aber er lernt mehr und mehr dazu und entwickelt sich immer weiter. 

Endlich werden vom Autor einige Fragen geklärt, aber er wirft auch neue auf und so wird die Geschichte nicht bis ins letzte Detail geklärt. Für einige Punkte, muss der Leser sich wohl selbst Lösungen überlegen. Das Ende selbst hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen, da es mir zu offen war. Es gäbe noch genügend Stoff für weitere Bände, aber leider ist die Reihe mit diesem Band ja abgeschlossen. 




Meine Erwartungen für diesen Band wurden nicht vollstänig erfüllt, aber dennoch hat mich der finale Teil der Reihe gut unterhalten. Die Spannung ist eher unterschwellig, aber dennoch hat ich die Geschichte gefesselt und bis zuletzt nicht mehr losgelassen. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass man mehr Erklärungen bekommt und nicht mit so vielen offenen Fragen zurückgelassen wird. 


Donnerstag, 21. Mai 2020

Neuerscheinungen im Juni


Hey meine Lieben, 

auch im Juni erscheinen wieder ein paar neue Bücher und hier sind meine Must-Haves:



No words
Erscheinungsdatum: 02.06.2020

Eine verzweifelte Frau überrascht Caleb in einer dunklen Gasse. Es ist zu dunkel, um von ihren Lippen zu lesen, und ihre unbeholfenen Gebärden scheinen keinen Sinn zu ergeben. Nur zwei Begriffe versteht er: Hilfe und Familie. Dann liegt die Unbekannte tot in seinen Armen. Caleb will Antworten! Hat ihr Tod mit ihrem Engagement für eine Umweltschutzgruppe der Aborigines zu tun? Ihr stummer Hilfeschrei durchbricht die Stille, und Caleb tut alles in seiner Macht Stehende, um ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen und den Täter zu finden.







The Passengers 
Erscheinungsdatum: 09.06.2020

>>Guten Morgen, Claire. Dir dürfte aufgefallen sein, dass du deinen Wagen nicht mehr unter Kontrolle hast. Von diesem Augenblick an bestimme ich deine Route. Das Einzige, was du wissen musst, ist, dass du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in zwei Stunden tot sein wirst.<< Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass ie tatsächlich in ihrem Wagen gefangen ist. Und sie ist nicht die Einzige - noch sieben weitere Passagiere sind in derselben Situation: Die Systeme ihrer Autos wurden geknackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere...



Der Fahrer
Erscheinungsdatum: 16.06.2020

Die Gestalt sitzt zusammengesunken auf einer Bank im Hamburger Stadtpark und rührt sich nicht - sie ist tot. Ihr Gesicht scheint zu leuchten - fluoreszierend im Licht der Straßenlaternen. Jemand hat die Leiche mit Leuchtfarbe angemalt. 
In Hamburg treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die Opfer: junge Frauen, die nachts unterwegs waren. Viele waren Kundinnen beim neuen Fahrdienst namens MyDriver. Aber da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Komissar Jens Kernen und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft - obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Jens wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und Rebecca versucht erfolglos, ihn in die Gegenwart - und zu sich - zu ziehen. Dann tauchen überall merkwürdige Hashtags auf. Erst auf den Privatautos der Opfer, dann an immer mehr Orten steht: #findemich - in Leuchtfarbe. Und es scheint, als wäre diese Aufforderung direkt an Jens Kerner gerichtet...



Wenn du zurückkehrst
Erscheinungsdatum: 22.06.2020

Trevor ist 32 und an einer Wegscheide in seinem Leben angekommen. Da stirbt sein Großvater und hinterlässt ihm sein heruntergekommenes Cottage in North Carolina - samt riesigem wildwucherndem Garten und zwanzig Bienenstöcken. Trevor beginnt das Haus wieder instand zu setzen und kümmert sich mit Begeisterung um die Bienenvölker. Und er lernt zwei geheimnisvolle Frauen kennen, die ihn beide auf ganz unterschiedliche Weise in ihren Bann ziehen: die Polizistin Natalie, zu der er sich sofort hingezogen fühlt, die seine Gefühle auch zu erwidern scheint - und die sich doch nicht an ihn binden kann. Und die Jugendliche Callie, die sich ganz allein durchs Leben schlägt und offensichtlich mit schwerstwiegenden Problemen kämpft. Kann Trevor Callie retten und Natalie für sich gewinnen?



