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Sonntag, 18. Dezember 2016

[Rezension] Gated - Sie sind überall

© Quellenangabe: https://www.dtv.de/
Lyla atmet auf: Das Böse scheint besiegt und sie selbst lebt an einem sicheren Ort. Doch bald muss sie sich eingestehen, dass sie dem Ausstieg aus der Sekte, der sie seit ihrer Kindheit angehörte, kaum gewachsen ist. Schon der ganz normale Teenager-Alltag, den sie jetzt zu bewältigen hat, verunsichert und überfordert sie. Als aber die Gemeindemitglieder immer massiver in ihr neues Leben eingreifen, beginnt für Lyla der reinste Albtraum...


Bereits beim ersten Band der Reihe fand ich es erschreckend und faszinierend zugleich welch enormen Druck eine Sekte auf Menschen ausüben kann, seit es auf die Mitglieder selbst oder Außenstehende. Lyla ist nun nicht mehr innerhalb der Sekte, sondern vorerst bei Cody unter gekommen. Wie alle anderen Teenager soll sie nun auch die öffentliche Schule besuchen und stoßt dabei mehr als nur einmal an ihre Grenzen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre in der Situation von Lyla oder den anderen Teenagern der Sekte zu sein. Nicht nur die neuen Fächer, Regeln und Systeme, sondern auch die große Ablehnung und Anfeindungen der anderen; all das muss einen enormen Druck ausüben. Lyla ist innerlich total zerrissen und wirkt zunehmend unsicherer und verzweifelter. Ihre Gedanken und Taten konnte man dabei jederzeit sehr gut nachvollziehen und ihr Mut hat mich mehrfach erstaunt und begeistert. 
Cody hat mir in diesem Band richtig gut gefallen. Er gibt sich große Mühe Lyla zu helfen in einen normalen Alltag hinein zu finden. Dabei ist er sehr rücksichtsvoll und achtet sehr auf ihre Gefühle und versucht ihr die nötige Zeit zu lassen sich an alles zu gewöhnen. 
Das Verhalten der Sektenmitglieder hat mich mehrfach in Verwunderung versetzt und auch schockiert. Es war sehr faszinierend miterleben zu können wie viel Macht der Pioneer auch jetzt noch über seine Mitglieder hatte und wozu er diese nutzen kann.
Zum Schluss zieht Amy Christine Parker das Tempo noch einmal stark an und es wird richtig spannend. Die Seiten sind nur so dahin geflogen und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war gefesselt von dem Geschehen und das Ende ist für mich mehr als nur gut gelungen. 

Für mich ist "Gated - Sie sind überall" eine Fortsetzung die sogar noch besser ist als ihr Vorgänger. Eine mitreißende Geschichte, die man so schnell nicht vergessen wird. Wem der erste Band gefallen hat, der sollte diesen unbedingt auch lesen. 



 Dank an DTV für das Rezensionsexemplar!

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit DTV und enthält Werbung für "Gated - Sie sind überall" von Amy Christine Parker.

Freitag, 5. Juni 2015

[Rezension] Gated - Die letzten 12 Tage

© Quellenangabe: https://www.dtv.de/


Seit ihrer Kindheit hat Lyla dem Führer ihrer Gemeinschaft, der sich >>Pioneer<< nennt und das Ende der Welt prophezeit, bedingungslos gehorcht. Erst als sie sich in Cody, einen Jungen von außerhalb, verliebt, beginnt sie, die strengen Regeln und Gesetze der Gemeinschaft zu hinterfragen. Doch Widerstand lässt Pioneer nicht zu...




"Gated - Die letzten 12 Tage" ist ein packender, spannender Auftakt zu einer neuen Reihe, die sich mit dem Themenschwerpunkt Sekte beschäftigt. Ich hatte bisher noch keine Bücher über Sekten gelesen und war daher gleich doppelt gespannt auf das Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. 
Amy Christine Parker hat dieses Thema wirklich grandios umgesetzt und zeigt sehr anschaulich, wie der Alltag in einer Sekte wohl ablaufen könnte. Besonders spannend war für mich zu sehen, wie die Meinungen der Leute außerhalb auf die Mitglieder von Mandrodage Meadows wirken. 
Hauptfigur der Geschichte ist Lyla, Mitglied der Sekte. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich sie mag oder nicht. Zum einen ist sie sehr sympatisch, hilfsbereit und eine wirklich gute Freundin, die trotz aller Schicksalsschläge den Kopf nicht hängen lässt und immer für ihre Familie da ist. Zum anderen wiederum kann ich ihr Verhalten manchmal überhaupt nicht nachvollziehen, wie z.b. ihr Naivität die sie immer wieder an den Tag legt. 
Cody ist ein Junge von außerhalb, aus der Stadt. Zwischen ihm und Lyla bahnt sich eine Liebe an und nach und nach erahnt er, in was für einer Gemeinde Lyla wirklich lebt. Hier war es sehr spannend die Meinungen und Gedanken von beiden Seiten im Bezug auf die Sekte zu sehen.
Auch eine wichtige und sehr interessante Figur ist der Anführer der Gemeinde, der sich >>Pioneer<< nennt. Ich fand es immer wieder sehr erschreckend, wie leicht er teilweise Menschen manipulieren und ihnen so seinen Willen aufdrängen kann. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass seine Anhänger fast schon willenlos und ihm komplett verfallen waren. 
Obwohl das Buch recht spannend ist, gab es einige Momente die sehr vorhersehbar waren. Die Liebe zwischen Cody und Lyla, die sehr wichtig für den Fortgang der Geschichte ist, war mir etwas übereilt und dadurch nicht sehr glaubwürdig geschildert.
Seit Mai 2015 gibt es nun auch den zweiten Band der Reihe "Gated - Sie sind überall" und ich bin, trotz kleinerer Schwächen des ersten Bandes, schon sehr gespannt darauf wie die Geschichte weiter gehen wird. 



Amy Christine Parker ist der Auftakt zu ihrer Reihe wirklich gelungen. Ein emotionales Buch mit interessanten Charakteren und einer spannenden Thematik, die zum Nachdenken anregt und einem nicht so leicht aus dem Kopf geht.