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Dienstag, 13. Juni 2023

[Rezension] Erlkönig

 

© blanvalet-verlag.de


Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden, und ich bin ein echter Magier, kein Jahrmarktskünstler. Dieses Mal bekam ich es mit einer wirklich abartigen Magie zu tun. Totenbeschwörer rangen in Chicago, meiner Stadt um ein mächtiges magisches Buch. Und es scherte sie nicht, was dabei zu Bruch ging. Wenn Sie mir nicht glauben, dass es kaum etwas Erschreckenderes gibt als Totenbeschwörung, dann gehen Sie doch mal ins hiesige Naturhistorische Museum. Vielleicht fällt Ihnen in der Dino-Abteilung etwas auf...

Die Abenteuer von Harry Dresden gehen in die siebte Runde. Ursprünglich wollte er es in der nächsten Zeit etwas ruhiger angehen lassen und hatte nicht viel mehr zu tun, als Murphys Blumen zu gießen, während diese in den Urlaub fliegt. Doch ehe der Magier sich versieht, gerät er in eine verdammt fiese Erpressung hinein und muss statt Pflanzen zu hüten, Kemmlers Wort finden. 

Totenbeschwörungen, Halloween, Geister und dunkle Mächte sorgen schnell dafür, dass nicht nur Harrys Leben in Gefahr ist. Mit von der Partie ist dieses Mal auch der Erlkönig, welchen wohl jeder Leser aus seiner eigenen Schulzeit kennen dürfte. 

Grundsätzlich auch dieses Mal wieder eine wirklich interessante Thematik, die durch Spannungsmomente, aber auch gut gesetzten Humor sehr unterhaltsam zu lesen ist. Dennoch gibt es leider auch ein wenig Kritik. Nach nun sieben Bänden gibt es doch so manche Wiederholung in den Büchern und es wirkt stellenweise unnötig in die Länge gezogen. Auch der Einstieg hätte etwas flüssiger und authentischer von Statten gehen können. Hier war ich zum ersten Mal seit Beginn der Reihe etwas enttäuscht. 


Eine schöne Fortsetzung der Reihe, jedoch mit ein paar Mankos. Ich hoffe der nächste Band gefällt mir dann wieder etwas besser. 





Mittwoch, 17. Mai 2023

[Rezension] Bluthunger

 

© blanvalet-verlag.de



Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden, und ich bin der einzige öffentlich praktizierende Magier Chicagos. So kam es auch, dass ich den Film produzenten Arturo Genosa beschützen sollte. Der Mann war davon überzeugt, dass irgendjemand es mit einem magischen Fluch auf ihn abgesehen hatte - und er hatte recht! Das konnte doch nur etwas mit den Vampiren zu tun haben, die an seinem Filmset auftauchten. Oder waren Arturos drei Exfrauen und seine Verlobte, die sich alle vier ebenfalls am Set befanden, in den Fall verwickelt? Die Wahrheit war noch viel komplizierter - und tödlicher -, als ich befürchtet hatte. 

Sein nächster Auftrag führt Harry Dresden an ein Filmset, um dort undercover auf Filmproduzent Arturo Genosa aufzupassen. Er staunt nicht schlecht, als er während den Dreharbeiten auf Vampire trifft. 
Es dauert nicht lange, da sind nicht nur die Vampire des schwarzen, sondern auch die des weißen Hofs hinter dem Magier her. Und wieder einmal bürdet sich Harry mehr auf als er sollte. 

Durch ungewöhnliche Umstände purzelt ein kleiner Welpe in Harrys Leben, und so ist er endlich einmal etwas weniger alleine. Auch sonst gibt es in diesem Band einige Überraschungen, die Harrys Privatleben und Vergangenheit bzw. Familie betreffen. 

Jim Butcher hat es auch dieses Mal wieder geschafft, mit einer guten Mischung aus Unterhaltung, Spannung und Humor die Seiten nur so an mir vorbei fliegen zu lassen. 

