Mittwoch, 26. Juli 2017

[Rezension] Die Gewalt der Dunkelheit


Mark Novak ist ein effektiver Ermittler. Hart, schnell, unbeugsam. Er arbeitet für die Organisation Innocence Incorporated, die unschuldig zum Tode Verurteilte vertritt. Doch seit seine Frau erschossen wurde, sucht Novak nach ihrem Mörder. Als er zur Gefahr wird, schickt man ihn in die gnadenlose Kälte von Garrison, Indiana. Vor zehn Jahre ist dort eine junge Frau in einem gigantischen Höhlensystem verschwunden. Novaks Jagdinstinkt erwacht: Um Erlösung zu erlangen, muss er die Wahrheit finden. Die Wahrheit, die in der kalten Dunkelheit liegt. 


"Die Gewalt der Dunkelheit" ist das zweite Werk, welches ich von Michael Koryta gelesen habe. Seinen Schreibstil mag ich sehr gerne, da er ohne große Ausschmückungen auskommt und flüssig zu lesen ist. Bei diesem Buch handelt sich es um den Auftakt einer neuen Reihe von Michael Koryta.

Die Geschichte wird im auktorialen Stil erzählt und als Leser begleitet man den Ermittler Mark Novak bei seiner Arbeit. Da er Probleme mit seinem Chef hat ist dieser Job eine Art Bestrafung für ihn und die Begeisterung von Novak hält sich daher anfangs sehr in Grenzen. Mark Novak war für mich ein sehr authentischer und ehrlicher Ermittler, der einem nach und nach die Zusammenhänge offenbart.
Novak wurde von Ridley angefordert wenn man es so nennen will. Ungewöhnlich hierbei ist, das Ridley selbst der Tatverdächtige ist. Das hat mich anfangs aus dem Konzept gebracht und sehr verwundert, denn welcher Tatverdächtige ruft schon selbst die Ermittler. Einer der unschuldig ist oder jemand der die Polizei herausfordern möchte? Ridley war mir von Beginn an unsympathisch, er ist ein Mensch dem ich in der Realität nicht über den Weg trauen würde. Dieser Eindruck blieb bis zum Schluss erhalten.
Es gibt noch einige weitere Figuren, aber diese sind kaum ausgearbeitet und haben oftmals nur kleine Rollen. Daher bleiben sie größtenteils recht blass und die meisten werde ich wohl nicht lange im Gedächtnis behalten.

Das Buch ist in viele verschiedene Handlungsstränge unterteilt, wobei ich das Gefühl hatte, dass Michael Koryta sich ein wenig verzettelt hat. Während der Einstieg sehr mitreißend ist und einem klaren roten Faden folgt, verliert dieser sich ab der Hälfte des Buches. Man hat das Gefühl, der Ermittler steht auf der Stelle und macht eher zwei Schritte zurück als einen nach vorne. Ich hatte den Eindruck, der Autor wusste selbst nicht mehr genau worauf er sein Hauptaugenmerk richten wollte. Ridley, das tote Mädchen oder die Intrigen innerhalb der Stadt? Alles ist irgendwie präsent, bekommt aber nicht genug Raum und so wirkt das Geschehen zusammengewürfelt und konfus. Erst gegen Ende schafft Michael Koryta es, die Stränge zu bündeln und die Geschichte in einem fulminanten Höhepunkt enden zu lassen. Dabei bleibt auch noch genug Raum für eine Fortsetzung bzw. einen neuen Fall. 

Für "Die Gewalt der Dunkelheit" braucht man teilweise einen langen Atem, aber das spannende und gut gelöste Ende konnte mich darüber etwas hinweg trösten. Alles in allem handelt es sich um einen soliden Thriller, den ich jedoch nur eingeschränkt weiterempfehlen möchte. 


