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Freitag, 10. Januar 2020

[Rezension] Die Wälder

© randomhouse.de

Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte...


Ich habe vor Jahren mal ein Buch von Melanie Raabe gelesen und war damals nicht so ganz überzeugt. Nun habe ich der Autorin mit diesem Hörbuch eine zweite Chance gegeben. Was soll ich sagen - es war richtig gut und hat mich total positiv überrascht!!

Die Handlung ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die Gegenwart und die Vergangenheit. Bei letzterem erleben wir die Kindheit von Peter und seinen Freunden, die etwas erleben, das ihr ganzes Dasein und ihre Zukunft für immer verändert. 
In der Gegenwart begleitet man als Leser Nina, die sich auf den Weg in die Wälder macht um die Schwester ihres verstorbenen Freundes Tim zu finden. 

Wer nun eine actionreiche Jagd erwartet liegt allerdings falsch. Die gesamte Geschichte der Gegenwart streckt sich über ca. zwei bis drei Tage, wodurch die Autorin Zeit hat in die Tiefe zu gehen. Anfangs war ich etwas verwirrt was es mit Peter und den anderen Kindern auf sich hat und warum es diese Passagen überhaupt gibt. Dann kam der Punkt an dem es Klick gemacht hat! Melanie Raabe hat beide Erzählpunkte sehr gut miteinander verknüpft und eine großartige Geschichte geschaffen. 

Kleiner Manko für den es auch den Punktabzug gibt, ist das Ende. Grundsätzlich hat mir dieses gefallen, allerdings war es im Vergleich zum Rest zu überhetzt und ich wurde das Gefühl nicht los, als wollte die Autorin einfach nur noch schnell fertig werden. Das ist schade, da die ersten 3/4 wirklich toll anzuhören waren und einen hohen Spannungsbogen aufgebaut haben. Trotz allem eine überzeugende Geschichte.



Mit "Die Wälder" konnte mich Melanie Raabe doch noch von sich überzeugen, allerdings hätte das Ende ausgefeilter sein können. Eine Leseempfehlung von mir!


Samstag, 22. April 2017

[Rezension] Die Wahrheit

© Quellenangabe:
 https://www.randomhouse.de/Verlag/btb/2000.rhd

Ein reicher Geschäftsmann, der spurlos während einer Südamerikareise verschwindet. Eine Ehefrau, die sich weigert ihn für tot erklären zu lassen. Und ein Fremder, der alles dafür tut, den Platz des Verschwundenen einzunehmen...


Für mich war "Die Wahrheit" mein erstes Buch von Melanie Raabe. Durch recht positive Kritiken die ich bislang zu dieser Lektüre gelesen hatte, waren meine Erwartungen relativ hoch. Im Endeffekt muss ich leider sagen, dass bei diesem Buch viel Lärm um nichts gemacht wird. 
Der Einstieg verlief zunächst sehr vielversprechend und die Geschichte lässt sich zügig weglesen ohne das man sich durch die Seiten quälen muss. Dennoch wollte sich bei mir keine rechte Lesefreude aufbauen und ich war auch nicht wirklich gefesselt von der Story.
Sarah hat mich als Protagonistin mehrfach enttäuscht. Auf der einen Seite wird sie als starke Persönlichkeit dargestellt, die nichts so schnell umhaut, auf der anderen Seite musste sie sich bei gefühlt jedem zweiten stressvollen Moment übergeben und ist beinahe komplett zusammen gebrochen. Nachvollziehen konnte ich ihr Verhalten meist nicht und dadurch auch keine Sympathie zu ihr aufbauen. 
Der Fremde, wie er im Buch zumeist genannt wird war mir ziemlich lange recht suspekt und auch ihm konnte ich keine Sympathie abgewinnen. Spannende oder interessante Dialoge sucht man ebenfalls vergeblich. 
Ebenfalls enttäuschend waren die enthaltenen logistischen Fehler innerhalb der Geschichte. Beispielsweise vergräbt Sarah auf der einen Seite ihren Ehering im Garten, nur um ihn dann etliche Seiten später in eine Schublade zu legen. Wirklich Sinn macht das nicht und das ist leider nicht die einzige unlogische Stelle. 
Das Ende war dann letztendlich auch ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Mehr kann ich an dieser Stelle leider nicht dazu sagen ohne heftig zu spoilern, aber es war ebenfalls sehr niederschmetternd und hat meine Erwartungen nicht mal im Ansatz erfüllen können. 


 Eine absurde Geschichte, die nicht nur logistische Fehler enthält, sondern auch noch Protagonisten die alles andere als überzeugen. Warum dieses Buch als Thriller angepriesen wird ist mir ebenfalls ein Rätsel. Weiterempfehlen kann ich es leider auf gar keinen Fall.