Ein weiterer großartiger Reihenband aus der Feder von Jim Butcher. Ich liebe die Geschichten um Harry Dresden mit jedem Band mehr. 






Mittwoch, 12. April 2023

[Rezension] Silberlinge

© blanvalet-verlag.de

Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden, und die vielleicht schrecklichsten Gegner, denen ich je entgegentreten musste, sin ddie Denarier. Ihre kämpferischen Fähigkeiten sind Furcht einflößend, und die Listigkeiten ihres Anführers wird vermutlich nur vom Höllenfürsten selbst übertroffen. Während ich versuchte, eine christliche Reliquie aufzuspüren, reichte nur ein Denarier, um mich fertig zu machen - und dabei gibt es dreißig von ihnen! Einen für jeden silbernen Denar, den Judas für den Verrat an Jesus erhalten hat. Zum Glück retteten mich drei leibhaftige Kreuzritter. Sie verlangten, dass ich mich aus ihrem Kampf heraushielt, denn es war prophezeit, dass ich sonst sterben würde. Doch sie kannten nicht die ganze Vorhersagung! Ohne mich würden die drei Ritter sterben, und Chicago würde vernichtet werden...

Zum fünften Mal bereits stürzt sich Harry Dresden in ein Abenteuer bzw. wird wieder einmal in eines hineingezogen. Wie der Mann ohne vernünftigen Schlaf oder ordentliche Mahlzeiten überlebt, ist mir ein Rätsel. 

Nachdem Harry die Angelegenheiten mit den Feen mehr oder weniger gut überstanden hat, steht er dieses Mal bedrohlichen Denariern gegenüber, die neben einer Relique auf jeden Fall auch eines wollen: Harrys Tod. 
Wagemutige Unterstützung bekommt Harry von drei leibhaftigen Kreuzrittern. Michael ist dabei ja schon etwas besser bekannt, durch die ersten Fälle. Es war toll, dass er erneut mit von der Partie war und man noch mehr über ihn und seine "Kollegen" erfahren konnte. 

Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich so manche Wiederholungen, die sich in den Bänden einschleichen. Wie z.b. die Beschreibung von Harrys Wohnung, habe ich nun bereits fünfmal gelesen und sie lautet jedes Mal ziemlich gleich. Der Autor scheint hier auch Leser mitnehmen zu wollen, die vorherige Bände nicht kennen, aber eine galantere Lösung würde mir hier besser gefallen. 

Insgesamt war auch dieser Band spannend bis zuletzt und so manche Zusammenarbeit war sehr überraschend. 


Ein weiterer gelungener Band, der sich in die Reihe einreiht und Fans viel Freude bereiten wird. 



Sonntag, 9. April 2023

[Rezension] Feenzorn

 

© blanvalet-verlag.de


Mein Name ist Harry Balckstone Copperfield Dresden, und ich bin ein Magier. Doch auch mit meinen außergewöhnlichen Fähigkeiten war ich nicht im Geringsten darauf vorbereitet, was mich am Hof der Sidhe erwartete. Der Sommerritter war tot, und ich sollte den Mörder finden. Aber versuchen Sie mal, klare Antworten von Wesen zu bekommen, die dafür berühmt sind, in Rätseln zu sprechen. Zudem waren auch die jngsten von ihnen mir im Spinnen von Intrigen Jahrhunderte voraus. Doch ich durfte nicht versagen. Die Sidhe hatten mir sehr klar gemacht, dass es in diesem Fall um weit mehr ging als um mein Leben. 

Es scheint unvermeidlich, dass Susan zu einem Vampir wird. Und genau diese Tatsache macht Harry Dresden sehr zu schaffen. Er hat sein ganzes Leben zurückgestellt und widmet sich nur noch der Forschung nach einem möglichen Heilmittel. Es scheint Monate her zu sein, dass er zuletzt geduscht, etwas vernünftiges gegessen oder mit jemandem gesprochen hat. 
Nebenbei muss er sich noch mit vom Himmel fallenden Kröten herumschlagen und steht seit kurzem in den Diensten der Feenkönigin des Winters. 