Dienstag, 25. Juli 2017

Gemeinsam Lesen #71



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Targa - Der Moment bevor du stirbst" von B. C. Schiller und bin auf Seite 116/395.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Er betrachtet die beiden Frauen, die nackt und schlafend in seinem großen Bett liegen.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

OMG!!! Ich liebe dieses Buch vom ersten Kapitel an und müsste ich nicht ab und an schlafen und andere lästige Dinge tun wäre ich wohl schon längst mit dem Lesen fertig :D
Targa ist eine sehr außergewöhnliche Undercover-Ermittlerin, die einige Zwangsstörungen zu haben scheint und dadurch ihren Alltag teilweise etwas speziell gestaltet. Auch ihre Sicht auf die Dinge ist sehr außergewöhnlich und ich finde sie total großartig und spannend!
Wie man bereits durch den Klappentext weiß und auch schnell in der Geschichte merkt, ist Falk Sandman der Bösewicht und Mörder. Normalerweise hab ich an dieser Stelle meist die Sorge es könnte langweilig werden, weil man den Täter ja bereits kennt, aber das ist hier definitiv nicht so. Falk Sandman zu erleben ist genauso mitreißend und spannend, wie die Abschnitte zu Targa. 

4. Welche typischen Eigenschaften zeichnen deiner Meinung nach einen "wahren" Book-Nerd aus?

Das ist eine gute Frage, da ja jeder Buch-Nerd ein bisschen anders ist, aber will mal so die gängigen Eigenschaften aufzählen, die wohl auf die meisten zutreffen könnten:

- an Büchern riechen
- mit den eigenen Büchern sprechen
- in der Buchhandlung folgendermaßen durch die Regale schlendern: "hab ich, hab ich nicht, hab ich, hab ich, hab ich, hab ich nicht"... usw ;)
- Lesezeichen benutzen und keine Knicke ins Buch machen!!
- bei Hardcovern die Schutzhülle zum Lesen entfernen
- immer ein Buch dabei haben und wenn man nur kurz zur Tanke fährt, man weiß ja nie
- usw.

Montag, 24. Juli 2017

[Rezension] Elfenmagie


Das Mädchen Vanora wächst bei ihrem Vater auf, ohne zu ahnen, wer sie wirklich ist. Bis das Schicksal sie eines Tages einholt. Der geheimnisvolle Glendorfil taucht aus einer anderen Welt auf und verkündet, dass sie eine Halbelfe ist - und nur durch sie das Reich der Elfen wieder vereint werden kann. Doch Vanora hat mächtige Feinde. 


Nachdem dieses Buch eine gefühlte Ewigkeit auf meiner Wunschliste und schließlich auf meinem SuB war, habe ich es nun endlich gelesen. Und ich bereue es so so sehr, dass ich es nicht schon viel früher gelesen habe. Die Geschichte hat mich von Beginn an fesseln können und die rund 900 Seiten waren im Nu gelesen. 

Anfangs lernt man direkt Vanora kennen. Sie lebt mit ihrem Vater zusammen in einem kleinen und beschaulichen Dorf und wächst recht behütet auf. Dennoch hat sie keine Freunde und ist daher sehr viel alleine. Diese Einsamkeit meistert sie recht gut und je näher ich sie kennen lernen durfte umso mehr ist mir Vanora ans Herz gewachsen. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sich immer weiter und wächst mit ihren Aufgaben. 
Eamon, Prinz der Dunkelelfen hat zunächst keinen so ganz guten Eindruck bei mir hinterlassen. Er scheint sich für sein Reich nicht so sehr zu interessieren und denkt eher an sich selbst und sein Vergnügen. 
Dann gibt es noch den Lichtritter Nevliin, der als überaus gefährlich gilt und vor dem Vanora sich stets in Acht nehmen soll. 
Auch diese beiden Figuren waren stark ausgearbeitet und konnten mich durch und durch überzeugen. Besonders gelungen fand ich es, dass ich bei mehreren Charakteren meine ursprüngliche Meinung noch einmal revidieren musste und der erste Eindruck oft nicht so ganz passend war. 

Sabrina Qunai hat eine sehr vielschichtige und große Welt geschaffen. Zum einen gibt es die Welt der Menschen, die stark an das Mittelalter erinnert. Neben der Menschenwelt gibt es noch das Reich der Elfen - Elvion. Dieses wurde aufgespalten in das Dunkelreich, welches von den Dunkelelfen bewohnt wird und das Lichtreich, bewohnt von den Lichtelfen. Beide Reiche und Völker lernt man mit der Zeit näher kennen und durch verschiedene Reisen bekommt man mehr und mehr Einblicke in die zahlreichen Winkel von Elvion. Als Leser erhält man zudem auch einige Hintergrundinformationen wie es zu der Spaltung von Elvion gekommen ist und wie die beiden Reiche entstanden sind.