Im Juni sind es wieder nicht so viele, die ich unbedingt haben möchte, aber das schadet meiner Wunschliste gar nicht, wenn ich sie mal nicht komplett überlade. Auf Welche Bücher freut ihr euch schon?

Alles Liebe

Top Ten Thursday



10 Bücher, die in einer Großstadt spielen

Paris

London
Kyoto
Shanghai
New York

St. Petersburg
Bristol
Budapest
London
Oxford

Dienstag, 19. Mai 2020

Gemeinsam Lesen #202



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Das Geständnis" von John Grisham und bin auf Seite 170/525.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Slone war im Laufe der Jahrzehnte so gut wie nie von Rassenkonflikten heimgesucht worden, was vor allem ein Verdienst des Richters war, der dies anderen gegenüber jedoch nie besonders hervorhob.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Endlich komme ich mal wieder dazu meine Grisham Sammlung zu erweitern und ein Buch von ihm zu lesen. Bislang ist es wie gewohnt sehr spannend und ich kann es kaum noch aus der Hand legen. Es erschüttert mich jedes Mal aufs Neue, wie viel in den USA schiefläuft und zu welchen haarsträubenden Urteilen manche Geschworene kommen.

4. Stell dir vor, du würdest zu deinem aktuellen Buch und dessen Ausgang gespoilert werden - auf einer Skala von 1-5, wie schlimm ist das für dich?

Schön wäre es nicht, aber ich denke mich würde dennoch interessieren wie es dann zu dem Ausgang kam und welche Wege die Anwälte eingeschlagen haben. Daher würde ich eine 3 vergeben.

Montag, 18. Mai 2020

[Rezension] Das Lied der Wächter - Der Gesang

© gmeiner-verlag.de

Auch 16 Jahre nach dem verheerenden Atomunfall gilt der Schwarzwald als verstrahlt und unbewohnbar. Auf der Suche nach seinen seit der Ktastrophe verschollenen Eltern dringt Felix immer tiefer in das Sperrgebiet vor. Er trifft auf Gutes und Bedrohliches und lernt auch mit dem ihm Unverständlichen umzugehen. Doch nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen haben sich völlig verändert. Immer wieder begegnet Felix dem unheimlichen Gesang, einer Kraft, die niemand erklären kann, und die alles Leben bedroht...

Der zweite Band setzt genau an der Stelle ein, an der der erste Teil aufgehört hat. Felix begibt sich weiter durch den Schwarzwald und trifft dabei immer wieder auf andere Menschen. Einige meinen es gut mit ihm, andere jedoch nicht. Die hier beschriebenen Szenarien waren allesamt durchaus realistisch dargestellt und die Figuren agieren sehr realistisch. 

Felix wächst mir mehr und mehr ans Herz. War er im ersten Band noch schnell verunsichert aufgrund der unbekannten Gefahren, wird er nun zunehmend zuversichtlicher und selbstbewusster. Er wächst mehr und mehr an der vorhandenen Situation und geht seinen Weg ohne Zögern.

Insgesamt war dieser Band für mich etwas ruhiger als der erste, was wohl verschiedene Gründe hat. Zum einen kennt man nun die Gefahren im Schwarzwald schon ein wenig besser. Zum anderen ist Felix viel Zeit alleine und der Autor fokussiert sich sehr auf die Wanderungen, die der Junge mit einem neuen Gefährten unternimmt. Die Naturbeschreibungen sind überaus bildhaft und malerisch, allerdings passiert auf diesen Seiten inhaltlich nicht sonderlich viel. Erst durch das Auftreten neuer Personen kommt dann wieder etwas Fahrt in die Geschichte und es wird spannender. 

Wo genau kommt der Gesang her und was hat es damit auf sich? Wie erklärt sich das Verhalten der Spinne? Es bleiben weiterhin viele Fragen offen und ich hoffe sehr, dass diese im finalen Band geklärt werden. 

Viele Fragen bleiben in diesem Teil unbeantwortet, dafür lernt man den Schwarzwald noch intensiver kennen und trifft auf so manche interessante Figur. Für mich nicht ganz so gut wie den ersten Band, aber dennoch lesenswert. Ich hoffe, der letzte Teil klärt die offenen Fragen.