Ein durch und durch verzwickter Plot, der die Aufmerksamkeit des Lesers erfordert. Besonders mein Bild über Feen hat sich sehr gewandelt seit diesem Buch. Sämtliche Protagonisten wirken aufthentisch auf ihre ganz eigene und teilweise sehr schräge Art. Natürlich kommt auch die sarkastische Art von Harry Dresden selbst, nicht zu kurz. 

Eine weitere gelungen Fortsetzung, die neugierig auf die nächsten Bände macht. Zum Glück ist die Reihe etwas länger und bietet noch viele weitere Abenteuer. 






Dienstag, 14. Februar 2023

[Rezension] Grabesruhe

 

© blanvalet-verlag.de



Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden. Als Magier habe ich natürlich einen ganz anderen Zugang zur übernatürlichen Gesellschaft als gewöhnliche Menschen. Und ich hatte immer vor, meine Freundin von alldem fernzuhalten. Allerdings ist Susan Reporterin und kann ganz schön stur sein, wenn es um eine Story geht. Und ein großes Fest am Roten Hof der Vampire ist eindeutig eine umwerfende Story. Die Idee, sich eine Einladung zu besorgen, war natürlich ebenso hirnrissig wie lebensgefährlich. Denn für Vampire sind Menschen nie etwas anderes als Nahrung. Doch schlussendlich blieb mir kaum eine andere Wahl, als das Fest zu besuchen. Hätte ich es doch bloß gelassen...

Als wäre der bevorstehende Besuch eines Festes am Hof der Vampire nicht schon genug Grund zur Sorge, treiben sich in der Stadt auch noch alle möglichen Geister umher. Mit von der Partie ist auch wieder Michael und dessen Frau, mit der man sich besser nicht anlegen sollte. 

Während Harry also alles in seiner Macht stehende tut um die Menschen der Stadt vor Geistern und Dämonen zu beschützen, muss er gleichzeitig auch darauf achten, dass seine wissbegierige und äußerst neugiere Freundin Susan nicht von Vampiren zerfetzt wird. 

Nebenbei erhält man auch einige Einblicke in das Niemansland und lernt Harrys Patentante kennen, deren Fängen er stets versucht zu entkommen. Langweilig wird es in diesem dritten Band der Reihe also auch wieder auf keinen Fall und die Spannung bleibt bis zum Schluss hoch!
Wieder ein wundervoller Roman über Harry Dresden und seine Abenteuer! Wer gerne Kevin Hearne liest, wird auch hier auf seinen Geschmack kommen!





Samstag, 11. Februar 2023

[Rezension] Wolfsjagd

 

© blanvalet-verlag.de


Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden, und ich bin ein Magier. Tatsächlich bin ich der einzige offen praktizierende Magier Chicagos. Ich trete nicht auf Kindergeburtstagen oder Firmenfeiern auf. Aber wenn die Polizei mal nicht weiter weiß, dann stehe ich ihr zur Verfügung. Der brutale Mord, zu dem mich Lieutenant Murphy in diesem Fall rief, war schon schlimm genug. Aber die riesigen Pfotenabdrücke am Tatort waren so eindeutig, dass die Polizistien mich fragte: >>Gibt es Werwölfe wirklich?<< Leider lautet die Antwort: ja. Und ich erfuhr mehr über diese Bestien, als ich je wissen wollte...

Bei "Wolfsjagd" handelt es sich um den zweiten Band der Harry Dresden Reihe. Die Fälle lassen sich grundsätzlich auch einzeln lesen, jedoch würde ich empfehlen die ursprüngliche Reihenfolge der Bände einzuhalten. 