Neben einer Liebesgeschichte, die immer wieder mal für Überraschungen gesorgt hat, wird die Spannung stets aufrecht erhalten und spitzt sich gegen Ende mehr und mehr zu. Zudem kommt es zu zahlreichen Kämpfen und mehr als einmal nimmt die Geschichte eine sehr Wendung ein, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Besonders das Ende war sehr überraschend und hat mich sprachlos zurück gelassen. Da musste ich erst einmal schlucken und war etwas geschockt. Ob es mir gefällt, da bin ich mir bis jetzt noch unschlüssig. Ich persönlich hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht, dennoch passt es irgendwie total gut. 

Mit "Elfenmagie" hat die Autorin ein fulminantes Debüt hingelegt, von dem sich so mancher Autor eine Scheibe abschneiden könnte. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende mitgerissen und ich liebe es wirklich sehr! Den Leser erwarten spannungsgeladene Kämpfe, eine großartige Welt mit interessanten fantastischen Wesen und großen Gefühlen. Wer Fantasy mag sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen!

Sonntag, 23. Juli 2017

[Rezension] Rubinrot


Gwendolyn Shepherd ist eigentlich eine ganz normale Sechzehnjährige - ihre Familie hat jedoch ein Geheimnis: Seit Generationen wird mütterlicherseits ein Zeitreise-Gen weitervererbt. 


Bei dieser Version handelt es sich um das Hörspiel zur Kinoverfilmung von "Rubinrot" und gesprochen werden die Figuren von den Schauspielern. Auf dieses Hörspiel war ich wirklich sehr gespannt, da die Geschichte zu "Rubinrot" total meinen Geschmack trifft und zumindest das Buch ja immer wieder sehr gelobt wird. Was dann kam hat mich doch sehr überrascht, nur leider nicht gerade positiv...

Gwendolyn war für mich eine schreckliche Protagonistin und sie kam mir nicht nur naiv vor, sondern eher schon wie ein dummes Huhn. Egal was man ihr sagt, sie muss erst mindestens zehnmal hören ehe sie es auch wirklich kapiert und dadurch müssen sich alle ständig wiederholen. Allgemeinbildung ist ihr total fremd und auch viel zu schwierig. Einmal muss sie sich für eine Mission drei lateinische Wörter merken, die sehr bedeutsam für das Unterfangen sind. Natürlich schafft sie auch nicht mal das und ich konnte nur noch mit dem Kopf schütteln. Für ein 16-jähriges Mädchen wirkt sie auf mich viel zu unreif. 
Gideon konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Auf mich wirkt er wie ein 0815 Charakter, den man mit beliebigen anderen austauschen könnte, es würde nicht auffallen. Wieso Gwendolyn für ihn Gefühle entwickelt hab ich bis jetzt nicht verstanden. Sein Verhalten ist zumeist arrogant und herablassend, aber er scheint wirklich toll zu sein, da er ja so gut aussieht. Diese Art Protagonisten mag ich leider überhaupt nicht. 
Die Nebenfiguren waren eher blass und in das klassische Schwarz-Weiß-Prinzip unterteilt, wobei man über die meisten nichts näheres erfährt. Zudem sind alle sehr klischeehaft dargestellt, weshalb sie mir kaum bis gar nicht sympathisch waren und wohl auch nicht lange im Gedächtnis bleiben werden. 

Die Geschichte selbst hätte durchaus Potenzial, aber das wurde leider nicht genutzt. "Rubinrot" stellt den ersten Band der Trilogie dar und für mich war dieser Teil viel zu sehr in die Länge gezogen. Vorhersehbar sind die meisten Ereignisse ebenso, wodurch Spannung komplett Fehlanzeige war. 

Die einzelnen Stimmen der Figuren waren im Großen und Ganzen recht angenehm, aber zwischendurch wirkten mir viele Gespräche oder Sätze zu gewollt und konstruiert, als das ich sie den Figuren wirklich geglaubt hätte. 

Für mich war "Rubionrot" leider ein totaler Reinfall. Das lag zum einen an einer mehr als naiven und dümmlichen Protagonistin, aber auch einer sehr vorhersehbaren Story und mangelnder Spannung. Auf die weiteren Bände hab ich definitiv keine Lust. 


[TAG] The Versatile Blogger Award


Hey meine Lieben, 

ich wurde von Charleen von Charleen's Traumbibliothek für den "Versatile Blogger Award" getagged. Vielen lieben Dank dafür Charleen!