Seit dem letzten Fall sind einige Wochen ins Land gegangen und Harry ging es schon einmal bedeutend besser. Besonders finanziell sieht es aktuell sehr düster aus. Dann taucht überraschend Murphy auf und zitiert ihn zu einem äußerst brutalen Mordfall. In welche Lebensgefahr er sich dabei begiebt, ahnt Harry zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 

Dieser Fall ist deutlich düsterer von der Atmosphäre her und es gibt um einiges mehr Leichen. Insgesamt geht es rauer und brutaler zu, wobei mich das nicht im geringsten gestört hat. Man sollte beim Lesen jedoch stets aufmerksam sein, um Gut und Böse von einander unterscheiden zu können, das ist nämlich manchmal gar nicht so einfach. Ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß mit diesem zweiten Reihenband und freue mich auf weitere Abenteuer mit Harry und Murphy. 

Sehr gelungene Fortsetzung, die mich gut unterhalten hat. 





Freitag, 23. Dezember 2022

[Rezension] Sturmnacht

 

© blanvalet-verlag.de


Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden. Nutzen Sie meinen Namen auf eigenes Risiko für Beschwörungen. Wenn Sie es nacht mit der Angst zu tun bekommen, dann schalten Sie das Licht ein. Erst wenn Ihnen wirklich sonst niemand helfen kann, rufen Sie mich an. Das tat auch Lieutenant Karrin Murphy von der Polizei von Chicago, als sie vor den Opfern eines bizarren Doppelmordes stand. Die Tat war eindeutig durch etwas Übernatürliches verübt worden. Doch was den Fall noch viel gefährlicher machte: Das eine Opfer war der Leibwächter von >>Gentleman<< Johnny Marcone, dem Kopf des organisierten Verbrechenes in der Stadt. Ich wollte auf keinen Fall zwischen die Fronten eines Mafiakrieges geraten. Leider blieb mir keine Wahl, und am Schluss war ich dankbar für jeden Funken Magie, der noch in mir steckte. 


Jim Butcher hat sich mit diesem Buch mal wieder selbst übertroffen. Ein abgehalfteter Protagonist, ein Mafiaboss, Vampire, mehrere Tote und dann noch Magie - ein bessere Kombination für einen guten Fantasy-Krimi kann man sich gar nicht wünschen. 

Magier Harry Dresden lebt mit seinem Kater Mister und Luftgeist Bob und ist seines Zeichens Detektiv. Aufgrund der Magie um ihn herum, geben elektronische Geräte in seiner Nähe regelmäßig den Geist auf, aber er hat gelernt sich damit zu arrangieren. Wenn nicht gerade die Polizei seine Hilfe anfordert, muss er lästige Anrufer abwimmeln, die ihn für Partys oder dergleichen buchen wollen, damit er ein paar Zaubertricks zum besten gibt. 

Harry Dresden wird von Murphy zu einem Tatort gerufen, bei dem man wirklich einen starken Magen benötigt. Alles deutet darauf hin, dass die Opfer mit Magie getötet wurden und so beginnt der Magier Nachforschungen anzustellen. Dabei führen seine Ermittlungen in verschiedene Richtungen und es bleibt lange unklar, wie sich diese miteinander verknüpfen lassen. Langweilig wird es dabei keine Sekunde lang. 

Mit viel Humor und Sarkasmus, aber auch einer ordentlichen Portion Spannung und Action nimmt Jim Butcher den Leser mit auf ein wahrhaftiges Abenteuer. Auch die Dynamik zwischen Harry und Murphy ist großartig gelungen und bietet viel Unterhaltung. 


Wer die Bücher von Kevin Hearne oder Richard Schwartz liebt, sollte dieser Reihe auf jeden Fall eine Chance geben. Einfach richtig richtig gute Fantasy-Unterhaltung. 





Montag, 10. Mai 2021

[Rezension] Codex Alera - Der erste Fürst

 

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Tavi von Claderon, der so lange als magielos verachtet war, sieht sich seiner Bestimmung gegenüber. Denn seine Kräfte sind endlich erwacht, und sie sind größer als die der mächtigsten Fürsten Aleras. Und das geschah keinen Tag zu früh! Die unmenschlichen Vord fallen mit ihren Horden über Alera her. Nichts scheint sie stoppen zu können. Nur wenn Tavi sein Erbe annimmt, kann er die zerstrittenen Parteien des Reiches einen. Denn für das Überleben von Alera ist es nötig, dass die Mächtigen des Reiches vor ihm niederknien - dem neuen Ersten Fürsten von Alera!

Die Vord übernehmen mehr und mehr das Land der Aleraner, während das der Canim längst verloren ist. Die hohen Fürsten verschanzen sich in ihren Städten und wehren sich mit allen Mitteln die ihnen zur Verfügung stehen. Doch eines ist klar: Stirbt die Vordkönigin nicht, ist das Land und auch seine Bewohner verloren. 

Der junge Tavi ist erwachsen geworden und auch stärker und reifer. Ein letztes Mal muss er sein Geschick und Genie unter Beweis stellen, um seinem Volk zu Hilfe zu eilen und die Vordkönigin zu besiegen. Alles steuert auf einen letzten großen Kampf hin und wieder einmal hat Jim Butcher mich beeindruckt. Alle Handlungsstränge werden miteinander verwoben und zusammengeführt für das anstehende Finale. 

Nebenbei entwickelt sich auch seine Beziehung zu Kitai weiter, die nun darauf wartet, dass Tavi nach den Regeln ihres Volkes um sie wirbt. Die beiden sorgen bei der aufgeladenen Atmosphäre für ein paar Schmunzler und etwas Erleichterung, sie geben dem Leser immer wieder einen Moment zum durchatmen.

Die gemeinsame Bedrohung schafft neue Bündnisse und Freunde und lässt alte Zwietrachten in den Hintergrund rücken. Die Raffinesse der Aleraner hat mich mehrfacht in Staunen versetzt und das Finale ließ mich den Atem anhalten. Auf der einen Seite hat es großen Spaß gemacht die Reihe zu beenden, aber auf der anderen Seite wäre ich gerne noch länger bei den Völkern gewesen.



Ein grandioses Finale und ein würdiger Abschluss für diese herausragende Reihe, der nicht besser hätte sein können. Ich habe die Zeit mit Tavi und seinen Freunden sehr genossen und hätte sie gerne noch viel länger begleitet.



Sonntag, 9. Mai 2021

[Rezension] Codex Alera - Die Befreier von Canea

 

© blanvalet-verlag.de

Die wolfsähnlichen Canim sind in Alera eingefallen. Doch sie sind selbst Vertriebene, seit die schrecklichen Vord unaufhaltsam immer mehr von ihrer Heimat erobern. Tavi von Calderon, der neu ernannte Erbe des Throns von Alera, fasst einen verzweifelten Plan: Gemeinsam mit den Canim führt er sein Heer über das Meer, um die Vord zurückzudrängen und den Canim so eine Rückkehr nach Hause zu ermöglichen. Doch während Tavi und seine Soldaten jenseits des Meeres in einem unerbittlichen Krieg kämpfen, dringen die Vord bereits nach Alera vor...

Der Autor bleibt seinem Schema treu und so steht Tavi wieder mal vor einer unzähligen Menge an Problemen und weiß gar nicht wessen er sich zuerst zuwenden soll. 
Gemeinsam mit Varg ist Tavi auf dem Weg zu dessen Heimat und dort werden sie, nach langer Überfahrt, ganz anders empfangen als erwartet. Tavis strategisches Genie ist wieder gefordert, nicht nur um seinem Volk, sondern auch dem der Canim zu helfen. 
Währenddessen breiten sich die Vorg in Alera immer weiter aus und stürzen das ganze Volk und sämtliche Fürsten in Bedrängnis. Es gibt also zwei große Schauplätze in diesem Band und beide Handlungsstränge könnten spannender nicht sein. Während man Alera inzwischen ganz gut kennt, war es schön auch die Heimat der Canim und ihr Volk weiter kennenzulernen.