Sinn und Zweck bei diesem TAG ist es, euch nun sieben Fakten über mich zu erzählen, die für euch interessant sein könnten. Ich glaube das wird gar nicht so einfach werden :D


1. Mein SuB ist wohl für eine Bloggerin sehr untypisch, denn mehr wie 20-30 Bücher umfasst er eigentlich nie und ist somit wirklich ziemlich übersichtlich. Ich würde gar keinen größeren SuB wollen, da dann nur die Gefahr besteht, dass Bücher total eingestaubt in Vergessenheit geraten oder ich mein Interesse an ihnen verliere. 

2. Ich bin ein riesiger Serien-Junkie und habe wohl schon rund die Hälfte aller Netflix-Serien durch. Wer also einen Tipp braucht kann sich jederzeit gerne an mich wenden, ich kenne wirklich einiges. Neben normalen Serien mag ich auch Animes sehr sehr gerne. 

3. Vor vielen Jahren hatte ich mal überlegt selbst ein Fantasy-Buch zu schreiben, hab die Idee nach dem Prolog und dem ersten Kapitel wieder verworfen, da ich nicht das Gefühl hatte ein Talent dafür zu haben. Mir fehlt da einfach die Phantasie und auch die Fähigkeit mit Worten spielen zu können. 

4. Ich bin seit rund 8 Jahren Vegetarierin und habe es noch keinen einzigen Tag bereut. Ich könnte es mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder Fleisch oder Fisch zu essen.

5. Ich verlasse nur äußerst selten das Haus ohne ein Buch dabei zu haben. Irgendwie muss ich immer eines mitnehmen egal wie schwer es ist. In die Tasche gestopft bekomme ich es auf jeden Fall :D

6. Während ich kreative Hobbys wie Handarbeiten, Malen mit Acrylfarben (z.b. auf Leinwände) und Klavier spielen total gerne mag und mir meistens auch selbst beibringe, kann ich mit Sport kaum etwas anfangen. Ich werde nie verstehen, was an einem Fitnessstudio oder Joggen (um nur einmal zwei Beispiele zu nennen) Spaß machen kann. Auch wenn es in die Therme geht liege ich da am liebsten im Whirlpool oder in der Sauna :D

7. Ich liebe die indische und malaysische Küche über alles und wäre allein deswegen am liebsten direkt im Urlaub geblieben und nicht mehr heim gekommen^^


So das waren nun 7 Fakten über mich die euch hoffentlich irgendwie interessieren. 
Nun möchte ich aber auch noch ein paar Blogger taggen:

- Andrea von printbalance
- Lilly von Lillys Corner
- Vivka von a winter story


Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mitmachen würdet und mir dann einen Link da lasst. 

Alles Liebe
eure

Freitag, 21. Juli 2017

Neuerscheinungen im August


Hey meine Lieben, 

schon wieder neigt sich ein Monat dem Ende entgegen und es ist Zeit einen Blick auf die Neuerscheinungen nächsten Monat zu werfen. Der August hat viel zu bieten und ich habe hier wieder meine Must-Haves, die ich euch unbedingt zeigen möchte:


Aquila
Erscheinungsdatum: 14.08.2017

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen. 

Das Blut ist nicht deines. 
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist. 
Halte dich fern von Adler und Einhorn.

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?






Cloud 
Erscheinungsdatum: 21.08.2017

Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber die netten kleinen Gefallen, die Paul ihr tut und ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für Paul scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul - und gibt es ihn überhaupt?




Amrita - Am Ende beginnt der Anfang
Erscheinungsdatum: 21.08.2017

Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die >>Bibliothek aller Dinge<< zu finden, um das Schicksal der WElt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass  Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?




Öffne mir dein Herz
Erscheinungsdatum: 24.08.2017

Charley Abbott stürtz beim Lauftraining einen Berghang hinunter. Was beinahe das Ende bedeutet hätte, wird zum Anfang von etwas Besonderem, denn Charley Retter Tyler kümmert sich hingebungsvoll um sie. Dabei hat sich Charley doch geschworen ihr Herz nie wieder an einen Mann zu verlieren...