Jim Butcher widmet sich in diesem Band verstärkt den Hauptfiguren, wodurch einige Nebencharaktere etwas in den Hintergrund geraten. Mich hat das allerdings nicht gestört, denn so wurde Tavi, Bernard, Amara und Isana genügend Raum für ihre Erlebnisse gegeben. 
Die Atmosphäre ist weniger humorvoll als in den vorherigen Bänden und man merkt deutlich, dass der Autor das Finale einläuten möchte. 

Besonders im letzten Drittel wird das Tempo noch einmal stark angezogen und der Leser pausenlos mit neuen Ereignissen konfrontiert. Die Auflösung einiger Probleme ist äußerst ungewöhnlich, aber schlüssig und Tavi hat mich erneut begeistern können. 


Ein weiterer grandioser Band, der Vorfreude auf das große Finale schafft. Dieser Band war wieder Lesevergnügen pur.




Donnerstag, 22. April 2021

[Rezension] Codex Alera - Der Protektor von Calderon

 

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Die Armee der wolfsähnlichen Canim marschiert in Alera ein und treibt die Menschen immer weiter zurück. Tavi und die erste aleranische Legion versuchen, sie aufzuhalten, aber der junge Kommandeur verfügt über viel zu wenig Soldaten. Endlich trifft Verstärkung ein, doch anstatt ihn für seine Verdienste zu belohnen, wird Tavi des Befehls enthoben. Verzweifelt bemüht er sich dennoch, das Schlimmste für seine Männer zu verhindern. Dabei ahnt er nicht, dass sein Tod längst beschlossene Sache ist...

Tavi hält mit seiner Legion nun seit zwei Jahren die Stellung und weder er noch der Feind sind bereit nachzugeben. Während er schwierige und teils überlebensnotwendige Entscheidungen treffen muss, wird hinter seinem Rücken eine Intrige nach der anderen gegen ihn geschmiedet. Und mehr als eine Person will Tavi tot sehen. 

Während das gesamte Reich in den Canim eine tödliche Bedrohung sieht und jeder kampffähige Soldat ins Feld geführt wird, sieht Tavi mehr in diesem Volk als nur wilde Bestien. Er hält ein Bündnis für sinnvoll und setzt alles daran seine Ziele zu erreichen. 

Isana war für mich in diesem Band die schwächste Figur. Sie versinkt permanent in Selbstmitleid, als wäre sie die einzige Person, die in diesem Krieg Opfer zu beklagen hat. 
Fidelias hat mich in mehrere Hinsicht überrascht und einige neue Facetten an sich gezeigt. 
Aber am meisten begeistert neben Tavi, hat mich Gaius Sextus, der nun endlich sein volles Potenzial entfalten und zeigen konnte. 
Die Figuren habe einige Entscheidungen zu treffen, die mit schweren Konsequenzen verbunden sind. Dabei müssen persönliche Werte und Gefühle oft hinten angestellt werden. Ich war sehr sehr froh, nicht in der Haut unserer Helden stecken zu müssen. 

Jim Butcher entwirrt in diesem Band einige Handlungsstränge und sorgt für ein klares und großes Gesamtbild. Gleichzeitig zieht er das Tempo deutlich an und sorgt für nicht endenwollende Spannung. 
Für mich war dieser Band, der bislang stärkste der Reihe und ich habe mir direkt die letzten beiden Teile gekauft. Es wird mit jedem Buch besser und ich bin schon sehr gespannt auf das große Finale!