Die Perfekten
Erscheinungsdatum: 25.08.2017

Mein Name ist Rain. Ich gehöre zu denen, die man Ghosts nennt. Mit meiner Mutter lebe ich außerhalb des Systems. Wir sind unsichtbar. Das System funktioniert nach harten Regeln: Alles was zählt sind die Gene. Diejenigen mit schlechten Genen werden aussortiert. 
Über allem thronen die Gesegneten. Sie gelten als perfekt. Aber das bin ich auch!

Rain und ihre Mutter Storm sind auf ständiger Flucht vor den Gesegneten, einer perfekten Weiterentwicklung der Menschen, die das Land Hope regieren. Wie für alle Menschen, die aufgrund ihrer Gene in der perfekten Welt keinen Platz haben, ist die einzige Chance zu überleben, dass sie unsichtbar bleiben. Rain missachtet diese Regel und schließt Freundschaft mit dem Jungen Lark. Doch gerade als sie beginnt, ihn in ihr Herz zu lassen, verrät er sie an die Soldaten der Gesegneten. Eigentlich wäre das ihr sicheres Todesurteil, doch stattdessen erfährt Rain etwas Unglaubliches. Sie gar kein Ghost. Sie ist perfekt. Eine Gesegnete. 



Ich freue mich schon sehr auf die Neuerscheinungen und ganz besonders auf den sechsten Band der Greenmountain-Reihe "Öffne mir dein Herz". Ich mag dieses Genre normalerweise gar nicht, aber Marie Force hat es geschafft, dass ich ihren Büchern total verfallen bin. 
Auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch schon ganz besonders?

Alles Liebe
eure

Donnerstag, 20. Juli 2017

[Rezension] Sumerland - Prinzessin Serisada


Nur wenig Eingeweihte wissen, dass unsere Zivilisation nichts als eine kollektive Illusion ist, in der die Menschen gefangen gehalten werden. In Wahrheit tobt ein geheimer Krieg in der phantastischen Realität hinter der Scheinwelt unseres Alltags. Auf der einen Seite steht der babylonische Stadtkegel von Waylhaghiri, in dem alle Zivilisationsepochen der Menschheit übereinander geschichtet sind. Diese einzige Stadt auf der Welt lebt von der Perfektionierung der zivilisatorischen Ästhetik. Glamour, Moden und kalkulierte Manipulation sind bis in die Intimsphäre allgegenwärtig. In diesem System müssen die Bewohner ihren sozialen Status jeden Tag aufs Neue verteidigen. Auf der anderen Seite steht die umgebende Wildnis des Sumerlandes, in der Tiermenschen leben, die verspielt und kindlich, aber auch unberechenbar und grausam sind. Die jahrhundertealten, doch ewig kindlichen Herrscher beider Reiche, Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada, kämpfen erbittert um die Vorherrschaft. Zazamael benötigt für die endgültige Dominanz seines Reiches - die in Form einer Emulsion von Traum und Wirklichkeit namens "große Fusion" erfolgen soll - den "wilden Wein" als rettendes Elixier. Auf der Suche nach dem "wilden Wein" dringt er unter ständiger Bedrohung durch die sumerländischen Tiermenschen ins Herz von Serisadas Reich vor. Auf dieser Reise werden alle seine Gefährten einer nach dem anderen hingemeuchelt, wobei der Prinz das eigentliche Ziel des Attentäters zu sein scheint. Erst einen Schritt vor dem Ziel angekommen erkennt Zazamael, wer der Mörder ist. Währenddessen gelingt es Serisada, als Spionin in Waylhaghiri einzudringen. Dort hat sie die schwierige Aufgabe, sich in der Zivilisation zu behaupten, ohne enttarnt zu werden. Zunächst gelingt ihr eine ihr eine beachtliche Karriere als Designerin, bis es zu einem der regelmäßigen Zusammenbrüche der ästhetischen Muster in Waylhaghiri kommt, wodurch - wie jedes Mal - ein Teil der Stadt untergeht, indem er von tödlichem Silber bedeckt wird. Leider ist es der Teil der Stadt, den Serisada designt hat und in dem sie lebt.  


Wie man bereits anhand des (wirklich sehr sehr langen) Klappentextes merkt, handelt es sich bei "Sumerland" um eine sehr komplexe und mit Sicherheit keine leichte Lektüre. 
Der Einstieg war für mich zunächst ziemlich verwirrend, da man die Geschichte anfangs aus der Sicht einer Person erlebt, bei der man überhaupt nicht weiß um wen es sich da eigentlich handelt. Auch der Schreibstil ist ganz anders als ich es gewohnt bin und man muss sich erst einmal damit auseinander setzen. Auf mich hat es häufig gewirkt, als würde ich eine Rohfassung lesen, die noch nicht vollständig überarbeitet wurde. Es fehlte an vielen Stellen einfach der Feinschliff. 

Zum einen erleben wir also die etwa 40 Jahre alte Ich-Erzählerin, die oftmals in einem inneren Monolog zu ihrem verstorbenen Freund Andi spricht. Das war sehr verwirrend, da ich länger gar nicht wusste wer dieser Andi überhaupt ist. Diese namenlose Frau hat auf mich leider bis zuletzt keinen sympathischen Eindruck gemacht und die Abschnitte mit ihr, waren für mich sehr anstrengend. Ständig schwanken die Erzählungen zwischen Realität und Fiktion, wobei mir selbst oft nicht klar war, was nun was ist. 
Dann gibt es noch Prinz Zazamael, der die Stadt Waylhaghiri durch seinen Rat leiten lässt. Er selbst strebt eine große Fusion an und begibt sich selbst in das Sumerland, in der Hoffnung, die fehlende Zutat zu finden um sein Ziel verwirklichen zu können. Diese Abschnitte haben mir am besten gefallen, da ich mich hier deutlich wohler gefühlt habe als bei den Erzählungen der unbekannten Dame. 
Prinzessin Serisada ist die Widersacherin von Prinz Zazamael. Bei ihr hatten mich ein bisschen gestört, dass ihr in der Stadt alles in die Hände fällt und sich mehrere Zufälle aneinander eignen, die doch sehr konstruiert wirkten. Mich hätte zudem interessiert wie Serisada überhaupt erst in die Stadt gelangt, aber davon erfährt man leider nichts. Genau wie der Prinz wirkt sie oftmals noch sehr kindlich, obwohl sie beide bereits mehrere hundert Jahre alt sind. Ich hatte auch hier Schwierigkeiten mich mit den Figuren anzufreunden, aber diese Passagen waren bei weitem nicht so konfus und anstrengend wie die der unbekannten Dame. Im Gegenteil, hier hat sich oftmals Spannung aufgebaut und ich war neugierig über den weiteren Verlauf. 

Sehr außergewöhnlich und herausragend ist die Welt in der wir uns befinden. Zum einen gibt es natürlich die reale Welt, aber zentraler Punkt der Geschichte ist zum einen Sumerland und dann natürlich die großartige Stadt Waylhaghiri. Diese sieht man auch auf dem Cover und hier wird direkt die Besonderheit deutlich. Ganz unten wirkt die Stadt von der Architektur her sehr mittelalterlich. Je weiter hoch man sich bewegt um so ausgefeilter sind die architektonischen Arbeiten und umso moderner werden die einzelnen Ebenen. Der Prinz wohnt selbstverständlich ganz oben am höchsten Punkt der Stadt. 
Die Stadtbewohner selbst bekommen jeden Tag neue Aufgaben vom Rat durch die sie sich beweisen müssen. Gewinnt man an Ansehen hinzu so erhält man einen Schlafplatz weiter oben in der Stadt, verliert man an Ansehen so werden einem Privilegien entzogen und man muss in den unteren Etagen schlafen. 
Dieses System ist sehr interessant und mir gefallen die einzelnen Schichten und der Aufbau der Stadt sehr. Etwas vergleichbares habe ich bislang zumindest noch nicht erlebt. 


Insgesamt gesehen ist die Geschichte definitiv keine leichte Lektüre, sondern vielmehr sehr komplex. Ich hatte starke Distanz-Gefühle bezüglich der Figuren und wirklich sympathisch war mir bis zuletzt niemand. Der verwirrende Einstieg und auch der sprunghafte Wechsel zwischen Realität und Fiktion waren mitunter sehr anstrengend, weshalb es hier Punktabzüge gibt. Auch gibt es einige Cliffhanger und der Schluss ist recht abrupt, wodurch nun viele Fragen offen sind. Dadurch bin ich sehr neugierig auf den zweiten Band und hoffe, dass dann alle Fragen geklärt werden. Das Buch eignet sich für Menschen, die beim Lesen gerne ein bisschen miträtseln und mitdenken möchten.